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Vom Wäscher zum Werber

Vom Wäscher zum Werber

veröffentlicht am 31.07.2009 um 15:00 Uhr · Köpfe · Artikel

Fast ist es ihm etwas peinlich. Schon seit 24 Jahren arbeitet Alexander Bartel bei Heye & Partner. Und das in einer Branche, in der vor allem für Jüngere Job-Hopping wenn nicht zum guten Ton, so doch zur Karriereplanung gehört. Angefangen hatte der 47 Jahre alte Kreative einst als Layouter. Heute ist er Geschäftsführer bei der Unterhachinger Agentur, die Teil des weltweiten Networks DDB ist. "Die Aufgaben bei Heye waren immer interessanter als die neuen Jobs, die mir angeboten wurden", glaubt Bartel sich rechtfertigen zu müssen. Zudem wollte Heye den begeisterungsfähigen Werber nicht ziehen lassen. Auch nicht, als dieser sich selbstständig machen wollte.

Stattdessen gründete die Agen­tur gemeinsam mit ihm und zwei seiner Kollegen GBK, Heye in München. "Es hat unheimlich viel Spaß gemacht", erinnert sich das ADC-Mitglied. Die kreative Speerspitze unter dem Heye-Dach hatte Kunden wie die Süddeutsche Zeitung und McDonald’s Österreich betreut.

Dass Bartel einst in der Werbung landen würde, ist keine Überraschung. Schließlich arbeiteten die Eltern einst bei Dorland in München. Einer seiner beiden Brüder ist bei der Agentur KMS, ebenfalls München, angestellt. Alles eine Frage der Gene. Denn Bartels jüngster Sohn will gleichfalls Werber werden. Obwohl dieser abrät: "Du wirst dir die Finger wund arbeiten und wenig verdienen", so Bartels Warnung an den 20 Jahre alten Sproß.

Der Job füllt Bartel mehr als aus. Derzeit ist es vor allem der Bezahlsender Sky, der ihn permanent fordert – auch am Wochenende. Daher bleibt wenig Zeit für sein Lieblingshobby: Fliegenfischen. "Geangelt habe ich immer gern", sagt er. Per Zufall kam er dann zum Fliegenfischen. "Das hat etwas Ästhetisches", schwärmt Bartel.

Ein eher untypischer Zeitvertreib für Werber, denen gern nachgesagt wird, ihr Tag beginne eher später denn früher. Aber wer begeisterungsfähig ist, stellt sich auch frühmorgens um fünf in die Moosach und lässt die Rute kreisen.

Die Idee: Lange geben Eltern ihren Kindern Orientierung. Steht der Nachwuchs aber voll im Berufsleben, braucht es einen neuen Fixpunkt: W&V. Daher holte Heye die Eltern von Branchengrößen wie Joel Berger (MySpace) vor die Linse. Geschossen hat die Motive der bekannte Fotograf Niko Schmid-Burgk.

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