Im April übernahm Stefan Heidenreich (r.) das Ruder von Thomas-B. Quaas.
Im April übernahm Stefan Heidenreich (r.) das Ruder von Thomas-B. Quaas. © Foto:Beiersdorf

| | von Markus Weber

Beiersdorf-Chef Heidenreich kritisiert Werbestrategie

Der erst seit drei Monaten amtierende neue Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich lässt kein gutes Haar an der Marketing- und Werbestrategie seines Vorgängers. Besonders scharf kritisiert er die milliardenschwere Kampagne zum 100-jährigen Nivea-Jubiläum aus dem Vorjahr. "Rihanna war ein No-Go", sagte Heidenreich bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz. Ihm leuchte nicht ein, was die mit Drogen und Partyexzessen in Verbindung gebrachte Sängerin "mit den Kernwerten von Nivea zu tun", zitiert Spiegel Online den Beiersdorf-Chef.

Popstar Rihanna war das Gesicht der globalen Nivea-Kampagne im Vorjahr.

Popstar Rihanna war das Gesicht der globalen Nivea-Kampagne im Vorjahr.

Im Marketing hat Heidenreich deshalb innerhalb kürzester Zeit so ziemlich alles umgekrempelt, was man umkrempeln kann. Künftig soll es nur noch "Weltklassewerbung" geben. Was die herbe Kritik vom Chef für den Etathalter Draftfcb bedeutet, bleibt offen. Die Hamburger fungieren seit Januar 2011 als Leadagentur von Beiersdorf. Davor lag der Lead bei TBWA.

Spätestens bis zum Jahresende soll die bisherige Henkel-Marketerin Tina Müller in den Beiersdorf-Vorstand einziehen, wie W&V bereits Anfang Juli berichtete. Spätestens dann könnte es für Draftfcb ungemütlich werden.

Schon in Kürze soll es außerdem ein neues Verpackungsdesign mit verändertem Logo geben.

Beiersdorf-Chef Heidenreich kritisiert Werbestrategie

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