| | von Katja Schönherr

Summa cum laude für die "NZZ"

Es steht nicht gut um die Glaubwürdigkeit von Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Der Ex-"Minister Makellos" soll große Teile seiner Dissertation abgeschrieben haben. Und anders als Helene Hegemann dürfte es Guttenberg mit einer wissenschaftlichen Arbeit nicht gelingen, vom Plagiat als Kunstform zu schwadronieren.

Mit welcher Begründung auch immer der wortgewandte Verteidigungsminister daherkommen wird (wahrscheinlich sitzt er die Sache ohnehin einfach aus) - seine politischen Gegner jubeln. Und auch so manches Medienhaus. Wie oft bekommt man schon eine solche Steilvorlage, pointiert zu werben?!

Entgegen ihrem Ruf reagierten die Schweizer diesmal ganz, ganz schnell. Schon heute - einen Tag, nachdem die Plagiatsvorwürfe laut geworden waren -, wirbt die "NZZ am Sonntag" mit dem Thema für ihr Abo. Schließlich soll der CSU-Politiker auch bei dem Wochenendableger der "Neuen Zürcher Zeitung" abgekupfert haben.

Guttenbergs Doktorarbeit erhielt am Ende die Auszeichnung "summa cum laude". Die akademische Bestnote gibt's nun auch für dieses Werbemotiv, das inhouse entwickelt wurde. Schneller hätten selbst die Spontan-Spotter von Sixt nicht reagieren können!

Nicht nur schnell, sondern auch hartnäckig reagiert übrigens die Online-Gemeinde auf die Plagiats-Vorwürfe: Ein regelrechter Wettkampf ist darüber entflammt, wer weitere abgeschriebene Passagen aufdeckt. Sogar ein Wiki wurde hierzu eingerichtet - das GuttenPlag-Wiki.

(kas/lr)

Summa cum laude für die "NZZ"

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