DuvalGuillaume | | von Frauke Schobelt

Witziger Pro-Zeitungs-Spot aus Belgien: Warum Print doch nicht stirbt

Da kann sich die ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft noch eine große Scheibe abschneiden. In Belgien demonstriert das Newspaperswork, die Marketing-Plattform für alle belgischen Zeitungsverlage, wie man witzig und richtig gut Werbung für die angeblich aussterbende Zeitungsbranche macht.

Drei Top-Werbekunden von Coca-Cola, Telenet und BNP Paribas wurde kostenlos ein Tag lang eine Limousine mit Chauffeur zur Verfügung gestellt, damit sie auf dem Rücksitz in Ruhe ihre Tageszeitung lesen konnten. Was sie auch taten - beim intensiven Lesen verpassten sie allerdings lauter irrwitzige Figuren und Stunt-Aktionen am Wegesrand, die sie eigentlich von der Zeitungslektüre abhalten sollten... Doch auch der strippende Chauffeur hatte keine Chance - das gedruckte Wort fesselte stärker. 

Die Idee stammt von der preisgekrönten Agentur DuvalGuillaume, die bekannt ist für ihre Guerilla- und Stunt-Aktionen (z.B. "Bikers" für Carlsberg, "Push to add drama" für TNT oder das 007-Rennen für Coke Zero). Erneut eine Super-Idee mit einem grandiosen Timing im Straßenverkehr.

PS: Wäre interessant zu wissen, ob die Lektüre der Zeitungsinhalte am Tablet die Aufmerksamkeit ebenso gefesselt hätte...

Witziger Pro-Zeitungs-Spot aus Belgien: Warum Print doch nicht stirbt

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Tageszeitungen werben mit Serviceplan für die Gattung

von Petra Schwegler

Dem Medium Zeitung spendieren die Verlegerverbände aus Niedersachsen und Bremen (VNZV und ZVVB) eine breit angelegte Gattungskampagne. Dafür engagiert haben die norddeutschen Blattmacher die Serviceplan- und Saint-Elmo’s-Gruppe. Die Kreativen stellen die Qualität des regionalen Journalismus in den Mittelpunkt der Reklamewelle, die mit hohem Werbedruck ab Anfang September unter anderem im Kino, auf Plakaten sowie Anzeigen in Zeitungen und Anzeigenblättern zu sehen sein wird. Motto: "Jedes Wort wert".

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"Tageszeitungen sind glaubwürdig, berichten unabhängig, machen schlau, verbinden die Region und schreiben über das, was wirklich wichtig ist" – das sei die Botschaft der Kampagne von VNZV und ZVVB, heißt es zum Kampagnenstart. Mit klaren Nutzenversprechen und vereinten (Werbe-)Kräften versuche die Branche erstmals, "den wahren Stellenwert des Mediums Tageszeitung in Print und Online für die Gesellschaft ins Bewusstsein zu rücken", heißt es. Die Kampagne für die norddeutschen Zeitungen ist langfristig angelegt. Das Bruttowerbebudget ist hoch und beträgt allein in diesem Jahr 15 Millionen Euro.

Beworben werden vom umfangreichen Kommunikationspaket analoge wie digitale Zeitungsangebote. Ansprechen wollen die Verleger mit der Kampagne alle Zielgruppen "von jung bis alt". Basis sind fünf Anzeigenmotive, die in den teilnehmenden Tageszeitungen zeitgleich erscheinen und fünf zentrale Qualitätswerte aus Lesersicht formulieren. Ein Kino-Spot soll darüber hinaus die Funktion der Zeitung unterstreichen, die relevanten Themen aus einer Flut an Informationen herauszufiltern und so eine wertvolle Orientierungshilfe zu geben. Flankiert wird der Auftritt durch Plakat-Schaltungen, mit Online-Bannern sowie mit fünf Funkspots, die ebenfalls das Motto "Jedes Wort wert" aufgreifen. Hier der Kinospot:

Alle Maßnahmen führen auf die zentrale Landingpage jedeswortwert.de. Hier können sich die User unter anderem den Film und weitere Bestandteile der Kampagne anschauen. Von dort geht es bei Bedarf (und Abo-Absichten?) direkt auf die Websites der teilnehmenden Zeitungen in Niedersachsen und Bremen. Begleitet und dokumentiert wird die Wirkung der Kampagne durch ein neutrales Marktforschungsinstitut. Vor den norddeutschen Grenzen Halt machen soll die Kampagne nicht; laut Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe, ist das Projekt so konzipiert,"dass es auch über die Grenzen Niedersachsens und Bremens hinaus eingesetzt werden kann". Haller:

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"Regionale Tageszeitungen leisten durch ihre besondere Nähe zu den Menschen einen wichtigen Beitrag für ihr Leben und sind deshalb auch eine besonders wichtige Säule als Werbeträger. Um diese Werte der Öffentlichkeit wieder stärker bewusst zu machen, unterstützen wir als Agentur-Gruppe diese Gattungskampagne gern und würden es begrüßen, wenn sich weitere Landesverbände anschließen."

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