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Abercrombie & Fitch nervt Münchner mit Markenduft
Auf ein Markenschild am Eingang verzichtet Abercrombie & Fitch: Den Weg ins Modegeschäft weisen junge Männer mit nackten Oberkörpern - und das Parfüm "Fierce" (zu deutsch: "wild"), das durch Lüftungsanlagen in die Sendlinger Straße in München geblasen wird. Das machte allerdings nicht Kunden, sondern vor allem die Anwohner wild, denn die fühlen sich durch die Marken-Gerüche massiv belästigt, wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe schreibt.
"Die Wolke reicht manchmal sogar bis zum Marienplatz. Wie kann sich eine einzige Firma so des Luftraums bemächtigen?", zitiert die SZ eine zürnende Anwohnerin. Auf der Bürgerversammlung des betroffenen Bezirks Alstadt-Lehel hatte sie deshalb - unterstützt von vielen Bürgern - den Antrag gestellt, die Stadt möge etwas gegen diese spezielle Verkaufsförderung von Abercrombie & Fitch unternehmen. Das städtische Referat für Gesundheit und Umwelt handelte und erschnüffelte die Sachlage rund ums Geschäft. Ihr Fazit: In den Verkaufsräumen und in einer Entfernung von 70 Metern zur Filiale sei ein intensiver Parfümgeruch vorhanden. Dadurch müssten die unmittelbaren Nachbarn "erhebliche Belästigungen" erdulden - vor allem in der wärmeren Jahreszeit.
Abercrombie & Fitch erhielt deshalb einen Warnbrief des Gesundheitsreferates, das juristische Konsequenzen androht, sollte das Unternehmen in der Sendlinger Straße nicht sein Gebläse drosseln. Mehr dazu lesen Sie im Artikel der SZ.
Für Aufsehen in München sorgte die amerikanische Modekette jüngst auch mit ihren strikten Verhaltensregeln für Mitarbeiter.
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