Werder Bremen und Bwin gehen nach Karlsruhe
veröffentlicht am 26.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio
Werder Bremen ist im Streit um das Werbeverbot für private Sportwettenanbieter vor das Bundesverfassungsgericht gezogen. Der Verein hat nach eigenen Angaben am 13. Oktober Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe eingelegt. Sie richtet sich gegen die Untersagung von Werbung für den Werder-Hauptsponsor Bwin. Der Sportwettenanbieter hat sich der Beschwerde angeschlossen. Die Freie Hansestadt Bremen hatte dem Bundesliga-Tabellenführer bereits im Juli jegliche Werbung für Sportwetten untersagt. Gegen dieses Verbot ist Werder Bremen gerichtlich vorgegangen, im Eilverfahren jedoch ohne Erfolg. "Es ist im Interesse unserer Partner im Sportbereich, diese Frage endlich klären zu lassen. Werder Bremen hat unsere volle Unterstützung", erklärte Bwin-Direktor Jörg Wacker. Sein Unternehmen will als Konsequenz aus der unsicheren Rechtslage sein finanzielles Engagement in Deutschland deutlich zurückfahren. Im nächsten Jahr wird der Etat um knapp 40 Millionen Euro gekürzt, für das laufende Jahr hatte Wacker den Marketing-Etat auf 64 Millionen Euro beziffert. Darunter dürfte auch der Münchner Sportkanal DSF leiden, der Spots von Bwin ausstrahlt.
Zusätzlich hat der Wettanbieter Fluxx mitgeteilt, dass der Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf nach Meinung von Kartell- und Europarechtsexperten weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Ausgestaltung des deutschen Glücksspielmarkts habe. Der Kartellsenat des OLG hatte am Montag den Sofortvollzug des Kartellamtsbeschlusses zum Lottovertrieb wiederhergestellt und in seiner Urteilsbegründung schwerwiegende Wettbewerbsverstöße des Deutschen Lotto- und Totoblocks bestätigt. Fluss zitiert den EU- und Kartellrechtsexperten Andreas Rosenfeld, der betont, dass der OLG-Beschluss "eine deutliche Weichenstellung, wenn nicht sogar das juristische Aus für den im Entwurf vorliegenden Glücksspielstaatsvertrag" sei. In Verbindung mit der in der aktuellen "Spiegel"-Ausgabe geäußerten deutlich ablehnenden Haltung von EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy, sei die Debatte in juristischer Hinsicht bereits entschieden. Die Länder hatten letzte Woche angekündigt, am staatlichen Lotto- und Wettmonopol festhalten zu wollen.
RTL-Zuschauer können Radio-7-Gewinnspiel erraten
veröffentlicht am 26.10.2006 18:30 Uhr in TV/RadioDer Radiosender Radio 7 bewirbt sein Gewinnspiel "Das Geheime Geräusch" beim TV-Sender RTL. Am kommenden Sonntag, den 29. Oktober, wird Radio-7-Morgenmann Andi Scheiter in der ersten Werbepause nach dem RTL-Wetter detaillierte Hinweise für das "Geheime Geräusch" geben. Am Folgetag können die Zuschauer, die die richtige Antwort wissen, ab 6.00 Uhr morgens bei Radio 7 anrufen und rund 55.000 Euro gewinnen.
Hit-Radio Antenne startet Bundesliga-Radio
veröffentlicht am 26.10.2006 18:30 Uhr in TV/RadioMit dem Heimspiel von Hannover 96 gegen den VFL Bochum am 3. November startet erneut das Hit-Radio Antenne Bundesliga Radio im Großraum Hannover. Zu jedem Spiel von Hannover 96 in der AWD Arena wird das Radio auf der UKW–Frequenz 100,0 MHz gesendet. Die Antenne-Reporter berichten über Aktuelles, Hintergründe, Verkehrsinformationen für die An- und Abreise, Fan- und Promi-Talks und natürlich das Spiel. "Besonders für unsere Werbekunden wird eine hochgradig affine Zielgruppe erreicht. Unser Verkauf hat für unsere nationalen und regionalen Kunden verschiedene Sponsoring Pakete erarbeitet. Diese bieten die exklusive Besetzung eines einmaligen Radioformates mit perfekter Zielgruppengenauigkeit", erklärt Hit-Radio-Antenne-Chef Kai Fischer. Die Sendezeiten vom Hit-Radio Antenne Bundesliga Radio orientieren sich nach den Spielzeiten am Freitag, Samstag und Sonntag.
ARD zeigt Schmidt-Show "Pssst..."
veröffentlicht am 26.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio
TV-Entertainer Harald Schmidt startet Mitte Februar kommenden Jahres in der ARD die Neuauflage seiner Rateshow "Pssst...". Wie das Onlinemagazin "DWDL.de" berichtet, habe ein ARD-Sprecher dies bestätigt. Drei Wochen lang soll die 25-minütige Sendung vom 13. Februar an im Vorabendprogramm des Ersten jeweils von Dienstag bis Freitag laufen. Die Besetzung des prominenten Rate-Panels ist demnach allerdings noch unklar. Schmidt moderiert seit Ende 2004 in der ARD seine Late-Night-Show "Harald Schmidt".
Die Rateshow lief bereits bis 1995 im WDR-Fernsehen. Im Rateteam der Quizsendung um Geheimnisse saßen früher Elke Heidenreich, Mariele Millowitsch, Ingolf Lück und Herbert Feuerstein. Zuletzt hatte die TV-Zeitschrift "Hörzu" gemeldet, dass Schmidt auch mit seinem früheren Sender Sat.1 über die Rateshow verhandelt. Die ARD hatte demnach lange über die finanziellen Details von "Pssst..." gegrübelt.
ProSieben fährt mit "Stars auf Eis" gute Quoten ein
veröffentlicht am 26.10.2006 18:30 Uhr in TV/RadioDer Privatsender ProSieben hat mit der ersten Live-Show seines neuen Formats "Stars auf Eis – von und mit Katarina Witt" einen deutlichen Quotenzuwachs erreicht. Bis zu 3,63 Millionen Zuschauer verfolgten nach Senderangaben die Eiskunstlauf-Show. In der werberelevanten Zielgruppe erzielte die Sendung einen durchschnittlichen Marktanteil von 11,6 Prozent.
Premiere engagiert Rudi Assauer
veröffentlicht am 26.10.2006 18:30 Uhr in TV/RadioRudi Assauer, ehemaliger Manager des Fußball-Bundesligisten "Schalke04" , soll eine eigene Talkshow beim Pay-TV-Anbieter Premiere moderieren. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe) tritt der 62-jährige bereits am kommenden Samstag zu einer ersten Aufzeichnung an. Als ersten Gast werde Assauer Hans Meyer, Trainer vom 1. FC Nürnberg, begrüßen. Nach "Bild"-Angaben wird Premiere das 30-minütige Format alle 14 Tage ausstrahlen. Der Ex-Schalker bestätigte dem Blatt seine Ambitionen aufs TV-Geschäft: "Mal gucken, ob ich das schaffe. Wenn es nicht gut läuft, steige ich sofort aus. Da bin ich wirklich kein bisschen eitel."
Medienaufsicht: Stadelmeier fordert Zentralstelle
veröffentlicht am 26.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio
In der Debatte um die Reform der Medienaufsicht hat der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Martin Stadelmeier, erneut eine zentrales Organ gefordert. Er regt die Schaffung der "Zentralstelle für Rundfunk und Telekommunikation" an. Die heutige Struktur der Landesmedienanstalten sei nicht mehr zeitgemäß, sagte der Staatssekretär auf dem Medienpolitischen Colloquium des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik in Berlin. Um die Herausforderungen für den bundesweiten Rundfunk und so genannte Telemedien zu lösen, sei eine Zentralstelle nötig. Dabei gehe es weniger um klassische Zulassungen, sondern vor allem um die anstehenden Fragen, wer etwa die Frequenzen für das Handy-Fernsehen DVB-H erhalten solle.
Landesspezifische und bundesweite Aufgaben müssten getrennt werden, so Stadelmeier. Bei der Zentralstelle könnten nach Stadelmeiers Vorstelllungen die bereits bestehenden Kommissionen für Jugendschutz (KJM) und zur Ermittlung der Konzentration (KEK) angesiedelt werden, ebenso noch zu bildende Kommissionen für Zugang, Technik und Innovation.
Neun Live hat Russland im Visier
veröffentlicht am 26.10.2006 18:30 Uhr in TV/RadioLaut einem Bericht des Magazins "Werben & Verkaufen" peilt der Münchner Mitmachkanal Neun Live Russland als nächstes Ziel an. Wie auch schon bei den Sendungen für den Nahen Osten soll das Programm für Russland am Unternehmenssitz des ProSiebenSat.1-Kanals in Unterföhring produziert werden. Derzeit suche der Sender russisch-sprechende Redakteure, die die Call-TV-Sendungen für den russisch-sprachigen Raum vorbereiten sollen, so "W&V" in der aktuellen Printausgabe.
Verkauf von Sportfive könnte eine Milliarde Euro einbringen
veröffentlicht am 25.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio
Der Verkauf des Sportrechtevermarkters Sportfive könnte nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe) bis zu einer Milliarde Euro bringen. An dem Unternehmen seien zahlreiche Finanzinvestoren interessiert, berichtet die "FAZ" ohne Quellen zu nennen. Zu dem Bieterkreis zählten Hellman & Friedman, BC Partners, Permira und Providence Equity. Derzeit haben die Interessenten dem Bericht zufolge die Möglichkeit zur Unternehmensprüfung. Dem Vernehmen nach sollen sie Anfang November verbindliche Gebote vorlegen, hieß es. Eine Entscheidung werde noch in diesem Jahr erwartet.
Schätzungen zufolge könnten die derzeitigen Eigentümer um den Finanzinvestor Advent International beim Komplettverkauf von Sportfive 750 Millionen bis eine Milliarde Euro bekommen. Zum Vergleich: Beim Einstieg von Advent, der zuletzt 65 Prozent hielt, wurde das Unternehmen vor zweieinhalb Jahren noch mit lediglich 550 Millionen Euro bewertet. 25 Prozent liegen bei der zum Bertelsmann-Konzern gehörenden RTL Group.
Der Sportspezialist erwirtschafte mit seinen rund 400 Mitarbeitern bei einem Umsatz von einer halben Milliarde Euro einen operativen Gewinn von knapp 100 Millionen Euro, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf Branchenexperten. In der Bundesliga hat Sportfive mit Borussia Dortmund, dem Hamburger SV, dem 1. FC Nürnberg, Hertha BSC Berlin, Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt fünf Vereine langfristig unter Vertrag.
Fußball: Premiere muss wieder an ATV liefern
veröffentlicht am 25.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio
Die neue Regelung für die österreichische Bundesliga hielt nur ein Spielwochenende: Das Landgericht München hat Premiere mit sofortiger Wirkung per EV untersagt, dem ORF das Signal der T-Mobile Bundesliga und der Red Zac Ersten Liga zu geben. Die Münchner Pay-TV-AG muss dem Privatsender ATV das Signal wieder zur Verfügung zu stellen. Nach dieser Entscheidung könne ATV seinen Verpflichtungen wieder nachkommen und die Fußballsendungen der T-Mobile Liga und der Red Zac Ersten Liga zu den gewohnten Zeiten ausstrahlen, hieß es in einer Mitteilung des ATV-Gesellschafters Tele München Gruppe. Zusätzlich werde am kommenden Samstag zum zweiten Mal "Volltreffer live - Deutsche Bundesliga" bei ATV zu sehen sein. Diese Rechte hat sich die Tele München beim Premiere-Konkurrenten Arena gesichtert.
Premiere hatte den Partner gewechselt, nachdem ATV die Zahlungen für die Austria-Liga-Rechte gekürzt hatte. Argument des Wiener Privatsenders: Da der ORF nach Gerichtsbeschluss auch die Kurzberichterstattung zu den Ligen liefern darf, sind die Free-TV-Rechte weniger wert, die sich ATV von Premiere langfristig gesichert hatte. Premiere hatte darauf hin vor gut zehn Tagen den ORF zum Free-TV-Partner erkoren. Der Rechtsstreit zwischen ATV und Premiere läuft derzeit in München.
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