veröffentlicht am 02.12.2010 09:49 Uhr in
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Von: Lena Herrmann
Lieber Städter: Raus aus den Outdoorjacken, rein in die Armani-Mäntel!
Die Temperaturen sinken und die Schneeflocken fallen. Und plötzlich scheint sich jeder Großstädter daran zu erinnern, dass er eine sogenannte Outdoorjacke im Schrank hängen hat. Eigentlich für den Einsatz über 2000 Höhenmeter gedacht, mit Schneefang an den Hüften und einer Kapuze, unter der auch der Helm gegen Steinschlag getragen werden kann, radeln die Jacken plötzlich auf dem Weg ins Büro durch die Innenstädte. Stehen in der U-Bahn. Oder kratzen morgens die Scheiben der teuren Autos frei. Wo, liebe Banker, Manager und Unternehmensberater ist plötzlich Eure Stilsicherheit gebleiben? Wo Euer teures Armanimäntelchen, dass so hervorragend mit Euren Hugo-Boss-Schuhen harmoniert?
Klar, derzeit ist es auch in den Städten kalt und je besser und funktionaler die Bekleidung, desto weniger müsst Ihr frieren. Aber ist das wirklich der Grund für den Marken-Hype? Der dicke Mantel hat es schließlich jahrelang getan. Doch plötzlich stechen die Sportartikel von Mammut, Schöffel und Co. die modischen Accessoires. Und das nur, weil Euch die Outdoorhersteller das Gefühl von Freiheit, Individualität und Sportlichkeit versprechen.
"Outdoor ist das Antimodell zu Handy und Laptop, das Alternativmodell zu Montag bis Freitag", sagt der Hersteller von Outdoorbekleidung, Peter Schöffel in der W&V (EVT: 2. Dezember). Recht hat er: Alternativmodell wohlgemerkt. Nicht Kombipräparat. Wer ins Büro, ins Theater oder in ein schönes Restaurant geht, der muss in diesem Moment wahrhaft nicht naturverbunden und sportlich sein. Sondern gut angezogen. Für die Schlittenpartie am Wochenende ist dann auch das Jack-Wolfskin-Jäckchen erlaubt. Oder wie wäre es mal wieder mit einer richtigen Bergtour? Mit Anstrengung, Schweiß und Muskelkater am nächsten Tag? Dann habt Ihr Euch auch die passende Jacke dazu verdient.
Schlagworte: Outdoor Mammut Jack Wolfskin Salewa Schöffel
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