Zeit-Magazin kommt wieder
veröffentlicht am 05.03.2007 17:30 Uhr in PrintAcht Jahre nach seiner Einstellung feiert das Zeit-Magazin ein Comeback. Noch "vor der Sommerpause" will der zum Holtzbrinck-Konzern gehörende Verlag der Wochenzeitung eine Neuauflage der Zeitschriften-Beilage herausbringen, heißt es in einer Mitteilung des Verlags. Sie soll unter dem Titel "Zeit-Magazin Leben" erscheinen. Das Ressort Leben werde in der neuen Magazin-Redaktion aufgehen und ausgebaut, teilte der Verlag mit. Verantwortlich ist "Leben"-Ressortchef Christoph Amend. Auslöser für die Pläne waren Marktforschungen. "Nichts haben sich unsere Leser mehr gwünscht als die Rückkehr des 'Zeit-Magazins'", sagte Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo dem "Spiegel". Nicht nur der Hamburger Zeit-Verlag arbeitet an einer Reanimation seines früheren Magazins. Auch die Konkurrenz von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lässt dereit eine Wiederauflage des FAZ-Magazins unter dem Arbeitstitel "FAM" entwickeln.
Friedmann lehnt Verkauf des Süddeutschen Verlags ab.
veröffentlicht am 05.03.2007 17:30 Uhr in PrintJohannes Friedmann, Mitbesitzer der Süddeutschen Zeitung, stellt sich gegen einen Verkauf des "SZ"-Verlags. Friedmann, dessen Familie 18,75 Prozent an dem Verlag hält, sagte gegenüber der "FTD": "Meine Familie hat bereits mehrfach, auch schriftlich, gegenüber den übrigen SV-Gesellschaftern mitgeteilt, dass sie nicht beabsichtigt, ihre Beteiligungen am SV zu veräußern." In der letzten Woche waren Verkaufsüberlegungen von einigen Gesellschaftern des Süddeutsche Verlags bekannt geworden. Eine Gesellschafter-Versammlung am vergangenen Mittwoch hatten Friedmann und Vertreter des Anteilseigners SWMH boykottiert und somit beschlußunfähig gemacht - zusammen halten beide Parteien 37,5 Prozent des Verlags. In einem "Spiegel"-Interview sagte der 55-Jährige zudem, dass er mit allen Mitteln gegen einen Verkauf an einen Finanzinvestor kämpfen werde. Neben Friedmann und dem SWMH, dem Verlag der Stuttgarter Zeitung, gehört der Süddeutsche Verlag vier weiteren Familien.
Programmie-Preiskrieg beginnt am 8. März
veröffentlicht am 05.03.2007 17:30 Uhr in PrintAm 8. März wird wohl ein Preiskrieg beginnen, wie ihn die Programmpresse seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr erlebt hat. Damals versuchte Gruner + Jahr die Programmzeitschrift TV Today zum Copypreis von einer Mark in den Markt zu drücken: Nun bringt Axel Springer eine 14-tägliche Programmzeitschrift zum Kampfpreis von 50 Cent und in einer Druckauflage von zwei Millionen Exemplaren an den Kiosk. Der neue Titel wird voraussichtlich TV Guide heißen, also genau so wie eine Programmzeitschrift, die von der Verlagsgruppe Milchstraße 1993 nach nur acht Monaten wieder eingestellt werden musste. Nachdem die Rechte der heutigen Burda-Tochter an dem Titel im Mai 2000 erloschen waren, ließ ihn sich Springer 2004 als Marke schützen. Dieser Tage machte der Verlag noch einmal im Titelschutzanzeiger auf seine Rechte aufmerksam. In Branchenkreisen wird spekuliert, dass das Blatt auch Bild TV heißen könnte.Mehr dazu im aktuellen Kontakter (EVT: 5. März 2007).
Titanic versteigert LeadAward
veröffentlicht am 05.03.2007 17:30 Uhr in PrintAnstatt sich den gerade empfangenen LeadAward, die renommierteste deutsche Auszeichnung für Zeitschriften-Macher, stolz an die Wand zu nageln, hat sich das Satireblatt Titanic etwas ganz Spezielles für den Preis einfallen lassen. Wie "Der Kontakter" in seiner aktuellen Ausgabe (EVT: 5. März 2007) berichtet, können Leser seit 1. März sieben Tage für den begehrten Zeitschriften-Preis beim Auktionshaus E-Bay bieten. "Titanic"-Chef Thomas Gsella sieht die Aktion nüchtern: "Man soll sich ja von den schönsten Sachen trennen." Außerdem mache Titanic einem ihrer Leser eine große Freude und die Redaktionswände seien ohnehin schon zugehangen mit "Titanic"-Titeln und Postern. Bieten lohnt sich laut "Titanic"-Chefredakteur Gsella in jedem Fall. Denn wenn einem "der Award nicht gefällt, kann man ihn auch durch ein schönes Bild austauschen, ein Titanic-Poster zum Beispiel." Auch wenn der Preis bis Redaktionsschluß des Kontakters noch bei 271 Euro lag, hofft der Chefredakteur auf einen wahren Geldregen: "Es ist ein wirklich bezaubernder Award. Wir rechnen mit mehreren 100.000 Euro." Mit den Einnahmen will die Redaktion die Spesenkosten für die Verleihung abdecken. "Wir hatten Fahrt- und Übernachtungskosten von fast 630 Euro zzgl. 38 Euro fürs Taxi, die müssen wir also mindestens wieder reinholen." LeadAcademy-Chef Markus Peichl sieht die Versteigerung mit Humor. "Die LeadAcademy tut bekanntlich alles, um notleidenden Magazinen zu helfen." Peichl unterstütze daher auch voll und ganz die Versteigerung der LeadAwards-Medaille auf Ebay und will helfen, "dass möglichst viel Geld in die Kassen der Titanic fließt". Da das Medieninstitut nicht zu den wohlhabendsten des Landes zähle, werde die Akademie solange mitsteigern, "solange der Aktionspreis unter den Anschaffungskosten der Urkunde liegt. Dann können wir sie nächstes Jahr wiederverwenden und sparen wertvolles Geld", so Peichl zum Kontakter.
Nobert Facklam ist neuer Anzeigenleiter beim "Spiegel"-Verlag
veröffentlicht am 02.03.2007 17:30 Uhr in PrintNorbert Facklam ist neuer Anzeigenleiter des Spiegel-Verlags. Facklam wechselte 1999 von der Bauer Verlagsgruppe zum Spiegel, zunächst als Leiter der Anzeigendisposition. Seit 2000 ist er stellvertretender Anzeigenleiter. Facklam folgt auf Jörg Keimer, der die Leitung des Verkaufsgebietes Nord übernommen hat. Er berichtet an Christian Schlottau, Leiter Unternehmensbereichs Marketing des "Spiegel"-Verlags.
Sony launcht PS3-Lifestyle-Magazin
veröffentlicht am 02.03.2007 17:30 Uhr in PrintSony Computer Entertainment Deutschland (SCED) bringt zum Launch der Playstation 3 ein eigenes Lifestyle-Magazin auf den Markt. In Zusammenarbeit mit der Kölner Agentur 25 erscheint am 6. März mit einer Auflage von 500.000 Exemplaren die erste Ausgabe von Consoul. Das neue monatliche Trendmagazin ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich und wird kostenlos über Szenegastronomie und -stores sowie andere ausgewählte Outlets vertrieben. Der Titel beschäftigt sich mit dem Thema Playstation 3 unter dem Aspekt Lifestyle und wendet sich laut SCED an alle Entertainment-Enthusiasten. Unter anderem beinhaltet "Consoul" Fotostrecken, Reportagen über Trendsportarten, Mode und Design, Rezensionen zu Musik und Film. Alle Artikel werden laut Sony von einer unabhängigen Fachredaktion verfasst.
Gruner + Jahr setzt "Dogs" fort
veröffentlicht am 02.03.2007 17:30 Uhr in PrintGruner + Jahr lässt Dogs weiterhin am Kiosk Gassi gehen. Von der Zeitschrift über die Beziehung zwischen Mensch und Hund werden vier weitere Ausgaben erscheinen, teilte der Verlag mit. Gruner + Jahr hatte im vergangenen Jahr angekündigt, nach drei Ausgaben prüfen zu wollen, ob das Magazin weiter erscheinen werde.Von der ersten Ausgabe wurden nach Verlagsangaben 42.000 Exemplare verkauft, von der zweiten Ausgabe bereits rund 48.000 Hefte. Diese Zahl setzt sich laut Gruner + Jahr aus dem Einzelverkauf sowie rund 2.000 Abonnements zusammen. Die dritte, kürzlich erschienene Ausgabe werde voraussichtlich 50.000 Exemplare überschreiten. Werner Beba, Verlagsleiter von Gruner + Jahrs Living-Gruppe: "Dogs hat im Markt überzeugt – bei Lesern wie Anzeigenkunden gleichermaßen". Die Zeitschrift ist als Sieger eines Anfang 2006 durchgeführten Ideenwettbewerbs hervorgegangen.
Markus Böhler wird stellvertretenden Geschäftsführer und Verlagsleiter des EMV
veröffentlicht am 02.03.2007 17:30 Uhr in PrintIn der vergangenen Woche hat das Bundeskartellamt grünes Licht zur Übernahme des Entertainment Media Verlags (EMV) durch Gruner + Jahr erteilt. Nun ordnet das Münchner Verlaghaus sein Management neu. Am 5. März wird Markus Böhler, bisher Verlagsleiter der P.M.-Gruppe, zum stellvertretenden Geschäftsführer und Verlagsleiter des EMV berufen. Der 36-Jährige berichtet an Ulrich Scheele, geschäftsführender Gesellschafter des EMV. Die Nachfolge von Böhler bei der P.M.-Gruppe wird G+J zufolge an einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.Markus Böhler ist seit 1999 bei G+J und war nach einem Traineeprogramm in verschiedenen Funktionen tätig: Zunächst arbeitete er im Vertrieb der FTD als Leiter Key Account Management, anschließend wurde er Leiter Planung und Koordination in der G+J-Fachbereichsleitung Vertrieb. 2004 übernahm Böhler die Segmentvertriebsleitung "Aktuelles & Wissen" sowie die Vertriebsleitung der G+J-Verlagsgruppe Stern/Geo/Art. Im Oktober 2005 wurde er zum Verlagsleiter der P.M.-Gruppe ernannt.
SZ-Magazin ist das "Leadmagazin des Jahres"
veröffentlicht am 01.03.2007 17:30 Uhr in PrintDie LeadAwards, eine der wichtigsten Auszeichnungen der Print- und Online-Branche, sind am Mittwochabend in Hamburg vergeben worden. Dabei hat das SZ-Magazin die Königskategorie "Leadmagazin des Jahres" gewonnen und mehrere Einzelmedaillen erhalten. Außerdem wurde der Artdirektor des "SZ-Magazins", Mirko Borsche, zum "VisualLeader des Jahres" gewählt. Die undotierten Auszeichnungen in mehreren Kategorien werden von der LeadAcademy für Mediendesign für herausragende Arbeiten in Bereichen wie Fotografie, Anzeigen und Online vergeben. Zur Preisverleihung waren 1.200 Gäste aus Verlagen, Werbung und Kultur eingeladen. Im Online-Bereich war das Musikportal Last FM als "WebLeader" Spitzenreiter. Als "WebLog des Jahres" ging die Website Teutonika hervor. Sie sei durch die Verschmelzung von Video, Foto und Text vorbildlich für die "Multimedialisierung der Internetangebote" und biete originelle Inhalte, sagte Markus Peichl, Vorsitzender der LeadAcademy. Spiegel Online erhielt für seine Rubrik "Designklicks" eine goldene Auszeichnung. Zur "Anzeigekampagne des Jahres" wurde die Sony-PSP-Kampagne "White" der Agentur TBWA gewählt, zur "Anzeige des Jahres" ein Motiv der Berliner Agentur BBDO für den Dessous-Hersteller "Blush". Das G+J-Magazin Stern war mit einer Reportage zum Fall Kurnaz ("Beitrag des Jahres") und dem "Foto des Jahres" erfolgreich, das die Landung eines afrikanischen Flüchtlings auf Fuerteventura zeigt. Die Zeitschrift Qvest siegte ebenfalls in zwei fotografischen Kategorien. Auch die verlagsunabhängigen Zeitschriften Dummy von Ex-Spiegel-Mann Oliver Gehrs ("Bester Fußball-WM-Beitrag") und 032c ("Illustrationsbeitrag des Jahres") wurden bedacht.
Mathias Döpfner warnt deutsche Medien vor übertriebener Sparpolitik
veröffentlicht am 01.03.2007 17:30 Uhr in PrintIn einem Gespräch mit der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift Tribüne hat Springer-Chef Mathias Döpfner vor einer übertriebenen Sparpolitik gewarnt. Der Vorstandschef appeliert an die Verlage, Produkteinsparungen mit Augenmaß durchzuführen und dabei die journalistische Qualität nicht zu vernachlässigen. Alles andere wäre eine Art "Selbstmord aus Angst vor dem Sterben", zitiert das Blatt Döpfner. Gerade angesichts der Informationsflut werde die vom Fachmann ausgewählte, akzentierte und bewertete Information unverzichtbar bleiben, sagte er. Deshalb müsse die Branche einerseits auf den rasanten Wandel der Zeit mit strukturellen Änderungen reagieren, andererseits aber ihr Kapital bewahren, nämlich die unabhängige, kritische und fundierte Berichterstattung.
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