Zahlreiche italienische Zeitungen von Einstellung bedroht
veröffentlicht am 03.01.2012 13:01 Uhr in PrintBis zu 100 kleinere Zeitungen in Italien sind von der Einstellung bedroht, da die Regierung die Subventionen für die Blätter radikal von 170 Millionen Euro pro Jahr auf 53 Millionen Euro zusammenstreicht. Die Beihilfen-Kürzung, die noch von der Regierung Silvio Berlusconi beschlossen worden war, wurde von der jetzigen Regierung unter Mario Monti bestätigt und tritt bereits in diesem Jahr in Kraft. Offenbar betrachten mehrere Regierungsmitglieder die Subventionen als eine Verschwendung von Steuergeldern. Betroffen sind vor allem kleinere Zeitungen mit geringer Auflage aus dem rechten und linken politischen Spektrum wie etwa Liberazione und Il Manifesto oder die katholische Tageszeitung Avvenire sowie zahlreiche Lokalzeitungen.
Financial Times
Zeitungsauflage in Indien steigt um über acht Prozent
veröffentlicht am 03.01.2012 08:14 Uhr in PrintWährend die verkaufte Auflage der Tageszeitungen in den meisten westlichen Ländern stetig sinkt, erleben die Tageszeitungen in Indien geradezu einen Auflagen-Boom. Laut der indischen Kontrollinstanz Registar of Newspapers for India (RNI) stieg die verkaufte Auflage der Tagespresse auf dem Subkontinent im vergangenen Jahr gegenüber 2010 um 8,2 Prozent. Die meisten Zeitungen in Indien erscheinen danach in den Sprachen Hindi (7910 Titel), gefolgt von Englisch (1406 Titel) und Urdu (938). Die Zeitung mit der höchsten Auflage, nämlich 16,7 Millionen Exemplaren, ist allerdings der Titel Eenadu in der Regionalsprache Telugu. Auf Rang zwei folgt The Hindu mit 14,8 Millionen Exemplaren. Allerdings kommt die Times of India mit ihren insgesamt zwölf Regionalausgaben auf zusammen knapp 37,5 Millionen verkaufte Exemplare pro Tag.
Indian Express
New York Times Co. versucht Mitarbeiter zu beruhigen
veröffentlicht am 02.01.2012 09:34 Uhr in PrintDie New York Times Company hat jetzt in einer E-Mail-Aktion den mehr als 1700 Vollzeit-Mitarbeitern ihrer Regionalzeitungs-Unit Regional Media Group mitgeteilt, dass sie mit einer Weiterbeschäftigung durch die neue Eigentümerin Halifax Media Group rechnen können. Ob dies aber tatsächlich sämtliche Mitarbeiter betrifft, ist völlig offen. Die New York Times Co. hatte am 27. Dezember den Verkauf ihrer 16 Regionalzeitungen an Halifax Media Holdings mit Sitz in Daytona Beach in Florida für 143 Millionen Dollar bestätigt. Zu den verkauften Zeitungen gehören die Sarasota Herald-Tribune, die Gainesville Sun und die Tuscaloosa News. Zusammen haben die 16 Regionalblätter eine Auflage von rund 433.000 Exemplaren. Der Boston Globe, über dessen Verkauf in den vergangenen Monaten viel spekuliert wurde, gehört nicht zur Regional Media Group. Der Anteil der Regionalzeitungs-Tochter am Gesamtumsatz der New York Times Co. lag 2010 bei elf Prozent. Haupteigner von Halifax Media ist der Milliardär Warren Stephens aus dem US-Bundesstaat Arkansas, zu dessen Medienimperium bereits das Las Vegas Review-Journal, zehn weitere Tageszeitungen sowie mehr als 60 Wochentitel gehören.
Poynter
Gannett stattet Redakteure mit iPhones und iPads aus
veröffentlicht am 23.12.2011 12:12 Uhr in PrintGroßzügiges Weihnachtsgeschenk für Gannett-Redakteure: Damit die Schreiberlinge des größten amerikanischen Zeitungsverlegers aus eigener Erfahrung sehen, wohin sich die Zukunft der Medien entwickelt und dafür eigene Content-Strategien entwickeln, stattet das Unternehmen sie alle mit eigenen iPhones und iPads aus. Tausende von Geräten inklusive Zubehör ließ Gannett-CEO Bob Dickey ordern. Sie sollen im kommenden Monat in Gebrauch genommen werden.
Guardian.co.uk
Sunday Times erscheint zum ersten Mal an Weihnachten
veröffentlicht am 23.12.2011 11:19 Uhr in PrintZum ersten Mal in seiner 190-jährigen Geschichte erscheint die News-Corp-Sonntagszeitung Sunday Times am Weihnachtstag. Bislang verzichtete der Verlag auf eine Weihnachtsausgabe aus Rücksicht auf Fahrer, Zeitschriftenkioskmitarbeiter und Zeitungsjungen, die an Weihnachten auch einen Tag frei haben sollten. Doch werden diese auch 2011 verschont, denn die Sunday Times erscheint nicht in gedruckter Fassung, sondern als kostenlose Android- und iPad-App. Mit der Gratisversion will News Corp die digitale Version seines Sonntagsblatts promoten und all diejenigen ansprechen, die zu Weihnachten ein Tablet unter dem Weihnachtsbaum fanden und jetzt nach Futter für ihr neues Spielzeug suchen.
PaidContent.org
Janet Robinson geht mit 11,5 Millionen US-Dollar
veröffentlicht am 23.12.2011 09:09 Uhr in PrintNach 28 Jahren im Dienste der New York Times verlässt Verlagschefin Janet Robinson das Haus mit einer Abschiedzahlung von 11,5 Millionen US-Dollar. Ein offizieller Grund für den überraschenden Rücktritt wurde bislang noch immer nicht genannt. Insider munkeln über Interessenskonflikte zwischen Robinson und Verleger Arthur Sulzberger Jr. Als mögliche Nachfolger werden Times-Präsident Scott Heekin-Canedy, Boston-Globe-Herausgeber Chris Mayer und NYTimes.com-Chefin Denise Warren gehandelt.
DerStandard.at
Wrapports kauft The Chicago Sun Times
veröffentlicht am 22.12.2011 12:51 Uhr in PrintWrapports, ein kleiner Newcomer mit Focus auf digitale Medien, hat mit der Chicago Sun Times die zweitgrößte Tageszeitung Chicagos übernommen. Der Kaufpreis soll Medienberichten zufolge bei rund 20 Millionen US-Dollar liegen. Hinter dem noch unbekannten Unternehmen Wrapports stecken allerdings zwei durchaus bekannte Köpfe: Michael Ferro Jr. ist CEO der Chicagoer Technologie-Holding Merrick Ventures. Timothy Knight fungierte vor seinem Wechsel zu Wrapports als Publisher der elftgrößten US-Tageszeitung Newsday für den Großraum New York. Beide haben vor, die Chicago Sun Times vor allem digital aufzuwerten, indem wegbereitende Technologien eingeführt, neue Inhaltsportale aufgebaut und andere Tools entwickelt werden, um Lesern gehaltreichere und zufriedenstellendere Inhalte zu liefern.
NYTimes.com
Die New York Times Co. verkauft ihre Regionalzeitungen
veröffentlicht am 20.12.2011 09:43 Uhr in PrintDie New York Times Company steht kurz vor dem Verkauf ihrer Regionalzeitungs-Tochter an die Halifax Media Group in Florida. Zur Regional Media Group gehören 16 Lokal- und Regionalzeitungen, u.a. die Sarasota Herald-Tribune und die Gainsville Sun. Zusammen haben die 16 Regionalblätter eine Auflage von rund 433.000 Exemplaren. Der Boston Globe, über dessen Verkauf in den vergangenen Monaten viel spekuliert wurde, gehört nicht zur Regional Media Group. Der Anteil der Regionalzeitungs-Tochter am Gesamtumsatz der New York Times Co. lag 2010 bei elf Prozent. Offenbar will die New York Times Co. sich künftig ganz auf ihre drei großen Titel The New York Times, The Boston Globe und The International Herald Tribune konzentrieren.
The New York Times
Bei den britischen Gratistiteln brechen die Anzeigenerlöse weg
veröffentlicht am 20.12.2011 08:14 Uhr in PrintBei der Mehrzahl der Zeitungen, die in diesem Jahr in Großbritannien ihr Erscheinen eingestellt haben, handelt es sich um Gratistitel. Die Kostenlosblätter mussten 2011 einen deutlich höheren Rückgang bei den Anzeigenerlösen hinnehmen als die Abonnements- und Kioskzeitungen. Dies belegt der jüngste Bericht der britischen Advertising Association für das dritte Quartal 2011. Danach verzeichneten die Gratisblätter in den Monaten Juli bis September einen Rückgang bei den Anzeigenerlösen um 14,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den regionalen Abonnementszeitungen und den Sonntagstiteln betrug das Minus nur 3,4 Prozent, bei den wöchentlichen Kaufzeitungen 5,8 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Vereinigten Königreich 146 Lokal- und Regionalzeitungen eingestellt, die Gesamtzahl reduzierte sich von 1313 im Jahr 2006 auf nunmehr 1167.
The Guardian
US-Verleger fordern Erklärung für sinkende Leserzahlen
veröffentlicht am 19.12.2011 11:03 Uhr in PrintNachdem die Herbst-Analyse von GfK MRI bei den US-Publikumszeitschriften zum Teil deutliche Leserrückgänge auswies, fordern nun mehrere Verlage von dem Marktforschungs-Unternehmen eine Erklärung für die schlechten Ergebnisse. In der Herbst-Analyse verzeichneten fast 70 Prozent der insgesamt untersuchten 220 Magazine Leserrückgänge, viele von ihnen im zweistelligen Prozentbereich. So hatte Forbes 24 Prozent seiner Leser auf jetzt 5,1 Millionen verloren, Wired 22 Prozent auf 2,5 Millionen und Bon Appétit 17 Prozent auf 5,8 Millionen. Einige Verleger erklärten, in der Leseranalyse seien die Nutzer digitaler Ausgaben unterrepräsentiert. Allerdings hatte GfK MRI gerade in dieser Analyse erstmals die Nutzung auch digitaler Ausgaben untersucht. GfK MRI halte an den ermittelten Zahlen fest, erklärte das Unternehmen.
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