Kampagne | | von Frauke Schobelt

Berühmte Brause mit neuen Namen: Coca-Cola trennt sich von seinem Schriftzug

Premiere bei Coca-Cola: Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte nimmt die Getränkemarke ihren berühmten Schriftzug von den Flaschen und ersetzt ihn durch rund 150 Vornamen, Kosewörter oder Jugendbegriffen - passend zu der jeweiligen Region. Das Ganze dient als Freundschaftdienst: Unter dem Motto "Trink ne Coke mit Deinen Freunden" soll die weltweite Kampagne Kunden animieren, die personalisierten Coke-Flaschen zu teilen und zu verschenken. Alleine in Europa sollen so rund eine Milliarde individuell etikettierte Cola-Flaschen oder Dosen unter das Volk gebracht werden.

Auf der Homepage www.coke.de kann jeder Coke-Fan eine Flasche mit seinem eigenen Namen auf dem Etikett generieren, sie online mit Freunden teilen oder als reale Flasche ordern. Der mediale Schwerpunkt liegt entsprechend in den digitalen, mobilen Kanälen und Social-Media. Ergänzend gibt es PR-Maßnahmen auf Jugend-Events, Plakat- und Displaywerbung sowie Sampling-Aktionen.

Auf der Jugendmesse You wurden die personalisierten Flaschen erstmals vorgestellt. Die YouTube-Stars Herr Tutorial und Y-Titty werben in den kommenden Wochen für die Aktion auf ihren YouTube Kanälen. Für Aufmerksamkeit soll außerdem ab 1. Juli ein Musik-Video mit tanzenden Flaschen und dem DJ-Duo Laserkraft 3D sorgen, in dem man ebenfalls direkt die Flaschen personalisieren und teilen kann. Die einzelnen Aktionen bindet Coke auf der Coca-Cola Facebook-Seite ein und begleitet sie über Medien- und Blogger-Kooperationen. Von Mitte Juli bis Oktober trommelt außerdem eine Plakatkampagne in Berlin für die Kampagne. Auf dem Humboldtplatz haben Passanten die Möglichkeit, per SMS ihre Namen auf einen Screen an der Humboldtbox zu schicken, sowie auf eingebaute LCD-Screens auf einem 100m langen Bauzaun. Diese werden entsprechend der eingesendeten Namen individualisiert. Darüber hinaus wird es Townwalls in den 12 größten deutschen Städten geben, die mit regionalisierten Namen individualisiert werden.

Im Handel gibt es die 0,5-Liter, 1 Liter und 1,5 Liter-PET-Flaschen mit personalisiertem Schriftzug. Rund 70 Prozent der unterschiedlichen Flaschenetiketten sind mit Vornamen bedruckt, etwa 30 Prozent mit Kosenamen wie zum Beispiel „Bruderherz“, „Held“ oder „Supergirl“. Auf Cola-Dosen werden Teenager-Begriffe gedruckt.

Die Kreation für das Packaging und die PoS-Aktionen stammt von der Agentur Grey, New York. Um die Adaption in Deutschland kümmert sich Teamwork, Essen. Die Online-, und Mobile-Aktionen sowie Out-of-Home-Maßnahmen verantwortet die Agentur Scholz & Volkmer, Wiesbaden. PR, Social Media und das Web-Viral liegen in der Verantwortung von FischerAppelt Relations, Hamburg, Blogger Relations und Mediacom, Düsseldorf. Mediacom kümmert sich auch um die Mediaschaltungen. 

Berühmte Brause mit neuen Namen: Coca-Cola trennt sich von seinem Schriftzug

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Kein Witz: Coca-Cola wird grün

von Markus Weber

Unter dem Namen Coca-Cola Life hat der Coke-Konzern in Argentinien eine neue Brause auf den Markt gebracht, die mehrheitlich mit dem rein pflanzlichen Süßstoff Stevia gesüßt ist. Die Flasche besteht angeblich zu 30 Prozent aus pflanzlichem Material und ist voll recycelbar. Falls Coke Life auf dem argentinischen Markt gut ankommt, dürfte das Produkt wohl auch bald in anderen Märkten verkauft werden. Bereits bei der Einführung der Coke Zero vor acht Jahren war der Konzern ähnlich vorgegangen - wenn auch mit anderen Testmärkten. Warum man sich bei Coke Life nun ausgerechnet zuerst für Argentinien entschieden hat, ist unklar. Allerdings kommt die Stevia-Pflanze (Stevia rebaudiana/Honigkraut) ursprünglich aus Südamerika - genauer gesagt aus Paraguay. Im Vergleich zur klassischen Coke hat Coca-Cola Life weniger als die Hälfte der Kalorien. Einzelne Bestandteile der Stevia-Pflanze sind mehr als 200 Mal so süß wie Zucker. Gleichzeitig enthalten sie so gut wie keine Kalorien und verursachen auch kein Karies.

von Markus Weber - Kommentare Kommentar schreiben

Werbe-Effekt: Deutsche trinken mehr Coca-Cola

von Ulrike App

Die Aufforderung "Trink 'ne Coke mit..." hat offensichtlich funktioniert, zumindest legen dies die neusten Geschäftszahlen von Coca-Cola nahe. Denn der Getränkekonzern setzte in Deutschland im dritten Quartal acht Prozent mehr von seiner Vorzeigemarke ab, insgesamt legte das Unternehmen hierzulande um drei Prozent zu. Positives gab es für Firmenchef  Muhtar Kent ebenso von den Kontinenten Nordamerika, Asien und Afrika zu vermelden. Diesen steigende Durst auf die hauseigenen Softdrinks begründete der oberste Boss in Atlanta auch mit dem Erfolg seiner Werbekampagnen - und lobte hier insbesondere die Namensaktion "Share a Coke". In etlichen Märkten, darunter Deutschland, spielt das Unternehmen gerade mit seiner Marke und ersetzt den berühmten Cola-Schriftzug unter anderem durch Vornamen von Konsumenten.

Außerdem kündigte Kent "die umfassendste Marketing-Kampagne" zur Fußball-WM an, die das Unternehmen jemals zu einem Turnier gestartet hat. In 170 Ländern weltweit macht der Manager das Kicken zum Thema. Etwas Anschub tut tatsächlich gut: Denn laut der aktuellen Interbrand-Untersuchung Best Global Brands ist inzwischen Apple die weltweit wertvollste Marke. Insgesamt 13 Jahre hatte der Getränkekonzern die Spitzenposition für sich gebucht gehabt, jetzt ist Coca-Cola auf den dritten Rang zurückgefallen.

Kent hat also nicht nur positive Nachrichten zu kommentieren. Zwar stieg global der Getränkeabsatz um zwei Prozent. Doch auch die Amerikaner leiden unter einem "weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld", wie er einräumte. Der Gewinn von Coca-Cola kletterte um sechs Prozent auf knapp 2,5 Milliarden Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro).

Hier nochmals ein TV-Spot zur Aktion "Trink 'ne Coke mit...":

von Ulrike App - Kommentare Kommentar schreiben

"Share a Coke": Coca-Cola führt Erfolgskampagne weiter

von Ulrike App

Bälle, grüner Rasen, glückliche Fans, junge Helden und alte Stars - diese Spot-Zutaten findet man momentan reichlich im Werbeblock, so unmittelbar vor der Fußball-Weltmeisterschaft. Auch WM-Sponsor Coca-Cola hat sich in diesen Wochen dieser durchaus beliebten Sportart verschrieben. Am 14. Juli, mit dem Finale in Brasilien, ist allerdings wieder alles vorbei - dann werden wieder andere Themen wichtig. Die Getränkemarke hat in etlichen europäischen Ländern angekündigt, ihrer internationalen "Share a Coke"-Kampagne (Deutsch: Trink 'ne Coke) einen neuen Anschub zu geben: Über 500.000 Namen sollen die Kunden beispielsweise in Frankreich, den Benelux-Staaten, Skandinavien und Großbritannien zur Auswahl bekommen. Ein Fernseh-Spot mit einem Hund, der "Bobby" gerufen wird, läuft Mitte Juli an (Agentur: FCB Johannesburg). Die Musik liefert die Band The Ting Tings mit dem passenden Titel "That’s Not My Name".

Die Deutschen schließen sich allerdings dieser Aktion der Nachbarländer bisher nicht an, wie ein Sprecher der Berliner Niederlassung erklärt. Hierzulande hat sich das Unternehmen einen anderen Weiterdreh ausgedacht, der zum Sportsommer passt: Die Coke-Dosen und -Flaschen tragen die Namen der deutschen Nationalkicker. Denn im hiesigen Fernsehen widmet sich die Marke mit dem Spot "Wir alle" in den kommenden Wochen ganz dem Fußball.

 

Die Idee zu "Share a Coke" kommt ursprünglich aus Australien. Im Oktober 2011 begannen die Marketer aus Down Under den berühmten Schriftzug auf der Flasche gegen Namen und Koseworte auszutauschen (Agenturen: Ogilvy, Wunderman, Naked Communications, Ikon und Urban). Im Mai 2013 folgten dann zahlreiche Länder rund um den Globus. Firmenchef Muhtar Kent begründete den steigenden Absatz der Softdrinks in diversen Märkten (3. Quartal 2013) auch insbesondere mit dem Erfolg von "Share a Coke".

von Ulrike App - Kommentare Kommentar schreiben