US-Zeitungsverlag Gannett meldet deutlichen Gewinnrückgang
veröffentlicht am 31.01.2012 10:52 Uhr in PrintDer größte Tageszeitungsverlag der USA, die Gannett Corporation, die u.a. USA Today herausgibt, meldet für das vierte Quartal 2011 einen Gewinnrückgang um 33 Prozent auf 117 Millionen Dollar. Laut dem Unternehmen ist dieser Rückgang vor allem auf hohe Kosten für Umstrukturierungen im Personalbereich zurückzuführen. Der Umsatz im vierten Quartal fiel um fünf Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Dollar. Während die Umsätze im Printbereich um fünf und im TV-Bereich um 14 Prozent zurückgingen, stiegen sie beim Digitalgeschäft um neun Prozent auf jetzt 181,5 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2011 meldet Gannett einen Gewinn in Höhe von 459 Millionen Dollar, das sind 22 Prozent weniger als im Jahr 2010, bei einem Umsatz von 5,2 Milliarden Dollar (-4 Prozent).
Washington Post
Britischer Daily Telegraph baut 30 Arbeitsplätze ab
veröffentlicht am 31.01.2012 08:06 Uhr in PrintDie britische Telegraph Media Group (TMG), die den Daily Telegraph und den Sunday Telegraph herausgibt, will 30 Arbeitsplätze abbauen. Laut Guardian schrieb CEO Murdoch MacLennan in einer E-Mail an die Mitarbeiter, dass das Jahr 2012 für den Verlag „sehr schwierig“ sein werde. Bei dem Arbeitsplatzabbau handelt es sich demnach wohl um eine Kostensenkungsmaßnahme. Gleichzeitig teilte MacLennan aber auch mit, dass das eingesparte Geld für Investitionen im Digitalbereich verwendet werden soll, speziell für die Entwicklung von Digitalausgaben für das iPad und die Kindle-Geräte.
The Guardian
Wirtschaftstitel La Tribune wird Wochenzeitung
veröffentlicht am 30.01.2012 14:14 Uhr in PrintDer französische Wirtschaftstitel La Tribune stellt mit der Ausgabe an diesem Montag seine tägliche Erscheinungsweise ein. Mit dem Verkauf des Blatts an den Regionalverlag France Economie Regions und dem Internet-Unternehmen Hi-Media wird die Zeitung zu einem Wochentitel umgewandelt. Die neuen Eigner wollen sieben Millionen Euro in das Blatt investieren, gleichzeitig sollen aber 115 der insgesamt 165 Arbeitsplätze abgebaut werden. Erst im Dezember war in Frankreich die Print-Ausgabe der Tageszeitung France Soir eingestellt worden, sie erscheint seither nur noch online.
La Tribune
© Tamedia
Schweizer Medienhaus Tamedia plant Sparmaßnahmen
veröffentlicht am 30.01.2012 12:34 Uhr in PrintDer Schweizer Medienkonzern Tamedia, der u.a. die Zeitung Tages-Anzeiger und das Pendlerblatt 20 Minuten herausgibt, kündigt angesichts der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Sparmaßnahmen an. Wie das Branchenmagazin Werbewoche meldet, sollen beim Tages-Anzeiger in diesem Jahr insgesamt 600.000 Franken eingespart werden. So würden u.a. die Börsenlisten von drei auf eine Seite reduziert, und auch die Berichterstattung über den Regionalsport werde zurückgefahren. Weitere Sparmaßnahmen sind im Marketing geplant. Außerdem würden offene Stellen derzeit nicht neu besetzt.
Werbewoche
71 Zeitungen wechselten 2011 in den USA den Besitzer
veröffentlicht am 30.01.2012 11:03 Uhr in PrintIm vergangenen Jahr wechselten in den USA 71 Tageszeitungen den Eigentümer, darunter die Chicago Sun-Times, der San Francisco Examiner sowie 16 Regionalzeitungen der Regional Media Group der New York Times Company. Das Gesamtvolumen der Transaktionen lag bei knapp unter 800 Millionen Dollar, wie jetzt Owen Van Essen vom Beratungsunternehmen Dirks, Van Essen & Murray gegenüber der New York Times erklärte. Zu den Investoren, die Zeitungen aufkauften, gehören die Milliardäre Warren Buffett und Philip Anschutz, der neu geschaffene Medienkonzern Wrapports und Zeitungshäuser wie Halifax Media und die Black Press Group. Dass Zeitungen trotz deutlich fallender Anzeigen- und Vertriebserlöse schnell Käufer finden, hat nach Meinung der Analysten vor allem zwei Gründe: einmal die historisch günstigen Kaufpreise und die Möglichkeit, durch radikale Sparmaßnahmen die Zeitungen wieder profitabel zu machen, sowie die oftmals wertvollen Verlagsgebäude. So hatte die Private-Equity-Gruppe Platinum Equity 2009 die San Diego Union-Tribune für weniger als 50 Millionen Dollar gekauft und im vergangenen Jahr für mehr als 110 Millionen Dollar wieder verkauft.
The New York Times
Vier Redakteure der britischen Sun wegen Bestechung verhaftet
veröffentlicht am 30.01.2012 08:07 Uhr in PrintIm Zuge der Ermittlungen über Korruptionsfälle bei der Polizei hat Scotland Yard jetzt vier Redakteure der Boulevardzeitung The Sun festgenommen. Gleichzeitig durchsuchte die Metropolitan Police am frühen Samstagmorgen die Redaktionsräume von News International im Londoner Stadtteil Wapping. Laut Medienberichten hat die Durchsuchung aber nichts mit den Ermittlungen zur Telefonabhöraffäre zu tun, sondern mit der Zahlung von Bestechungsgelder an Angehörige der Polizei, um an Informationsmaterial zu gelangen. Die Festnahmen erfolgten, nachdem die interne Investigations-Unit der News Corporation, das Management and Standards Committee, entsprechende Hinweise an die Polizei weitergeleitet hatte. Die Unit war im vergangenen Jahr von News-International-Chef Rupert Murdoch eingesetzt worden, nachdem Einzelheiten über den Telefonabhörskandal bei dem inzwischen eingestellten Sonntagsblatt News of the World bekannt geworden waren.
The Guardian
US-Modemagazine melden Traumumsätze für März
veröffentlicht am 27.01.2012 14:00 Uhr in PrintAufatmen bei Vogue & Co: Der Start in die Frühjahr-Sommer-Saison ist für die US-Modemagazine nach einem schwierigen Jahr 2011 überraschend gut gelaufen. Die Vogue meldet für ihre März-Ausgabe mit 443 die meisten Anzeigenseiten und meldet ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Die März-Ausgabe von W zählt 204 Anzeigenseiten (plus 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr). InStyle meldet für März 347 Anzeigenseiten (plus 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Elle kommt auf 319 Anzeigenseiten (plus zwei Prozent) und bei Marie Claire wurden 181 Anzeigenseiten verkauft - 31 Prozent mehr als im Vorjahr. Der einzige Titel, der mit weniger Anzeigen erscheinen wird, ist Lucky aus dem Hause Condé Nast. Hier sank die Zahl verkaufter Anzeigenseiten um 21 Prozent auf 106. Schuld seien die Händler, die weniger gebucht hätten.
Adweek
NYTimes.com hält Reichweite trotz Paywall
veröffentlicht am 27.01.2012 11:00 Uhr in PrintViele Verlage zögern, für ihre Online-Auftritte Paywalls einzuführen, weil sie dadurch einen dramatischen Traffic-Verlust befürchten. Falsch, zeigt eine aktuelle Analyse des Marktforschers Comscore. Demzufolge hat die New York Times seit Einführung der Paywall im Februar vergangenen Jahres ihre Online-Reichweite gehalten: 44 Millionen Unique Visitors besuchten den kostenlosen Auftritt im Februar. Im Dezember waren es 44,8 Millionen Unique Visitors. Ein Ärgernis gibt es trotzdem für NYTimes.com: Sie ist nicht mehr die größte Online-Zeitung der Welt. Den Titel hält laut Comscore ab sofort die britische Daily Mail.
MediaPost.com
Meredith übernimmt Food-Website Allrecipes.com
veröffentlicht am 25.01.2012 12:02 Uhr in PrintDer amerikanische Verlag Meredith, der Zeitschriften wie Better Homes & Gardens und Ladies’ Home Journal herausgibt, übernimmt von der Reader’s Digest Association die nach eigenen Angaben größte Food-Website der Welt, Allrecipes.com. Der Kaufpreis liegt laut einer Mitteilung der Meredith Corporation bei 175 Millionen Dollar. Allrecipes.com verfügt über ein Archiv von mehr als 500.000 Kochrezepten und verzeichnet etwa 25 Millionen Unique Visitors pro Monat. Mit der Übernahme verdoppelt sich somit die Zahl der Nutzer des Meredith Women’s Network.
Paid Content
Mecom Group richtet sich strategisch neu aus
veröffentlicht am 25.01.2012 09:43 Uhr in PrintDer paneuropäische Verlag Mecom Group will bei den Websites seiner wichtigsten Zeitungstitel eine Paywall einrichten, die Kosten bis 2014 insgesamt um 70 Millionen Euro senken und möglicherweise 65 seiner Gratistitel verkaufen oder schließen. Das Gratiszeitungs-Geschäft, so heißt es jetzt, gehöre nicht mehr zum Kernbereich des Verlags, 15 Titel seien bereits eingestellt worden. Die Maßnahmen sind Teil der strategischen Neuausrichtung des Konzerns unter dem neuen CEO Tom Toumazis. Der Ex-Endemol-Manager hatte im Mai vergangenen Jahres die Führung bei Mecom übernommen. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in London hat, will sich künftig auf die Märkte Holland und Dänemark konzentrieren. Im Dezember hatte Mecom seine 36 Lokalzeitungen in Norwegen für 222 Millionen Euro an die Mediengruppe A-pressen verkauft. Auch das Engagement in Polen, wo der Konzern die Regionalzeitung Rzeczpospolita herausgibt, wird derzeit überprüft. Angeblich steht die Zeitung zum Verkauf.
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