Germanwings: Gelungener "Plane Mob"
Lukas Lindemann Rosinski (LLR) erfindet für den Kunden Germanwings die Aktion "Plane Mob". An Bord eines Flugs der Konkurrenz sitzen eine Reihe von Agenturmitarbeitern, die im wahrsten Sinne des Wortes hinter dem Rücken der Stewardessen Pappschilder hochhalten und mit den aufgemalten Sprechblasen eine Unterhaltung ersetzen. Aufgrund der freien Sitzplatzwahl, sitzen alle weit verteilt. Außerdem diskutieren die Sprechblasenhalter, ob es etwas kostet, auf die Toilette zu gehen. Allem Anschein nach spielt Germanwings mit dem Viral auf Konkurrent EasyJet an. Der Name der Airline taucht allerdings nicht auf.
Eine gute Idee, die bereits am ersten Tag große Aufmerksamkeit im Netz erhielt. Aus aller Welt meldeten sich die Werber, Kreativen und Flugzeugnutzer via Twitter, Facebook und Youtube und diskutierten die Kampagne im Netz. "Against EasyJet during EasyJet flight" kommt beispielsweise ein Tweet aus Spanien. Nach 24 Stunden verzeichnet Youtube bereits 74.000 Besucher.
Endlich einmal eine Guerilla-Aktion, die wirklich noch Guerilla ist, denkt sich der Betrachter des kleinen Films. Die Verbreitung findet von alleine statt, auf Seeding haben Agentur und Kunde verzichtet. Die Aktion hat wenig Geld gekostet (außer ein paar Billig-Flugtickets) und sorgt für Aufsehen, weil es sowas bisher noch nicht gab. Und: Der "Plane Mob" (was für eine genial-doppeldeutige Wortschöpfung!) fand für einen echten wahren Kunden statt. Keine Goldidee, sondern einfach nur Spaß, ein hohes Maß an Kreativität und ein bisschen Mut von allen Seiten. Manche Agentur wird LLR für diesen Kunden beneiden. Gratulation.
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Herrmann Redakteur








