veröffentlicht am 11.10.2010 11:38 Uhr in
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Von: Klaus Wieking
Hart wie der Effie
Es war eine faustdicke Überraschung, die Peter John Mahrenholz, Präsident des Branchenverbandes GWA, kurz vor der Verleihung der Effie-Preise in Berlin bei einer Pressekonferenz auf den Tisch der Öffentlichkeit packte: Die Lizenz für den Effie läuft Ende 2011 aus, die Lizenzinhaber in den USA wollen die Vergabekriterien vereinheitlichen, um den Preis besser internationalisieren zu können.
Internationalisieren interpretiert der GWA wohl nicht ganz zu Unrecht als Weichspülen der vergleichsweise harten Preiskriterien in Deutschland. Der Widerstand gegen einen "weichen" Effie, den Mahrenholz im Verbund mit europäischen Partnerverbänden organisieren will, ist nachvollziehbar. Mögen sich Kreative auch mehr über einen Nagel vom ADC freuen, bei den Kunden zählt vor allem der Effizienzpreis. Die Dauerdiskussion um die Messbarkeit des Beitrags von Kommunikation zum Unternehmenserfolg einmal beiseite gelassen, hat sich der Effie neben den Nagel-Preisen des ADC als wichtigster Preis der Agenturszene etabliert - entsprechend offensiv werben die Gewinner mit ihm. Den Effie zu einem jener x-beliebigen Awards herabzuwürdigen, mit dem sich die Branchen fortwährend selbst feiert, würde ihn langfristig bedeutungslos machen. Dies muss der GWA den Lizenzinhabern vor Augen führen. In aller Härte.
Schlagworte: Efffie GWA Wettbewerb Internationalisierung
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