Newsletter
  Newsletter  
W&V Mobile
  Mobile  
E-Paper
  E-Paper
 
Facebook
  Facebook  
Twitter
  Twitter  
RSS
  RSS
 
iPad
  iPad        
  • Die Meisterschale geht an Werder Bremen Zum Artikel...
  • Branded Entertainment: TBS und Facebook schnüren gemeinsames Paket Zum Artikel...
  • London, New York und Berlin verschwinden von der Facebook-Karte Zum Artikel...
  • Gelungenes Experiment: Social Media-Guidelines als Trickfilm Zum Artikel...
  • Zweischneidige Sache: Kinder mit dem iPad in der Hand Zum Artikel...
Torsten Ahlers: Neue Brücke für Seebären

Torsten Ahlers: Neue Brücke für Seebären

veröffentlicht am 29.07.2011 um 11:00 Uhr · Köpfe · Artikel

Als Hamburger Online-Kapitän hat Torsten Ahlers schon so manchen Sturm überstanden. Auch viele Flauten hat er mit der Online-Werbung erlebt. Einmal brach ihm sogar Mast und Schot. Auch auf dem Wasser ist der Hobbysegler das ein oder andere Mal gekentert, abgesoffen ist er jedoch nie. Das weiß auch Matthias Schrader. Der CEO von SinnerSchrader hat ihn jetzt für sein Adserver-Beiboot Newtention geholt, dort soll er sich um Marketing und Sales kümmern. Die Hanseaten kennen sich seit 1997, wissen also um die Qualitäten des jeweils anderen. Umso erfreuter reagierte Oliver Sinner, heute nur mehr Gesellschafter des Internet-Dienstleisters. Er postete auf Ahlers Facebook-Profil: "Wenn mir das einer vor zehn Jahren erzählt hätte..."

Ahlers glaubt nun, einen Job gefunden zu haben, der "eine nachhaltige Wachstumsperspektive aufweist". SinnerSchrader gilt unter den Internet-Dienstleistern als sehr solides Dickschiff. Börsennotiert, langsam, aber nie vom Kurs abgekommen oder gar in heftige Seenot geraten. Insofern kann sich Ahlers auch etwas Zeit nehmen mit dem neuen Kurs des Adserver-Beiboots der SinnerSchrader-Flotte. Sicher, es wird weiter Werbetechnik liefern, in erster Linie für E-Commerce-Firmen wie Tchibo, die den Großteil der SinnerSchrader-Heuer begleichen, sowie für Media-Agenturen wie Crossmedia oder OMD. Auf den Fahnen stehen Retargeting, die gezielte Auslieferung von Online-Werbung, verknüpft mit intelligenter Shoptechnik und den Abverkaufszahlen. Wohin die Reise geht, wird er mit Alt-Geschäftsführer Dirk Klose, auf der Brücke für Technik und Weiterentwicklung der Produkte zuständig, "wohlüberlegt in den kommenden Wochen festlegen".

Die Gewässer, in denen sich Ahlers’ neues Schiff bewegt, kennt er gut. Seine Heuer verdiente er zunächst als Sales-Chef bei Tomorrow Focus. Danach folgte die Brücke von AOL. Er schaffte es sogar, den Riesen vom Millerntor auf einen profitablen Kurs zu bringen. Kapitän Ahlers heuerte ab, als die US-Admiräle immer mehr globale Vorgaben machten, die zwei Jahre später in der weltweiten Haverie endeten. Sein letzter Arbeitgeber, AudienceScience, wie Newtention im Targeting-Geschäft unterwegs, ging aus Wunderloop hervor. Ahlers hätte hier beinahe selbst Schiffbruch erlebt. Die Firma galt lange als Nummer eins im Targeting-Markt, allerdings ohne je genügend Geld zu verdienen. Am Ende scheiterte ein lange angekündigter und ausgehandelter Verkauf an United Internet und die Telekom. "Rückblickend kein falscher Kurs", sagt Ahlers. Der Fehler sei gewesen, alles auf die Investoren zu setzen. Es folgten Insolvenz und Verkauf an den US-Konkurrenten AudienceScience. Als regionaler Steuermann hatte er dann aber schnell keinen Einfluss mehr auf den Kurs. Die Folge: Er ging im Januar. Aber nicht im Unfrieden – einer der ersten Gratulanten auf Ahlers Facebook-Profil war AudienceScience-CEO Jeff Pullen.

Social Bookmarking
Anzeige