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Charlotte Seeling
Charlotte Seeling

Charlotte Seeling:Der Alpen-Traum

veröffentlicht am 26.08.2009 um 14:14 Uhr · Köpfe · Artikel

Charlotte Seeling lebte bereits sechs Jahre im österreichischen Mieming, als sie begann, sich immer mehr mit einer Frage zu beschäftigen: "Warum kommen eigentlich so viele Menschen in die Berge? Und warum gibt es noch keine Zeitschrift für diese Leute?"

Eine erste Recherche am Kiosk brachte keine Antworten. Dort fand Seeling "nur Hefte übers Klettern und Skifahren". Aber nichts, was dieses besondere Lebens­gefühl in den Alpen einfing. Seeling, die lange in Frankreich wohnte, dachte eher an ein Magazin à la Coté Sud, das sich in opulenten Bildstrecken dem Flair mediterraner Landhäuser, Gärten, Landschaften, Gastlichkeit, Kunst und Kultur widmet. "So eine Zeitschrift, die einem ein Gefühl für die spezielle Lebensart vermittelt, egal ob man Besucher oder Einheimischer ist", dachte die Journalistin, "müsste es auch für die Alpen geben". Seitdem hat Seeling die Idee nicht mehr losgelassen. Aus den ersten Gedanken entstand nach und nach das Konzept für die Zeitschrift Alps.

Dabei hatte sich die Grande Dame des deutschen Modejournalismus eigentlich aus dem Metier zurückgezogen. Die frühere Chefredakteurin der Hochglanzblätter Cosmopolitan, Vogue und Marie Claire schrieb in den letzten Jahren vor allem Bücher über Gartenarchitektur und arbeitete als freie Autorin. Die Gesundheitszeitschrift My Magazine, bei der sie 2000 anheuerte, blieb ein kurzes Intermezzo und wurde nach wenigen Ausgaben eingestellt. Mit Alps aber sei es etwas anderes, sagt sie, „"as ist meine ureigenste Idee". Dieses "Baby" will sie nun "selbst entwickeln" und groß machen.

Inzwischen ist aus dem Konzept ein konkreter Plan geworden. Gemeinsam mit der Ex-Condé-Nast-Managerin Andrea Lindner-Varasteh hat Seeling einen Verlag gegründet. Bis zu 60 Investoren können dort Anteile erwerben. Von deren Resonanz hängt nun ab, ob und wann das Magazin an den Kiosk kommt. Rund drei Millionen Euro wollen die Verlegerinnen zum Start beisammen haben, der noch in diesem Jahr stattfinden soll.

Die Idee: Was "Mare" fürs Maritime ist, könnte diese Zeitschrift fürs Alpine werden: Das Magazin "Alps" - soll mit Reportagen über alpine Lebensart zwischen Mailand, München und Marseille eine Marktlücke am Kiosk besetzen. Noch werden Investoren gesucht.

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