HRS: Lukas Lindemann Rosinski macht Bill Kaulitz zur Kunstfigur
Schön wie ein Engel liegt er da. Ein bisschen wächsern, ein bisschen artifiziell. Genau so, wie sich Bill Kaulitz, der umjubelte und umschwärmte Frontman der gerade erwachsenwerdenden Teenie-Band Tokio Hotel, gerne selbst darstellt. Die fast schwarz-weiße Optik wirkt elegant und betont die leicht morbide Stimmung, die der Situation anhaftet - zum Sterben schön liegt der junge Mann da. Und erinnert mit seiner Attitüde an die ganz Großen der Musikszene.
Das Bild hat dabei soviel Kraft, dass es sich auch nicht von dem gewaltig bunten, fast erdrückenden Text, der fast das ganze Bild einnimmt, erdrücken lässt. Und das heißt einiges. Denn bei der Farb- und Schriftgrößenwahl hat das Unternehmen nicht gegeizt. Schade, die allzu riesige Headline nimmt dem Bild die Stille sowie das Künstliche und Kunstvolle und hindert den Betrachter daran, sich in Bill Kaulitz schönem Gesicht zu verlieren. So schnell wird aus Kunst dann eben doch wieder Werbung. Aber immerhin eine mit einem schönen und hervorragend exekutierten Ansatz.
Herrmann Redakteur







