Zwischendurch auch mal auf Abwegen: Vertreter der Hamburg-Mannheimer (hier: Herr Kaiser)
Zwischendurch auch mal auf Abwegen: Vertreter der Hamburg-Mannheimer (hier: Herr Kaiser) © Foto:

| | von Markus Weber

Bunga-Bunga in Budapest: Ergo und die Image-Katastrophe

Die Hamburg-Mannheimer Versicherung (heute: Ergo Versicherung) hat 2007 für ihre besten 100 Vertreter eine wilde Sex-Party in Budapest organisiert. Das berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe - und schildert dabei auch beeindruckende Details. Demnach trugen die angeheuerten Schönheiten bei der rauschenden Party in den historischen Gellert-Thermen rote, gelbe oder weiße Bändchen: Die einen waren als Hostessen anwesend, die anderen erfüllten sämtliche Wünsche. "Die Damen mit den weißen Bändchen waren reserviert für die Vorstände und die allerbesten Vertriebler", berichteten Party-Teilnehmer nun dem Handelsblatt.

Eine Ergo-Sprecherin bestätigte der Zeitung, "dass es im Juni 2007 eine Incentive-Reise nach Budapest gegeben hat." Nach Ergo-Angaben seien bei der abendlichen Party zirka 20 Prostituierte anwesend gewesen. Heute bedauert man bei Ergo den Vorfall, der einen "gravierenden Verstoß gegen geltende Richtlinien des Unternehmens darstelle und nicht toleriert werde", wie das "Handelsblatt" aus einer Stellungnahme des Unternehmens zitiert.

In nachfolgendem Video können Sie sehen, wie Hamburg-Mannheimer-Vertreter motiviert und geschult werden: "Umso härter der Kampf, desto schöner der Sieg."

Und hier spricht Herr Kaiser über die mangelhafte Altersversorgung bei Frauen (aus dem Jahr 2007):

Auch BVB-Trainer Jürgen Klopp trieb die Hamburg-Mannheimer-Vertreter zu Höchstleistungen an: "Motivation, Motivation, Motivation - den Rest besorgt die HMI":

Aber welche Folgen hat der Skandal für eine Versicherung, die mit ihrem früheren Testimonial "Herr Kaiser" jahrzehntelang das Image des seriösen und vertrauenswürdigen Versicherungsvertreters aufgebaut hat. Oder vielmehr: versucht hat, aufzubauen. Machen Sie mit bei unserer Online-Abstimmung!

Bunga-Bunga in Budapest: Ergo und die Image-Katastrophe

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