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Ralph-Bernhard Pfister veröffentlicht am 21.06.2010 10:00 Uhr in Blog
Von: Ralph-Bernhard Pfister

Apple-Fans: Jetzt vermehren sie sich auch noch...

Für Steve-Jobs-Hasser heißt es momentan wieder in den sauren Apfel beißen. In Werbung und Medien geht das iPad rauf und runter, Wirtschaftstitel korrigieren hastig ihre Erfolgsprognosen für Apple immer steiler in die Höhe und passionierte Appleholiker verstopfen das Web 2.0 mit Vorfreude auf das neue iPhone.

Die von Kritikern gemutmaßten Weltherrschaftspläne aus dem Hause Jobs erhalten nun externe Unterstützung, die Applisierung des Globus schreitet voran: Mit Cupidtino dringt die Marke nun in den nächsten und überaus privaten Lebensbereich vor. Das (allerdings nicht von Apple betriebene) Portal präsentiert sich als erste Dating-Börse nur für Apple-Fanboys und –Fangirls. Daher auch der Name, der sich zusammensetzt aus Apples Sitz Cupertino und dem Liebesboten Cupido – hier wohl mit iBogen unterwegs. Auch wenn die Beziehung mancher Apfeljünger zu ihren Geräten das nahelegt, sollen sie jedoch nicht mit den Geräten, sondern untereinander anbandeln. Für Apple-Hasser eine Schreckens-Vorstellung: Jetzt vermehren sie sich auch noch...

Die Gründe für die Partnerbörse legen die Betreiber herzig dar: Apple-Fans hätten viel gemeinsam – Persönlichkeitsmerkmale, kreative Berufe, einen ähnlichen Sinn für Stil und Ästhetik, Geschmack und natürlich eine tiefempfundene Liebe für Technologie. Das reiche, um sich zu finden und zu verlieben und Mac-hearts fürs Leben zu werden.

Apple Dating

Stilecht ist das Ganze nur mit Apple-Gerät zugänglich – App Store und Co lassen grüßen. So können sich dort momentan nur iPad- und Mac-Besitzer tummeln. Die drögen PC-Schlipsträger bleiben ausgesperrt und dürfen nicht hinter den kuschligen Zaun, hinter dem sich Apple-Nutzer so wohl fühlen. Selbstverständlich darf jeder seine Persönlichkeit durch seine iTunes-Bibliothek kommunizieren – und selbstverständlich ist Cupidtino flashfreie Zone.

Vor Jahren wäre das ein guter Witz gewesen: Eine eigene Dating-Börse als letzte Chance für die pickligen Mac-Nerds, um überhaupt jemanden abzukriegen. Dass sich das nun als ernsthaftes Geschäftsmodell (wenngleich von einem Augenzwinkern begleitet) in den Raum stellen lässt, zeigt den beeindruckenden Weg, den die Marke seit ihrem mit dem iPod gezündetem Image-Wandel zurückgelegt hat.

Und für den Fall des Falles stellt Apple im angloamerikanischen Raum ja auch einen akzeptablen Kindernamen dar.

Schlagworte: Dating-Portal Cupidtino Apple iPhone App

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