| | von Franziska Mozart

Fremdschämen beim BMW-Rap

Will BMW benachteiligten Jugendlichen eine Chance bieten? Oder den ausgeschiedenen Kandidaten von Deutschland sucht den Superstar? Oder soll dieser als Recruiting-Aktion getarnte Spot zu mehr Bewegung im Büro-Alltag aufrufen?

"Steh auf, jetzt oder nie", schmettern immerhin die Blondinen im Hosenanzug als Refrain. Doch zum Aufstehen motiviert fühlt man sich nicht, wenn man den Rap sieht, eigentlich haut es einen erst einmal rückwärts vom Stuhl. Zwei bleichgesichtige Pseudo-Rapper besingen das Praktikum bei BMW, der eine bekehrt den anderen zum Glauben an die BMW-Karriere, unterstützt von den Bürodamen als Background-Sängerinnen.

Dass BMW keinen Mangel an guten Bewerbern hat, verhehlt der überzeugte Praktikant nicht. Mit den Zeilen aber: "Klar kommt hier nicht jeder rein, der es vielleicht drauf hat, doch wenn du dich nicht bewirbst, bist du jetzt schon Schach-Matt" bedient er sich der nicht mehr taufrischen Lotto-Logik ("Nur wer mitspielt, kann gewinnen").

Bei Youtube erhält das Video überwiegend negative Kommentare, von "'ne große Portion Fremdscham gepaart mit nem Lachflash" bis zu "Stehende Ovationen aus Ingolstadt" - dem Sitz der Audi AG. Andere Kommentare, auch positive, gibt es natürlich ebenfalls für den Spot, den die Praktikanten selbst erarbeitet haben. Wie er tatsächlich bei der Zielgruppe - den potentiellen Praktikanten - ankommt, werden die Personalverantwortlichen bei BMW wohl in den kommenden Wochen sehen.

Fremdschämen beim BMW-Rap

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