| | von Markus Weber

Gehaltstabelle: Das verdient man in der Werbung

Geschäftsführer von Werbeagenturen in Deutschland verdienen im Durchschnitt knapp 130.000 Euro, Kreativdirektoren gut 80.000 Euro. Das hat die Firma Personal Markt Services (www.gehalt.de) ermittelt, die nach eigenen Angaben über eine der größten Gehaltsdatenbanken in Deutschland verfügt.

Demzufolge verdienen Texter, PR- und Projektmanager gut 38.000 Euro und Mitarbeiter im Marketing rund 34.000 Euro im Jahr. Konzeptioner bringen es auf knapp 42.000 Euro. Designer erhalten im Durchschnitt 31.000 Euro, Junior-AD's rund 29.000 Euro. Eine vollständige Übersicht über die Zahlen sowie über die regionalen Unterschiede und über die Unterschiede bei den Geschlechtern (Frauen verdienen in sämtlichen Positionen deutlich weniger) finden Sie hier.

W&V Online hat auch die Fernsehbranche nach den Verdienstmöglichkeiten durchleuchtet. Hier geht es zum Gehaltscheck TV.

 

Gehaltstabelle: Das verdient man in der Werbung

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Gehaltsreport: "Flop-Branche" Werbung

von Susanne Herrmann

Augen auf bei der Berufswahl! Wenn Sie das lesen, sind Sie vermutlich in der Werbebranche tätig und nicht als Arzt. Schade, denn Ärzte mit Berufserfahrung sind die deutschen Top-Verdiener mit einem Jahresgehalt von 89.000 Euro brutto. In Marketing und Werbung werden jährlich knapp 39.000 Euro verdient - im Schnitt und ohne Rücksicht auf die Berufserfahrung. Damit landet unsere Branche auf Platz fünf der "Flop 10". Kleiner Trost: Alles, was Spaß macht, ist hier versammelt - Gastronomie (Schlusslicht mit gut 30.000 Euro), Freizeit & Touristik, Handwerk, Bildung, Gartenbau ... trotzdem ein wenig überraschend (und nur zu erklären, wenn die Ärzte hier mit eingerechnet werden): Werber verdienen laut Stepstone im Durchschnitt noch weniger als die Mitarbeiter in der Branche Gesundheit & soziale Dienste. Aber natürlich subsumieren beide Branchen vom Chefarzt bis zur Erzieherin, vom Marketinggeschäftsführer bis zum Agenturgrafiker sehr unterschiedliche Fach- und Führungstätigkeiten in vielen Hierarchiestufen. Die Branchen, die die besten Gehälter bezahlen, sind Pharma, Banken sowie Automobilbauer und -zulieferer mit mehr als 57.000 Euro brutto pro Jahr. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass laut Stepstone die Gehälter mit der Größe des Unternehmens zunehmen - die wenigsten Agenturen aber haben über 1000 Mitarbeiter, die Mehrzahl keine 500.

Die gute Nachricht für Werber ist: Viele von Ihnen arbeiten in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, ein paar in Stuttgart und München - und diese Städte liegen (außer Berlin) in den Bundesländern mit dem höchsten Gehaltsdurchschnitt. Hessen führt mit 52.630 Euro. Düster sieht es aus, wenn Ihre Agentur in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt sitzt: Hier werden rund 35.000 Euro im Jahr verdient - und damit gut 16.000 im Jahr weniger als in Hessen, Baden-Württemberg (52.330 Euro) und Bayern (51.962 Euro).

Was sich außer Branche und Region auf das Gehalt spürbar auswirkt, sind Ausbildung und Abschluss - die Sie ein Stück weit in der Hand haben - sowie das Geschlecht (hier sind Sie ein wenig eingeschränkt in der Wahlfreiheit): 14.000 Euro im Jahr weniger verdienen weibliche Fach- und Führungskräfte im Durchschnitt. Akademiker dafür etwa 35 Prozent mehr. Die Promotion zahlt sich mit rund 60.000 Euro im Jahr aus, das Diplom an Uni oder FH ist Arbeitgebern immerhin noch gut 50.000 Euro wert. Schulabschluss plus Ausbildung ohne Meister/Fachwirt bringen 37.000 Euro im Jahr ein.

Einzelne Branchen hat Stepstone genauer analysiert, darunter Marketing & Vertrieb. Ernüchternd gleich das Vorwort der Jobsuch-Experten: Sehr viele Bewerber konkurrieren hier um die Stellen - gesucht sind aber immer noch die Digital-Profis und vielseitig ausgebildete Vertriebler. Hier winkt auch das größere Geld: Während der normale Marketing-Akademiker rund 45.000 Euro im Jahr bekommt, kann es der Vertriebsmitarbeiter auf gut 53.000 Euro bringen - wenn er studiert hat und ein Mann ist.

Die Stepstone-Tabelle zeigt, wie die einzelnen Berufsgruppen im Marketing aufgestellt sind.

50.000 Fach- und Führungskräfte hat Stepstone befragt. Die kompletten Daten kann man online anfordern.

Anm. der Red.: Die im Text erwähnten Durchschnittswerte bilden je nach Auswertung weder das Gehaltsgefälle innerhalb der Branchen noch nach Hierarchie detailliert ab, es handelt sich also um rechnerische Näherungsangaben, die natürlich im Einzelfall deutliche Schwankungsbreiten umfassen. So wird zum Beispiel entweder nach Land oder nach Abschluss unterschieden, aber nicht nach beidem.

von Susanne Herrmann - Kommentare Kommentar schreiben