Rene Zeman: Nonja und der Marketer
Der Orang-Utan Nonja machte im Wiener Zoo mit der neuen Kamera ST1000 von Samsung Schnappschüsse. Die Fotos gingen per WLAN an eine Microsite und Nonjas Facebook-Profil. Das Ergebnis: Noch heute, nach Abschluss der Aktion, hat Nonja rund 82 000 Fans aus allen möglichen Ländern. Zudem durfte Samsung den Clio-Award Silber in der Kategorie „Strategic Communications“ entgegennehmen (Agentur: Traktor, Wien).
Jetzt, nachdem der wochenlange Regen der Sonne gewichen ist, kann Rene Zeman wieder in den Tiergarten Schönbrunn gehen. Mit seinen zwei Kindern, fünf und eineinhalb Jahre, spaziert der Wiener gern an den Wochenenden durch den Zoo.
Zeman, der für Samsung Österreich Kameras oder Fernsehgeräte vermarktet, mag den Tiergarten sehr. "Ich habe sogar eine Jahreskarte dafür", erzählt er. Seit Ende 2009 gibt es für den Trade-Marketing-Manager zudem noch einen Grund mehr, dort seine Runden zu drehen. In einem der zahlreichen Gehege sitzt eine neue Freundin von ihm: ein 33-jähriges Orang-Utan-Weibchen, genannt Nonja. Die Affendame war der Star einer Facebook-Kampagne und hat dafür gesorgt, dass Rene Zemans Arbeitgeber sich Ende Mai einen Clio-Award in Silber abholen durfte.
Zwar knipst Nonja inzwischen keine Fotos mehr für Samsung. Der spielfreudige Menschenaffe mit dem sympathischen Grinsen und dem rotbraunen Fell dürfte aber Zeman helfen, den eigenen Kindern seine Arbeit zu erklären: eben Marketing.
Allerdings hatte sich der Samsung-Manager zuerst einen ganz anderen Beruf ausgesucht. Rund zehn Jahre bestimmte die Leichtathletik sein Leben. Anfang 20 traf er dann eine Entscheidung. „Ich hatte nicht mehr die Intention, mich jeden Tag mit fünf Stunden Training zu quälen“, so Zeman.
Schon früh hat der heute 41-Jährige sich Gedanken darüber gemacht, wie seine Karriere nach dem Leistungssport weitergeht. Ingenieur oder Marketer. Letztendlich entschied er sich für ein viersemestriges Marketing-Kolleg. Seine Vorliebe für Technik musste er allerdings nicht vernachlässigen. Die ersten Stationen im Job führten Zeman unter anderem zu Black & Decker, Canon, Electrolux und schließlich 2005 zu Samsung.
Dort, beim koreanischen Unterhaltungselektronikhersteller, traf er eben auch auf Nonja. Sie versteht nichts von der Glitzerwelt der Kreativpreise und musste in Wien bleiben, als ein Award winkte. Leider erging es so auch dem Marketer. Zeman konnte nicht zur Clio-Verleihung nach New York fahren. „Just an diesem Tag hatte ich meinen Umzug geplant“, sagt er mit Bedauern.
An den Wochenenden, wenn Zeman an Nonjas Gehege vorbeischlendert, kann er sich aber immer wieder ganz für sich allein über die Auszeichnung freuen.
App Redakteur








