Ergo dreht den Spießer um
Die frohe Botschaft zuerst: Es geht auch ohne Herrn Kaiser. Und das gar nicht mal schlecht. Ergo macht ja seine neue Dachmarke, unter die auch die Hamburg Mannheimer schlüpft, mit einer millionenschweren Kamapgane bekannt. Dabei dreht sie den Spieß(er) um: In die Kamera grinst nicht mehr der seriöse, gesetzt gealterte Stellvertreter der Versicherungsmarke, sondern der Kunde, ein junger, hipper Mann. Einer, der vielen aus dem Herzen spricht: "Was ist eigentlich schief gelaufen zwischen uns?" provoziert er. Er wolle sich endlich auf Augenhöhe mit einer Versicherung treffen, pöbelt charmant weiter: "Könnt ihr nicht mal aufhören, mich zu verunsichern und mich endlich versichern?"
Ups, und plötzlich stellt man fest, dass Herr Kaiser, die niemals austauschbar geglaubte Ikone der Versicherungsmarke, irgendwie doch ersetzbar ist. Muss daran liegen, dass das neue Testimonial offenbar genau die Stimmung und die Augenhöhe der Kunden trifft. Warum er jetzt bei Ergo besser aufgehoben ist, hätte man noch ein bisschen mehr argumentativ strapazieren können, vielleicht auch das Branding für den neuen Namen. Aber für den Anfang ist diese Kreation von Aimaq & Stolle mal kein schlechtes Debüt.
Janotta Redakteur








