"Ich bin Knetfigur und Gebissträger" - so hätte wohl noch vor Kurzem der Text zu diesem Spot für Dritte Zähne gelautet. Nun heißt es: "Mit den Dritten beißt man besser." Und: "Mein Mundwerk ist unbesiegbar."
"Ich bin Knetfigur und Gebissträger" - so hätte wohl noch vor Kurzem der Text zu diesem Spot für Dritte Zähne gelautet. Nun heißt es: "Mit den Dritten beißt man besser." Und: "Mein Mundwerk ist unbesiegbar." © Foto: Audentic

#MeinMundwerkIstUnbesiegbar | | von Susanne Herrmann

Der Prothesen-Rap von Audentic

Ha! Von wegen, Zahnersatz-Werbung muss bieder und mit Pflegehinweisen daherkommen. Was haben uns Kukident und Corega Tabs seit den 80er-Jahren in Angst und Schrecken versetzt: Irgendwann würden auch wir zu den "Gebissträgern" gehören. Und damit kämpfen, dass die Dritten klappern, Mundgeruch verursachen oder uns sprachlos machen, weil jeder noch so schlichte Satz als speichelsprühendes Genuschel hervorkommen würde. So die Szenarien, die die Werbung zeichnete.

Vorbei. Vielleicht sind die Best Ager ja schon so weit, dass sie über die Viralkampagne "Mein Mundwerk ist unbesiegbar" vom Zahnersatzhersteller Audentic herzlich lachen können. In fünf Spots rappen die Zahnprothesen. Und die haben, wie es sich für Rapper gehört, ein ganz schön loses Mundwerk.

Dritte Zähne, mit denen man irgendwie auch Spaß haben kann. Tatsächlich sind die Zielgruppe nicht allein Senioren. Sondern eben auch Skater und andere risikofreudige Jugendliche, die schon mal aufs Maul fallen und dann Kronen, Brücken und Inlays brauchen können. Weil man beim Zahnlabor, so Audentic, als Patient jetzt mitreden kann, geht die Firma aus Mühlheim an der Ruhr jetzt digital in die Offensive. Dabei hilft die Berliner Werbeagentur Seyffert mit Himmelspach (kurz: Smith). "Willst 'n paar in die Fresse? Paar Zähne?"

Den respektfreien Ansatz schildert die Agentur so: "Die Spots nutzen Humor, um Berührungsängste abzubauen. Zahnersatz sollte nicht länger ein Tabuthema sein, das uns erst im Rentenalter betrifft." Außerdem soll die Kampagne Audentic als Marke etablieren. Die Filme laufe auf der Aktionsseite mundwerk-unbesiegbar.de/, auf Youtube und sollen mit dem Hashtag #MeinMundwerkIstUnbesiegbar das Netz erobern.

Die Stop-Motion-Filme produzierten Februar Final und Animas Film. Hinter der Agentur Smith, die im Juli gegründet wurde, stecken Christian Himmelspach und Andreas Seyffert. Himmelspach war zuletzt als CD bei Jung von Matt, davor unter anderem bei Publicis und DDB. Seyffert leitete eine PR-Agentur.  

Der Prothesen-Rap von Audentic

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