Ergo-Möchtegern-Satire: Weldebräu landet unter der Gürtellinie
In einer Anzeige das aktuelle Tagesgeschehen aufzugreifen kann kreativ, lustig und intelligent sein. Sixt macht das regelmäßig vor und auch zur Guttenberg-Affäre gab es eine Reihe guter Werbe-Ideen. Doch die Mannheimer Agentur Magnolia schießt mit ihrem Motiv für Weldebräu deutlich übers Ziel hinaus. Sie versucht, den Sex-Skandal der Hamburg Mannheimer zu persiflieren und greift zur Brechstange.
"Gib uns Champagner und wir versichern dir, du hast die Budapest am Hals – ergo: trinke lieber Welde" steht da neben den beiden leicht bekleideten Schönheiten, die sich auf dem Sofa räkeln. Doch natürlich war nicht der Alkoholgehalt von Champagner Auslöser der Orgie – ganz abgesehen davon, dass sich auch das Welde-Gebräu einen ordentlichen Rausch herbeiführen kann.
Die Aussage wird nicht klar, einzig denkbar ist, dass da jemand anscheinend dringend Budapest und Ergo in Kontrast zu Welde bringen wollte. Mindestens bedenklich ist dabei die Verwendung des Ergo-Logos. Insgesamt ein sehr peinlicher Versuch, aktuell zu sein.
Mozart Redakteur







