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Lena Herrmann veröffentlicht am 24.01.2011 14:34 Uhr in Blog
Von: Lena Herrmann

Ikea: Ist eine Agentur besser als ein Pool?

Jede Agentur wünscht sich einen Kunden wie Ikea. Einen Kunden, der den Willen hat, kreativ zu werben, der einen Blick für moderne Kommunikationsformen hat und der Produkte verkauft, die eine große Fangemeinde haben. Es wird also nicht verwundern, wenn eine große Masse an Agenturen Schlange steht, um in einen der begehrtesten Pitches des Jahre zu kommen. Doch das wird wohl nicht ganz einfach. Der schwedische Möbelhersteller hat sehr konkrete Vorstellungen davon, was die betreuende Agentur leisten muss.

Neben Kreation und Online-Affinität gehört dazu vor allem eine gute strategische Beratung. Zu hören ist, dass dem Unternehmen vier Agenturen, die alle einen bestimmten Bereich des Werbeauftritts betreuen, zuletzt zuviel gewesen sind. Indem jede Agentur ihr eigenes Süppchen gekocht hat, hat die Marke Ikea Schritt für Schritt an Profil und Schärfe eingebüßt. Dahin strebt der Hersteller von Billy & Co. jetzt zurück. Und dazu muss Ikea seinen Agenturpool reduzieren. Denn für einen harmonischen Dachmarkenauftritt funktioniert das Modell mit wenigen Agenturen besser als mit einer ganzen Handvoll.

Die große Chance des Pitches liegt für Ikea also darin, dass am Ende ein oder zwei Agenturen das Rennen machen, die eine gute Idee haben, wie sich die das Unternehmen mit den vier gelben Buchstaben auf blauem Grund künftig am besten präsentiert und profiliert. In Zeiten, in denen Konkurrenten wie XXXLutz oder Segmüller immer stärker werden, muss Ikea besonders aufpassen, seinen Auftritt nicht zu sehr ausfransen zu lassen.

Auch wenn die Etathalter mit Sicherheit nicht begeistert sind, dass ihre lukrativen Werbemillionen zur Disposition stehen: Sie haben den besten Insight und dadurch duchaus die Möglichkeit, das Geschäft mit Ikea auszubauen. Wenn sie ihr Wissen und ihre Erfahrunge in die Waagschale werfen und dem Unternehmen eine Werbestrategie präsentieren, die aus einem Guss ist. Und die sich auf die strategische Ausrichtung der Dachmarke konzentriert. Dafür braucht es keinen Agenturpool. Sondern eine Agentur, die verstanden hat, wie der Kunde tickt, was er will und vor allem: was er braucht.

Schlagworte: Ikea Dachmarkenstrategie Pitch

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