• zur Navigation
  • zum Inhalt
Kontakter
  • Nachrichten
  • Veranstaltungen
  • Kampagnen
  • Karriere & Job
  • Leute
  • Video
  • Shop
  • Abo
Kontakter
  • International
  • Blog
  • Home •
  • RSS •
  • Newsletter

Login Registrieren

 

Lena Herrmann veröffentlicht am 15.09.2010 10:46 Uhr in Blog
Von: Lena Herrmann

Ist Werbung an den Dicken schuld?

Das amerikanische Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM) hat in den Vereinigten Staaten einen TV-Spot geschaltet, der auf drastische Weise den Fastfood-Riesen McDonald's direkt angreift: Durch die Abwandlung des bekannten Claims "I'm lovin' it" in "I was lovin' it" wird der Tod eines Mannes in den unmittelbaren Zusammenhang mit seiner Burger-Ernährung gestellt. McDonald's geht auf die Barrikaden. Zu Recht?

Für jeden verständlich, dass sich der Hersteller von platten Frikadellen in schlappen Brötchen beschwert, wenn er so direkt angegangen wird. Doch statt sich über Markenrechtsverletzung zu beschweren, wehrt sich McDonald's mit einer ganz anderen Argumentationslinie. Der PCRM-Spot sei "unfair den Konsumenten" gegenüber, jammert McDonald's. Jeder habe das Recht, das Essen und den Lebenstil zu wählen, der passend und gut für ihn sei.

Womit wieder das alte Thema hochkommt: Wie mündig ist der Konsument? Kann er selbst entscheiden, ob ein Produkt gut oder schlecht für ihn ist, ist ein erwachsener Mensch in der Lage zu erkennen, dass ausschließlicher Burger-Genuss weder dem Cholesterinspiegel noch der Silhouette gut tut? Oder muss der Konsument gewarnt werden vor den Verführungen der Werbung und der Industrie?

Fakt ist: Nicht nur die Amerikaner sind zu dick und legen an Umfang immer mehr zu. Auch die Deutschen gedeihen prächtig und mästen ihre Kinder so sehr, dass sie im Schulhof an kleine Sumoringer erinnern. Doch wer immer nur der Werbung die Schuld in die Schuhe schiebt, der macht es sich zu einfach. Ein Staat, der nicht in der Lage ist, allen seinen Bürgern von Kindesbeinen an soviel Bildung zukommen zu lassen, dass sie zwischen gesunden und ungesundem Essen unterscheiden können, muss sich nicht wundern, wenn die landesweiten Cholesterinspiegel in die Höhe schnellen. Dem Einhalt gebieten kann auch kein Spot, der als Konsequenz eines Burgerbisses den sofortigen Herzstillstand behauptet. Um seinen Umsatz muss sich McDonald's also wohl erstmal keine Sorgen machen.

Schlagworte: PCRM McDonald's

Kommentieren

Wir freuen uns werktäglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr über Ihre Kommentare.
 Ich habe die Netiquette gelesen und erkläre mich damit einverstanden.*
* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht
Kontakter
kontakter
  • Aktuelle Ausgabe
  • Abo
  • E-Paper
  • Mobile

Über den Blog

Meinungsfreudig, analytisch, kritisch, polarisierend - hier bloggt die Fachredaktion des Kontakters zu tagesaktuellen Themen aus der Kommunikations- und Werbebranche. Wer eine Meinung zu unserer Meinung hat, betätige bitte die Kommentarfunktion - wir freuen uns auf Sie!

Schlagworte

Jung von Matt iPad Apple Kempertrautmann ARD iPhone Google Social Media ZDF Springer RTL Armin Jochum DDB ProSiebenSat.1 Spiegel Facebook Video GWA Amir Kassaei Stern Sky Steve Jobs Thomas Strerath Burda Bild Opel Lukas Lindemann Rosinski App Ogilvy & Mather Focus

Blogarchiv

  • Mai 2012
  • April 2012
  • März 2012
  • Februar 2012
  • Dezember 2011
  • November 2011
  • Oktober 2011
  • September 2011
  • August 2011
  • Juli 2011
  • Juni 2011
  • Mai 2011
  • April 2011
  • März 2011
  • Februar 2011
  • Dezember 2010
  • November 2010
  • Oktober 2010
  • September 2010
  • August 2010
  • Juli 2010
  • Juni 2010
  • Mai 2010
  • April 2010
  • März 2010
  • Februar 2010

International

  • Financial Times erwartet 2012 mehr Digital- als Print-Abos von Scheele veröffentlicht am 22.05.2012 14:34 Uhr
  • Possible übernimmt Mehrheit an russischer Digitalagentur Grape von Scheele veröffentlicht am 22.05.2012 12:25 Uhr
  • Idee für die Huffington Post gestohlen? von Scheele veröffentlicht am 22.05.2012 10:52 Uhr
  • 3-D-Fernsehgeräte kein Must-have von Scheele veröffentlicht am 22.05.2012 09:43 Uhr
  • WPP-Chef Martin Sorrell sieht großes Potenzial in Myanmar von Scheele veröffentlicht am 22.05.2012 08:07 Uhr

  • Datenschutz
  • Disclaimer  •
  • Impressum  •
  • Mediadaten  •
  • verlag.wuv.de  •