| | von Frauke Schobelt

"Bring me back": Puma bietet Recycling für Sportkleidung

Der Sportartikelhersteller Puma arbeitet weiter an seinem grünen Image. Künftig bietet das Unternehmen aus Herzogenaurach Recycling für Sportkleidung und -accessoires. In Puma Stores und Outlets in Deutschland werden Recyclingbehälter aufgestellt. Kunden können dort ausgediente Schuhe, Textilien und Sportartikel abgeben - auch wenn sie kein Puma-Logo tragen. Genommen werden Produkte aller Hersteller. 

Das neue Programm "Bring Me Back" betreibt Puma in Zusammenarbeit mit dem Recyclingunternehmen I:CO. Die gebrauchten Sportartikel sollen wiederverwendet oder recycled werden. Puma will Verbraucher sensibilisieren und durch die Verringerung von Abfall einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. "Wir wollen das begehrteste und nachhaltigste Sportlifestyle-Unternehmen weltweit werden und daher entwickeln wir fortwährend Lösungen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern", erklärt Franz Koch, CEO von PUMA. "‚Bring Me Back' ist das erste Programm, mit dem wir auf die Reduzierung der enormen Abfallmengen abzielen, die am Ende des Lebenszyklus von Sportlifestyle-Produkten entstehen. Diese werden häufig im Hausmüll entsorgt und enden auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen."

Mit dem Thema Nachhaltigkeit will sich Puma von der Konkurrenz absetzen. Im Rahmen der Strategie entwickelte der Sportartikelhersteller beispielsweise das umweltfreundlichere Verpackungssystem "Clever Little Bag", außerdem veröffentlichte Puma 2011 eine ökologische Gewinn- und Verlustrechnung - nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen weltweit.

Um Abfall zu reduzieren, prüfe Puma derzeit die Herstellung kompostierbarer Produkte. 50 Prozent der internationalen Kollektionen sollen bis 2015 aus nachhaltigeren Materialien bestehen. "Bring me Back" startet am 17. April in den Puma Stores. Im Oktober wird die Initiative auf weitere Länder ausgedehnt und soll voraussichtlich im Januar 2013 weltweit eingeführt werden.

Für 2011 hatte Puma einen Umsatz von drei Milliarden Euro und einen höheren Gewinn als erwartet gemeldet.

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