Kreation des Tages: Die Tücken der Interaktion
Die Sache hat ihren Reiz. Entpuppt sich die Online-Marketingaktion von Vodafone UK doch als genuin interaktives Web2.0-Tool. Wer unter www.ukholsmap.com reinklickt, kann sich sehr schnell ein Bild davon machen, wo Englands Jugend ihren Urlaub verbringt, kann auch selbst seinen Eintrag machen. Das Ganze läuft über Twitter, jeder kann mit jedem Kontakt aufnehmen. Google Maps liefert das Kartenmaterial. Die Marke Vodafone spielt immer mit. Und ganz nebenbei erfährt der User, in welchen Ländern er diesen Sommer ohne Roaming-Gebühren telefonieren kann.
Das Problem ist nur: Die Einträge der Nutzer kann Vodafone nicht kontrollieren. Wer also ganz zufällig auf den Beitrag von Minimalmusic aus Berlin stößt und sich mit ihr verlinkt, bekommt da - nicht im besten Englisch - zu lesen: "Underground hates Vodafone. You fucking greedy concern." Web 2.0 hat seine Tücken, hier werden sie offenbar. Vodafone beweist Mut; eine konsequente Markenführung erlaubt die Aktion allerdings nicht.
Breyer Redakteur








