Frau Antje mal ganz anders.
Frau Antje mal ganz anders. © Foto:Screenshot Rabodirekt

LLR | | von Lena Herrmann

Rabodirect: Das Dankeschön der schrulligen Holländer

Erst seit wenigen Monaten ist sie in Deutschland tätig und hat bereits eine erste Teaserkampagne gestartet. Jetzt beginnt die großangelegte Kampagne für Rabodirect. Die Direktbank der holländischen Rabobank bringt am 17. November eine neue Kampagne ins Fernsehen.

Wieder kommen die Holländer mit all ihren Eigenheiten und Klischees zum Einsatz. Doch während sich der erste Flight vor allem im komödiantischen Fach bewegte, ist der Ansatz jetzt wesentlich cineastischer. "Wie weit kann man gehen, was kann man den Leuten zumuten im Bereich Bankenwerbung und wie unterhält man sie", hatte sich Agenturchef Arno Lindemann gefragt. Für die Kreation zeichnet Lead-Agentur Lukas Lindemann Rosinski verantwortlich, realisiert wurde der Spot mit Markenfilm Hamburg und Regisseur Jan Wentz (Postproduction: nhb; Musikproduktion: Mothersmilk).

Herausgekommen ist eine Kampagne, die an ein großes Zirkusspektakel erinnert: Brennende Männer, Akrobaten und Messerwerfer tauchen auf - das alles mutet ein bisschen surreal an, ist aber großes Kino. Großes Kino auch daher, weil erst auf den zweiten Blick sichtbar immer wieder Kameraschienen, Assistenten oder Mikros im Bild auftauchen.

Der Auftritt unterscheidet sich stark vom ersten Ansatz der Teaser-Kampagne, der vor allem auf Comedy setzte. Die jetzt anlaufende Kampagne ist bunter, aber auch greifbarer. Statt nur schrullige Holländer zu zeigen, gelingt Agentur und Bank der Schulterschluss mit der Aussage der Bank, dem Kunden etwas zurückgeben zu wollen - in Form besonders guter Zinsen.

Der Spot spielt damit, dass die Deutschen gerne holländische Produkte wie Käse, Fahrräder Tomaten und Tulpen kaufen. Mit besonders guten Zinsen auf das Tagesgeldkonto will sich die Bank dafür jetzt bedanken. Gleichzeitig positioniert sich Rabodirect als Bank "ohne Krawatte", die Klartext redet und nach dem Genossenschaftsprinzip von Mensch zu Mensch agiert, wie der Pressemitteilung zu entnehmen ist. Verantwortlich für den Auftritt ist Marketing-Chef Matthias Trusheim, der erst seit dem Sommer für Rabodirect in Deutschland arbeitet.

Mit der Kampagne schlägt die Rabobank in eine Kerbe, die bereits Auftritte für Volksbank Raiffeisenbanken, Sparkasse oder zuletzt die Commerzbank angefangen haben. Die Nähe zum Kunden ist dabei ein wichtiger Aspekt. Es geht nicht mehr um graue Männer, die sich hinter einem Bankschalter verschanzen, sondern um die Begegnung auf Augenhöhe mit dem Kunden. Und es geht auch um Sympathiefaktoren und Entertainment. Beides gelingt Rabodirect mit dem Auftritt gut, die Agentur hat kreativ ganze Arbeit geleistet, um aus dem Spot einen Film zu machen, den man immer wieder gerne sieht. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Kampagne mit genügend Mediadruck geschaltet wird. Damit sich das Anschauen der Werbeblöcke wieder lohnt.

Im Making-of kann man der Agentur über die Schulter schauen:

Rabodirect: Das Dankeschön der schrulligen Holländer

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