| | von Anja Janotta

Brandalism: Britische Künstler kapern Plakatwände

Eine Protestaktion gegen die Werbung: In Großbritannien haben sich einige Künstler zusammen getan, um mit eigenen Motiven gegen die Marken- und Konsumhörigkeit zu protestieren. Sie überklebten - just vor der Olympiade - Plakatwände in mehreren großen britischen Städten mit sarkastischen Motiven. Zuletzt in der Hauptstadt London. Aus einem Fußballstar Wayne Rooney, der sich für Nike in Pose schmeißt, wird beispielweise ein beschmierter Rowdie mit Mengen von Einkaufstüten. Aus dem Claim "Just do it" wird ein "Just loot it" ("plündere es nur").

Acht Monate habe man an dem Projekt gearbeitet, so die Macher von "Brandalism". In der Vereinigung sind Aktivisten, Künstler und verschiedene Organisationen aus acht Ländern zusammengeschlossen. Sie wenden sich gegen Konsumterror sowie gegen die "visuelle Verschmutzung unserer mentalen Umwelt". 33 Plakatwände in fünf Städten habe man mit eigenen kritischen Motiven überklebt, so die Macher. 100.000 großformatige Billboards seien in Großbritannien installiert - sie sind Hauptziel für Attacken der Aktivisten.

Gegenüber Brandrepublic sagte Brandalism-Aktivist Robert Graysford, die Plakate seien gegen die Werbeindustrie, die die Kosumenten " zwangsweise fütterten" mit ihren Botschaften. Diese hätten keine Chance auf ein Opt-out, um ihre privaten und öffentlichen Räume zu schützen. "Wir sind die Laborratten für die Werbe-Chefs, die unsere Ängste und Unsicherheiten für den Konsumterror ausnutzen." fs/aj

Brandalism: Britische Künstler kapern Plakatwände

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