| | von Kerstin Richter

Audi geht erstmals ins 3D-Kino

Von Donnerstag an gibt es den Audi-A4-Spot „Taktgeber des Fortschritts“ auch im deutschen Kino zu sehen – in einer dreidimensionalen Version. Der 34-Sekünder wurde ursprünglich als reine TV-Commercial-Fassung konzipiert; im Fernsehen ist er seit Februar im Einsatz (Regie: Carl Erik Rinsch). Im Laufe des Prozesses entschieden sich aber Audi, Ingolstadt, und die verantwortliche Hamburger Agentur Kempertrautmann, den fertigen Spot zusätzlich in 3D zu konvertieren. „Es wäre fahrlässig gewesen, diese Chance nicht zu nutzen, da das Ausgangsmaterial der 2D-Fassung komplett am Rechner erstellt wurde und somit ohne Einschränkungen in 3D umgesetzt werden konnte“, sagt Kreativdirektor Florian Weber.

3D-Spots würden immer wichtiger auf dem Markt, so der CD weiter, die Technik sei mittlerweile deutlich ausgereifter als noch vor ein paar Jahren. „Höchste Zeit also, auch in der Kommunikation für unseren Kunden Audi auf diese Technik zu setzen. Wir versprechen uns, mit dem Film in 3D weitere Zielgruppen zu erreichen und für die Marke begeistern zu können.“ Bislang nutzen nur wenige Unternehmen die Technik – obwohl Marktforschung gezeigt hat, dass die Wirksamkeit der dreidimensionalen Werbefilme höher ist.

Für die Produktion des Audi A4-Spots waren Markenfilm und Chroma in Hamburg zuständig. Die 14 Einstellungen des 2D-Films seien fast alle ideal gewesen für eine Konvertierung, berichtet Myriam Zschage, Produktionsleiterin bei Markenfilm. Für ein optimales Ergebnis wurde der Spot in mehreren Bereichen für das stereoskopische Sehen verändert, so wurde die Schärfentiefe im Bild angepasst, die Geschwindigkeit der Kamerafahrten und das Schnitttempo.

 

Nur die Darstellung des Audi A4 am Ende des Films, der Packshot, stellte eine besondere Problematik dar. „Das Fahrzeug besitzt transparente Scheiben, wodurch die Differenzierung der Bildebenen schwierig ist“, erläutert Zschage. Deshalb wurde kurzerhand der Packshot komplett neu in Stereo-3D, also mit zwei Kameras, digital „gedreht“. Allein die Render-Zeiten betrugen acht Tage.

Für Kempertrautmann ist es die erste Erfahrung mit dem dreidimensionalen Film. „Der Trend bei aktuellen 3D-Spots geht ganz klar in die Richtung ,weniger ist mehr‘“, meint CD Weber. Der 3D-Effekt müsse einen Spot visuell auf ein höheres Level heben, ohne dabei den Inhalt des Spots zu überlagern. „Man gerät bei einem 3D-Projekt aber schnell mal in die Versuchung, sich im Effekt an sich zu verlieren. Die größte Herausforderung für uns war es, hier die richtige Balance zu finden.“

Der Spot mit Tiefenwirkung soll bis zum Jahresende bundesweit im Kino eingesetzt werden. Er läuft als 36sekündiger Presenter vor 3D-Blockbustern wie "Titanic", "Men in Black 3", oder "Ice Age 4".

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