RTL II kauft umfangreich bei Kloiber ein
veröffentlicht am 12.01.2007 17:30 Uhr in TV/Radio
RTL II hat sich mit Programmen aus dem Fundes seines Gesellschafters Tele München Gruppe (TMG) eingedeckt. Der Sender habe mit TMG einen Programmdeal über ein umfangreiches Spielfilm- und Serienpaket abgeschlossen, hieß es in einer Mitteilung des Münchner TV-Anbieters. RTL II sichert so unter anderem exklusiv die Rechte an der Ausstrahlung der zehnten und letzten Staffel von "Stargate". Ein weiterer Schwerpunkt des umfangreichen Programmpaketes sind den Angaben zufolge die Rechte an Spielfilmen wie "Scooby Doo", "Der Schakal", oder "Bean – Der ultimative Katastrophenfilm".
RTL II-Programmdirektor Axel Kühn: "Der Abschluss des Programmdeals unterstreicht die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Tele München Gruppe und RTL II. Mit dem TMG-Paket bietet RTL II seinem Publikum weiterhin eine erstklassige Programmqualität bei Spielfilmen und Serien und wird in 2007 Maßstäbe setzen." RTL II und Herbert Kloibers TMG arbeiten auch in anderen Bereichen zzusammen; so strahlt RTL II beispielsweise das Animation-Highlight "One Piece" aus. Außerdem produziert die TMG-Tochter Prisma verschiedene Folgen für das Erfolgsformat "Frauentausch".
Die TMG hält zusammen mit Disney 31,5 Prozent an RTL II.
"Rheinische Post" will Mehrheit an AZ Media
veröffentlicht am 11.01.2007 17:30 Uhr in TV/Radio
Der Verlag der Rheinischen Post will laut einer Mitteilung der Potsdamer Medienkontrollkommission KEK die Mehrheit an der Firma AZ Media TV des Unternehmers Andre Zalbertus übernehmen. Demnach hat die AZ Media TV GmbH angezeigt, dass ihre bisherige Haupteignerin AZ Media GmbH ihren 75,2-Prozent-Anteil an die Rheinisch Bergische TV GmbH übertragen will. Bei der Käuferin handelt es sich um eine Tochter der Rheinisch Bergischen Verlagsgesellschaft, die sich derzeit in der Gründung befindet. Die restlichen 24,8 Prozent sollen der KEK zufolge weiterhin beim Verlaghaus Madsack verbleiben.
Die AZ Media TV besitzt als unabhängiger Drittanbieter die Sendelizenz für ein RTL-Fenster. Einwände gegen den Einstieg hat die KEK nach eigenen Angaben nicht, da "die redaktionelle, rechtliche und finazielle Unabhängigkeit der Fensterprogrammveranstalterin AZ Media TV GmbH von der Hauptprogrammveranstalterin RTL nicht berührt" werden würde.
Hinter AZ Media steht der Manager Andre Zalbertus. Seit einigen Wochen kursierten Gerüchte, Zalbertus plane den Verkauf seiner Produktionsfirma AZ Media TV, um sich auf den Ausbau der lokalen Fernsehsender Center.TV zu konzentrieren. Sie werden bisher in Köln und Düsseldorf in die Kabelnetze eingespeist. Berührungspunkte zwischen AZ und Rheinischer Post gibt es bereits: an Zalbertus' Ballungsraum-TV-Kette Center.TV hält die Rheinische Post 30 Prozent des Düsseldorfer Senders.
AS&S meldet Umsatzplus
veröffentlicht am 11.01.2007 17:30 Uhr in TV/RadioEin erneutes Bruttoumsatz-Plus für 2006 meldet der Vermarkter ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) . "Mit einer erneuten Umsatzsteigerung um mehr als fünf Prozent auf insgesamt rund 670 Millionen Euro brutto sind wir im letzten Jahr voll im positiven Wind der Fußball-WM gesegelt", bilanziert AS&S-Geschäftsführer Achim Rohnke. Knapp 430 Millionen Euro gehen dabei auf das Konto von Hörfunk (+ 3,2 Prozent), mehr als 240 Millionen kommen aus dem Werbeumfeld des ARD-Fernsehens (+ 9,1 Prozent). Auch für dieses Jahr rechnet das Unternehmen "mit einem weiteren positiven Umsatztrend". Für 2007 steht laut Rohnke im Hörfunk die Umsetzung der strategischen Partnerschaften ganz oben auf der Agenda. Hier führe man bereits konkrete Gespräche mit potenziellen Kandidaten.
Kloiber wird Honorarprofessor an der HFF
veröffentlicht am 11.01.2007 17:30 Uhr in TV/RadioHerbert Kloiber ist zum Leiter der Abteilung Produktion und Medienwirtschaft sowie zum Honorarprofessor an der Hochschule für Fernsehen und Film München ernannt worden. Kloiber, geschäftsführender Gesellschafter der Tele München Gruppe, soll wesentlich zur Entwicklung und Ergänzung des Lehrangebots an der HFF München beitragen, hieß es.
Neue Aufgaben für Andreas Krobok
veröffentlicht am 11.01.2007 17:30 Uhr in TV/RadioAndreas Krobok ist neuer Audio-Leiter bei der Finanz- und Wirtschafts-Nachrichtenagentur dpa-AFX in Frankfurt. Der 36-Jährige übernimmt damit die redaktionelle Gesamtverantwortung für die beiden Bereiche Radio und Podcast unter dem Dach von dpa-AFX Audio. Als Anchorman Börse spricht Krobok für zahlreiche deutsche Radiosender wie zum Beispiel Hit Radio FFH und RPR1. Andreas Krobok ist seit Ende 2000 bei dpa-AFX und war zuletzt als Audio-Redakteur tätig. Er löst Andreas Albrecht ab, der das Unternehmen verlassen hat, um andere Aufgaben in der dpa-Gruppe zu übernehmen.
Telepool vertreibt RTL-Produktionen
veröffentlicht am 11.01.2007 17:30 Uhr in TV/RadioDer Vertriebs-Profi Telepool wird für RTL aktiv: Die Tochter der Sender BR, MDR, SWR und der Schweizerischen SRG hat zum Januar 2007 die internationalen Rechte an den RTL-Produktionen erworben. Der mehrjährige Outputdeal umfasse alle neuen Produktionen, darunter "Die Anwälte" mit Kai Wiesinger in seiner ersten Serienrolle und das Event-Movie "Prager Botschaft" über die historischen Ereignisse im Jahre 1989 sowie die auch im Ausland erfolgreichen RTL-Serien "Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei" und "Im Namen des Gesetzes", hieß es in einer Mitteilung des Kölner Senders.
Mehr Zulauf bei der zweiten Klum-Show
veröffentlicht am 11.01.2007 17:30 Uhr in TV/Radio
Für die zweite Staffel der ProSieben-Castingshow "Germany's next Top-Model – by Heidi Klum" haben sich bis 31. Dezember knapp 14.300 Bewerberinnen gemeldet. Das Casting der ersten Runde machten rund 11.700 Bewerberinnen mit. Überhaupt sieht sich der Münchner Privatsender für neue Debatten rund um den Model-Contest gewappnet. "Wir haben bei der ersten Ausstrahlung Rückgrat bewiesen und werden es auch dieses Mal tun", sagte ProSieben-Unterhaltungschef Jobst Benthues. Die Reihe wird vom 1. März an in zwölf Folgen und einem Finale ausgestrahlt. 15 Nachwuchs-Models kämpfen um den Sieg in "Germany's next Top-Model". ProSieben wird wegen des Zuschauererfolges der ersten Staffel die Sendezeit der zweiten fast verdoppeln und jede Ausgabe auf zwei Stunden verlängern.
Im vergangenen Jahr hatte die erste Staffel mit Model Heidi Klum als Präsentatorin des Wettbewerbs heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit ausgelöst, weil die Sendung möglicherweise junge Frauen zur Magersucht verführen und Illusionen von einer nicht realisierbaren Karriere bei ihnen auslösen könnte. "Genau diese Vorwürfe haben wir widerlegt", sagte Benthues. Aus den Final-Teilnehmerinnen sei etwas geworden.
Jauchs Absage löst neue Diskussion bei ARD aus
veröffentlicht am 11.01.2007 12:30 Uhr in TV/Radio
Dass Günther Jauch nun doch keine politische Talkshow für die ARD moderieren und die Nachfolge von Sabine Christiansen antreten wird, hat eine neue Diskussion um dem Sendeplatz entfacht. Der NDR, zuständig für den Sendeplatz von Christiansens Polittalk am Sonntagabend, will nach den Worten von Programmdirektor Volker Herres eine "rasche Alternative" finden. Umgehend brachte SWR-Intendant Peter Voß als neuen Moderator Frank Plasberg ins Gespräch, der "Hart, aber fair" im WDR-Fernsehen präsentiert. Plasberg selbst sagte den "Lübecker Nachrichten" (Freitag-Ausgabe), er stehe zur Verfügung, wenn er gefragt würde.
Voß betonte, die Absage Jauchs sei "zwar schade, sie ist aber kein Beinbruch. Ohne Jauch geht's auch". Die von Jauch kritisierte künftige Zuordnung der politischen Talkshow zur Koordination Politik, Gesellschaft und Kultur nannte Voß überfällig. Günther Jauch, der im September bei der ARD einsteigen sollte, hatte unter anderem kritisiert, dass seine Show den Chefredakteuren unterstellt werden sollte. "Damit wäre nach meiner Auffassung die Sendung dem ständigen Risiko ausgesetzt, zum Spielball der politischen Farbenlehre innerhalb der ARD zu werden."Er sagte auch, dass die ARD darauf gedrungen habe, er solle "journalistisch exklusiv" für "das Erste" tätig sein und eine weitere Sendung übernehmen. "Ich wollte aber keine Zusagen über den Sonntagabend hinaus geben." Auch Wortmeldungen aus den Reihen der Rundfunkräte seien nicht immer hilfreich gewesen. Die ARD hätte ihm zwar seine Werbeaktivitäten nicht untersagt, aber auf der anderenSeite habe er bereits seine Werbeverträge gekündigt oder auslaufen lassen.
In den vergangenen Wochen hatte es zunehmend ARD-intern kritische Stimmen zur Verpflichtung Jauchs gegeben. So sagte die künftige WDR-Intendantin Monika Piel – wenn auch nicht mit Blick auf Jauch –, dass sich künftig prominente Moderatoren entweder für das Privatfernsehen oder für die ARD entscheiden müssten. Jauchs Haussender RTL begrüßte seine Entscheidung gegen das ARD-Engagement.
Des Weiteren steht jetzt fest, dass die Ski-Fans in diesem Winter auf die Kamerafahrten und Analysen des Olympiasiegers Markus Wasmeier in der ARD verzichten müssen. Weil der 43-Jährige für ein Computer-Winterspiel von Konkurrent RTL Werbung machte, beendete der öffentliche-rechtliche Fernsehsender die Zusammenarbeit mit seinem Experten. Wasmeier, der mit den Werbe-Auftritten gegen eine ARD-Richtlinie verstieß, hofft auf eine Fortsetzung seines Engagements.
Nielsen-Zahlen: Werbespendings überschreiten 20-Milliarden-Grenze
veröffentlicht am 10.01.2007 17:30 Uhr in TV/Radio
Zumindest nach Bruttowerbeinvestitionen ist 2006 ein erfolgreiches Jahr gewesen. Die Ausgaben in den klassischen Medien beliefen sich laut dem Medien- und Werbeforschungsunternehmen Nielsen Media Research im vergangenen Jahr auf insgesamt 20,1 Milliarden Euro. Dieses entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Plus von 5,1 Prozent bzw. 977 Millionen Euro. Erstmals haben die klassischen Medien damit die 20-Milliarden-Euro-Grenze übersprungen. "Zur positiven Entwicklung des Bruttowerbemarktes 2006 haben neben der generellen konjunkturellen Belebung ebenfalls die erhöhten Werbeaufwendungen vor der Fußball-WM sowie die 2007 anstehende Mehrwertsteuererhöhung beigetragen," so Nielsen-Geschäftsführer Ludger Wibbelt. Für 2007 erwartet Wibbelt ebenfalls eine positive Entwicklung des Bruttowerbemarktes der klassischen Medien, "wenn auch auf einem etwas niedrigerem Niveau als in 2006", wie es in der Nielsen-Mitteilung heißt.
Alle Medien schlossen dabei mit einem Plus ab: Die höchsten Werbeumsätze verbuchte erneut die Fernsehwirtschaft mit 8,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Medium Radio erzielte mit einem Plus von 4,5 Prozent insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 6,3 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp 4,2 Milliarden Euro ein Wachstum von 7,2 Prozent gegenüber 2005. Die Werbeeinnahmen von Plakat wuchsen um 5,8 Prozent auf fast 681 Millionen Euro. Die Fachzeitschriften konnten in diesem Jahr die höchste prozentuale Wachstumsrate mit einer Steigerung von 9,2 Prozent auf rund 440 Millionen Euro verzeichnen.
Zu den Branchen: Mit einem Plus von knapp 200 Millionen Euro konnte das dynamischste Wachstum bei der Telekommunikationsbranche beobachtet werden. Daneben ist auch ein starkes Wachstum der Werbeinvestitionen der Medien zu verzeichnen, vor allem bei Zeitungs-Werbung (plus 139 Millionen Euro) und Publikumszeitschriften-Werbung (plus 51 Millionen Euro). Die werbeintensivste Branche 2006 bleibt jedoch der Handel mit Werbeinvestitionen in Höhe von 2,0 Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent).
Das Vierte nimmt Programmfenster auf
veröffentlicht am 10.01.2007 17:30 Uhr in TV/Radio
Der Free-TV-Sender der deutschen NBC-Universal-Familie, Das Vierte, wird ab Februar mit Programmfenstern aufgepeppt. Ab dem 12. Februar zeigt der Münchner Sender via Satellit und digitalem Kabel vormittags erstmals Kinderfernsehen. Möglich macht es eine Vereinbarung mit Your Family Entertainment (YFE). Wochentäglich von 6.00 bis 9.00 Uhr wird der Sender künftig Serien und Filme für Kinder von drei bis 13 Jahren aus dem YFE-Rechtekatalog ausstrahlen. Dazu gehören Serien wie "Timmy geht zur Schule", "Marvin, das steppende Pferd", "Tiki Turtles Insel" oder "Papyrus". YFE, früher RTV, hat bereits Erfahrung mit Programmfenstern im Free-TV: Das Unternehmen hatte lange ein Fenster bei Super RTL bestückt. Stefan Barchfeld, Commercial Director NBC Universal Global Networks Deutschland, hofft nun darauf, "neue Zielgruppen zu erschließen".
Des Weiteren geht aus der Programmvorschau hervor, dass ab 12. Februar auch die Zeitschiene nach 9.00 Uhr geändert wird. Zwischen neun und zehn wird dann gekocht. "So schmeckt die Welt" und "Echt lecker" sind Kochformate des Kölner Spartensenders TV Gusto.
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