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Yunfeng Cui: Gegensätze vereinen

Yunfeng Cui: Gegensätze vereinen

veröffentlicht am 27.11.2009 um 09:18 Uhr · Köpfe · Artikel

Crossmedia-Spezialist Yunfeng Cui bringt für "Gala" Print und Video zusammen. Ein Porträt.

Er ist immer auf der Suche nach Inspiration für neue Werbeideen. Yunfeng Cui, Leiter Media Solutions & New Business bei G+J Media Sales, beobachtet dafür andere Länder und andere Mediengattungen. Als Mitte des Jahres in den USA die Zeitschrift "Entertaiment Weekly" einen kleinen Screen mit Video-Clips des Senders CBS ins Magazin integrierte, blieb das folglich in dem Hamburger Verlag jenseits des Atlantiks nicht unbemerkt.

"Die Idee war so bestechend, dass wir sie unbedingt auch hierzulande umsetzen wollten", so Crossmedia-Spezialist Cui. Zusammen mit seiner Mitarbeiterin Nadine Steckmann machte er sich an die hiesige Version des US-Vorbilds. Kurze Zeit später war als Kunde Versandhändler Otto gefunden und die passenden technischen Dienstleister ebenso.

So gegensätzlich wie Print und Video sind, ist auch Cuis Leben bisher verlaufen. Der 42-Jährige hat die erste Hälfte in Schanghai verbracht, den Rest in Deutschland. Seine allerersten "Auslandserfahrungen" sammelte der gebürtige Chinese schon früh: In der Schule nahm er sechs Jahre Deutschunterricht. Mit 19 Jahren gewann Cui schließlich einen Aufsatz-Wettbewerb des Goethe Instituts in seiner Heimatstadt Schanghai. Für sein auf Deutsch geschriebenes Theaterstück bekam er einen Drahtesel. "Das war mein erstes Fahrrad überhaupt", erzählt Cui. Kurze Zeit später, mit 21 Jahren, zog es ihn schon nach Deutschland. Hier wartete das totale Kontrastprogramm auf ihn: Statt des hektischen Schanghai das beschaulich-biedere Bayreuth. In der bayerischen Stadt schrieb er sich an der Universität für Betriebswirtschaftslehre ein.

Seinen Sprung ins Medien-Business machte Cui allerdings erst nach sechs Jahren als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group. "Ich war neugierig auf diese Branche", sagt er. Schuld daran war auch irgendwie seine Wahlheimat. "Hamburg ist mein Schanghai in Deutschland", bekennt Cui. Dort wollte er unbedingt bleiben und stieß auf der Suche nach einem interessanten Arbeitgeber auf das Verlagshaus.

An der Hansestadt schätzt er nicht nur den Hafen, auch am Umland hat der inzwischen eingebürgerte Cui Gefallen gefunden. Nur eine Stunde braucht er von zu Hause in die nahe Lüneburger Heide. Früher, in Schanghai, gab es wenig Grünflächen. In Norddeutschland findet der Gruner + Jahr-Mann dagegen seine wichtigsten Inspirationsquellen: "Wald und Natur."

DIE IDEE: Der Verlag Gruner + Jahr setzt erstmals in der Zeitschrift "Gala" das sogenannte "Video in Print Ad" um – gemeinsam mit dem Versandhändler Otto, der im Januar 2010 seinen Katalog damit bewirbt. In einem Teil der Abo-Auflage des Magazins erscheint dann eine vierseitige Beilage des Unternehmens mit einem 2,7 Millimeter dünnen LCD-Bildschirm. Dank drei Bedienknöpfen können die Leserinnen durch die audiovisuellen Inhalte navigieren.

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