veröffentlicht am 25.02.2010 18:00 Uhr in
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Von: Lisa Priller-Gebhardt
Hauen und Stechen in der Medienbranche: Was erlauben Stern?
In der Medienbranche kehren üble Sitten ein: Mittlerweile gehört es zum Tagesgeschäft der Schreiber, auch über die Kollegen aus den eigenen Reihen herzuziehen. "Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel hat sich vor wenigen Wochen über den "SZ"-Journalisten Hans-Jürgen Jakobs echauffiert. Mit Bezug auf ihren Lebensgefährten, den "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort, brachte sie die Vokabel "Stalking" ins Spiel. Man wunderte sich schon, das gerade aus dem Mund einer Frau zu hören, zu deren Tagesgeschäft es gehört, das Privatleben von Prominenten und Politikern zu scannen.
Dennoch ist es eigentlich unverständlich, warum gerade ein Magazin, das selbst Äffären wie die Hitler-Tagebücher zu verkraften hatte oder unter getürkten Stern-TV-Beiträgen eines gewissen Michael Born zu leiden hatte, sich soweit aus dem Fenster lehnt. Bestimmt arbeitet das Hamburger Magazin selbst nur mit den allersaubersten Methoden.
Das wirklich Fatale daran aber ist, dass solche Geschichten die gesamte Printbranche beschädigen. In der Öffentlichkeit bleibt in erster Linie Folgendes hängen: Die Journalisten arbeiten doch alle nur mit unsauberen Methoden. Und das kann der gesamte Markt im Moment wirklich nicht gebrauchen.
Schlagworte: Stern Bunte Riekel Markwort Lafontaine Focus
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