veröffentlicht am 12.03.2010 14:26 Uhr in
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Von: Lena Herrmann
Ist der deutsche Markt schon reif für Werbung über Twitter und Co.?
Ashton Kutcher macht es mit seiner Firma Katalyst Media vor: Er nutzt die Möglichkeiten, die Twitter, Facebook, Youtube und Co. bieten, und macht sie zu Geld. Er produziert Inhalte und Formate, in die Unternehmen ihre Produkte einbinden können. Das ist unterhaltsam, wird millionenfach im Internet geklickt und ist sehr, sehr erfolgreich. Schon allein deshalb, weil es viel mehr als Product Placement ist. Sondern den User mit einbezieht.
In Deutschland dagegen sammelt jeder Freunde und Follower und die Notwendigkeit der sozialen Netzwerke in der Kommunikation wird lang und breit diskutiert. Aber Werbung findet dort noch nicht wirklich statt.Wo sind sie, die Unternehmen und Agenturen, die wie Kutcher verstehen, dass Social Networks ideal dafür sind, ganz zielgerichtet Kommunikation für eine bestimmte Zielgruppe zu machen? Offenbar sind die deutschen Unternehmen dafür noch nicht bereit. Aber wo sind die Agenturen, die Überzeugungsarbeit leisten wollen und können?
Erfolgreiche Werbung in Social Networks ist anstrengend: Wer in den neuen Medien Aufmerksamkeit bekommen will, der muss es schaffen, seine Produkte mit einer wirklichen Aussage zu versehen. Da kann es beispielsweise nicht mehr darum gehen, dass Cornflakes zum Frühstück den Tag sonniger machen. Mit Kutchers Hilfe positioniert sich Kelloggs gegen den Hunger in der Welt und fordert via Facebook zum Spenden auf. Das kann diskutiert werden, läuft durch die Blogs. Und erreicht damit eine große Community. Denn die Konsumenten und User, die sich sowieso schon im Netz bewegen, sind auch hierzulande schon längst dafür bereit.
Menschen, die sich regelmäßigv und intensiv im Internet bewegen, sind größtenteils gut informiert und kritisch. Sie brauchen keine Werbeberieselung sondern Aussagen, mit denen sie sich auseinandersetzen können. Agenturen und Unternehmen haben aber genau dazu offenbar noch nicht den Mut. Derjenige, der ihn als erster aufbringt, wird allen künftig immer um Längen voraus sein.
Schlagworte: Social Networks Ashton Kutcher Katalyst Media
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