ORF-Freie verlangen mehr Geld
veröffentlicht am 26.01.2012 14:00 Uhr in TV/Radio„Mehr Geld und Anstellung für die, die wie Angestellte arbeiten“ – das fordern die freien Mitarbeiter des österreichischen öffentlich-rechtlichen TV-Senders ORF. Vor allem Radiojournalisten verlangen demnach mehr Honorar. Aktuell erhalten sie für einen sechsminütigen Beitrag rund 100 Euro brutto. Beim Bayerischen Rundfunk in Deutschland würden 320 Euro dafür bezahlt. Eine 30-minütige Ö1-Sendung, für die in der Regel mehrwöchige Recherchen notwendig sind, wird mit 350 bis 700 Euro brutto entlohnt. Fair sei aus Sicht der Betroffenen eine Verdoppelung der Honorare. Zentralbetriebsrat und Redakteursrat des ORF signalisierten bereits Unterstützung. Auch Radiochef Karl Amon will „vernünftige Verhältnisse“ schaffen.
DerStandard.at
Wikileaks-Gründer Julian Assange macht TV-Show in Russland
veröffentlicht am 26.01.2012 07:50 Uhr in TV/RadioDer staatliche russische TV-Sender Russia Today, ein englischsprachiger Propaganda-Kanal des Kreml, hat die Rechte an einer zehnteiligen Interview-Reihe von Wikileaks-Gründer Julian Assange mit "politischen Playern, Vordenkern und Revolutionären" gekauft. Die Serie soll unter dem Titel "The World Tomorrow" ab Anfang März ausgestrahlt werden. Alexander Lebedev, der russische Eigentümer der britischen Tageszeitungen Independent und London Evening Standard, kommentiert auf Twitter: "Schämen Sie sich, Mr. Assange! Man kann sich schwerlich ein armseligeres Ende für einen Herausforderer der Weltordnung vorstellen als das eines Angestellten des staatlich kontrollierten Russia Today."
Guardian.co.uk
Analyst rät Hollywood-Studios zu früheren VoD-Starts
veröffentlicht am 25.01.2012 14:14 Uhr in TV/RadioDas amerikanische Finanzanalyse-Unternehmen BTIG hat den Hollywood-Studios empfohlen, ihre Vertriebsstrategie möglichst rasch zu ändern. So rät der Analyst Richard Greenfield in seinem BTIG-Blog, neue Filme am gleichen Tag, an dem sie in den Kinos anlaufen, auch via Internet als Video-on-Demand (VoD) anzubieten – zu einem Preis von 20 bis 25 Dollar für das Ausleihen. Derzeit gibt es zwischen dem Kinostart und dem Start des VoD-Angebots in der Regel ein Zeitfenster von drei Monaten. Laut Greenfield ist die Gewinn-Marge für die Studios bei VoD deutlich höher als bei den Kinoerlösen, außerdem werde eine Zuschauergruppe angesprochen, die nicht mehr ins Kino ginge. Mehrere Hollywood-Studios wie etwa Warner Bros., Sony, Universal und Paramount haben in den vergangenen Monaten mit früheren Terminen für den VoD-Start experimentiert, waren dafür aber vom Verband der Kinobesitzer, der National Association of Theater Owners, heftig angegriffen und teilweise sogar boykottiert worden.
Paid Content
Julian Assange arbeitet an eigener TV-Talkshow
veröffentlicht am 24.01.2012 14:25 Uhr in TV/RadioWikiLeaks-Gründer Julian Assange startet Mitte März eine eigene TV-Talkshow, in der er sich mit „wichtigen Politikern, Intellektuellen und Revolutionären aus aller Welt“ über Zukunftsfragen unterhalten will. Geplant seien zehn halbstündige Sendungen, die im Wochenrhythmus gezeigt werden. In einer Pressemitteilung auf der WikiLeaks-Site wird allerdings kein konkreter Sender genannt. Es heißt lediglich, es gebe Rechtezusagen, über die „600 Millionen Zuschauer via Kabel, Satellit und terrestrischer Ausstrahlung“ erreicht werden können. Sender, die ebenfalls Ausstrahlungsrechte erwerben wollen, sollten sich an die Produktionsfirma Quick Roll Productions wenden, heißt es weiter. Gegen Assange, der derzeit in Großbritannien lebt, liegt weiterhin ein Auslieferungsantrag der schwedischen Justizbehörden vor. Assange soll während eines Besuchs in Schweden im Jahre 2010 zwei Frauen sexuell genötigt haben. Er bestreitet die Vorwürfe und wartet derzeit auf eine Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof in London, der über seinen Antrag gegen eine Auslieferung an Schweden zu entscheiden hat.
WikiLeaks
© Redbox
Traditionelle Videotheken stehen in den USA vor dem Aus
veröffentlicht am 24.01.2012 12:34 Uhr in TV/RadioDas Verleihgeschäft traditioneller Videotheken nähert sich in den USA seinem Ende. Laut Marktforscher NPD Group ist der Umsatz mit dem Verleih von DVDs und Blu-Ray-Discs 2011 gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent gesunken. Betroffen davon ist insbesondere die Videoverleihkette Blockbuster. Die Kette, zu der einst 4000 Läden in den USA und Kanada gehörten, verfügt mittlerweile nur noch über etwa 600 Stores, von denen in den nächsten Wochen zahlreiche weitere geschlossen werden sollen. Großer Gewinner ist dagegen der Anbieter Redbox, der DVDs, Blu-Ray-Discs und Games über Automaten verleiht. Redbox konnte seinen Marktanteil von 25 Prozent im Jahre 2010 auf 37 Prozent im vergangenen Jahr ausbauen, der von Blockbuster fiel von 17 auf 6 Prozent. Der Online-Videostreaming-Anbieter Netflix, der neben seinem Video-on-Demand-Service auch physische Datenträger via Postversand verleiht, hält unverändert einen Marktanteil von 30 Prozent.
Marketing Daily
Medienkonzerne bieten um türkische ATV-Sabah Group
veröffentlicht am 23.01.2012 14:25 Uhr in TV/RadioDie Medienkonzerne News Corp., Time Warner, RTL Group und ProSiebenSat.1 sowie das Venture-Capital-Beteiligungsunternehmen Texas Pacific Group bieten um ATV-Sabah, die zweitgrößte Mediengruppe in der Türkei nach der Dogan Media Group. ATV-Sabah betreibt ein populäres TV-Programm und gibt die Zeitung Sabah heraus. Der Unternehmenswert soll zwischen 700 Millionen und 1,25 Milliarden Dollar liegen. Laut Financial Times zweifeln jedoch die bietenden Unternehmen daran, dass es tatsächlich zu einem Verkauf kommt. Derzeit, so heißt es, würden die Übernahmeangebote in der Größenordnung von rund einer Milliarde Dollar liegen.
Financial Times
Endemol einigt sich mit Gläubigern
veröffentlicht am 20.01.2012 12:12 Uhr in TV/RadioDer TV-Produzent Endemol hat sich mit mehr als zwei Dritteln seiner Gläubiger auf einen Plan geeinigt, wie der aufgehäufte Schuldenberg in Höhe von 2,8 Milliarden Euro reduziert werden soll. Demzufolge sollen die drei Anteilseigner Mediaset, Capital Partners und Cyrte ihre Anteile auf unter 50 Prozent reduzieren und so an Einfluss auf das Unternehmen verlieren. Die Schulden werden auf rund 500 Millionen Euro reduziert. Das Trio behält seine Sitze im Endemol-Aufsichtsrat, dieser wird aber um Mitglieder der weiteren Gläubiger Apollo Management, Centrebridge, Providence Equity Partners und Barclays ergänzt.
Telegraph.co.uk
Huffington Post plant Nachrichtensender im Web
veröffentlicht am 19.01.2012 11:01 Uhr in TV/RadioNeue Konkurrenz für Nachrichtenkanäle wie CNN: Die AOL-Tochter Huffington Post Media Group will einen Online-Videokanal launchen. Noch wurde das Projekt nicht öffentlich angekündigt, jedoch ließ AOL-Vorstand Tim Armstrong bereits entsprechende Bemerkungen fallen, die nicht unbemerkt blieben. In dem Kanal soll 320-köpfigen Huffpo-Team die wichtigsten Nachrichten des Tages kommentieren. Auf diese Weise will das Unternehmen dem Bedarf der Werbekunden an hochwertigen Online-Bewegtbildumfeldern ein Angebot entgegensetzen
LA Observed
Lionsgate übernimmt Summit Entertainment
veröffentlicht am 16.01.2012 14:14 Uhr in TV/RadioDas amerikansche Filmstudio Lionsgate übernimmt Summit Entertainment für 412,5 Millionen Dollar. Damit fusionieren die beiden größten unabhängigen Studios in Hollywood. Die Unternehmen führten mit zahlreichen Unterbrechungen bereits seit 2008 Übernahmegespräche. Für Branchenbeobachter ist die jetzige Fusion Zeichen einer zunehmenden Konsolidierung in der Entertainment-Branche. Beide Studios waren in den vergangenen Jahren besonders erfolgreich mit Filmen für die Zielgruppe der jungen Erwachsenen, Summit mit seinen „Twilight“-Filmen, Lionsgate mit „The Hunger Games“. Die Unternehmen sitzen nur wenige Straßen voneinander entfernt in Santa Monica und spielten an den Kinokassen allein in den USA 2010 zusammen rund eine Milliarde Dollar ein.
Los Angeles Times
Spanien plant massive Einsparungen bei regionalen TV-Sendern
veröffentlicht am 16.01.2012 12:02 Uhr in TV/RadioDie neue konservative Regierung in Spanien plant offenbar massive Einsparungen bei den aus Staatsgeldern finanzierten lokalen und regionalen Fernsehsendern. Wie die Financial Times berichtet, könnten viele der Lokalsender im Zuge der staatlichen Sparmaßnahmen sogar ganz geschlossen oder aber privatisiert werden. Kurz zuvor hatte die Regierung bereits klargestellt, dass der landesweite Staatssender RTVE auch künftig auf Werbeeinnahmen verzichten muss. Die Werbemöglichkeiten auf RTVE waren erst vor drei Jahren von der sozialistischen Vorgängerregierung abgeschafft worden.
Financial TimesDer Neueste Blog
VWs Super Bowl-Spot: Und der Hund ist noch besser als der Mini-Darth-Vader!
Wird die Werbepause beim Super Bowl die erste offizielle Bühne für Cannes? Zumindest der VW-Spot wird wohl auch im Juni an der Côte d'Azur für Aufmerksamkeit sorgen, glaubt Lena Herrmann. Zumindest, wer sich die Mühe macht, den Spot genau anzuschauen und nicht nur den süßen Mini-Darth-Vader zurück haben will.
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