Tops 2012 | | von Anja Janotta

Die besten Kreationen des Jahres 2012

2012 war ein gutes Kreativjahr! Das können wir beweisen - mit einer Auswahl der besten Spots des Jahres 2012.

Gleich vornweg: Das ist eine subjektive Auswahl der Redaktion von W&V-Online. Aus über 200 "Kreationen des Tages" haben wir diejenigen herausgepickt, die uns in diesem Jahr besonders beachtenswert erschienen, diejenigen Kampagnen, die uns besonders im Gedächtnis geblieben sind, die, die uns am meisten bewegt und am meisten amüsiert haben. Viel Spaß bei unserem kreativen Jahres-Rückblick.

 

Die besten Kreationen des Jahres 2012

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Rückblick: Die besten Kampagnen 2013

von Anja Janotta

Seit zwei Monaten bringen Susanne Herrmann und Anja Janotta allwöchentlich die aktuellen Kampagnen vor den WÜV. Um mal so richtig in Lob schwelgen zu können, haben die Redakteure von W&V Online die besten Kampagnen des Jahres 2013 zusammengestellt. Dies ist - wie immer - eine völlig subjektive Auswahl der Redaktion, durch keinen Kreativpreis und kein Kreativranking abgedeckt.

Die 5-Sterne-Kampagnen - diese haben uns im vergangenen Jahr mit Abstand am besten gefallen: (aj/sh/app/fs)

 

 

Dove/Ogilvy & Mather

Die Real-Beauty-Kampagne von Dove könnte hier gleich mehrfach stehen: Zumindest aber gehört sie zuallererst genannt. Sei es die Aktion, bei der ein Phantomzeichner Frauen nach den Beschreibungen ihrer Freunde nachzeichnete - und aufzeigte, wie viel strenger unser eigenes Selbstbild gegenüber dem Fremdbild ist. Sei es die Aktion von Ogilvy Toronto, die eine angebliche Photoshop-Anwendung lancierten, die der Haut einen rosigen Teint geben sollte - in Wirklichkeit machte die Anwendung alle vorherigen Retuschier-Tricks wieder rückgängig. Einfach schön.

Axe/Dokyo

Auch Axe verdient mit mehreren Aktionen eine Erwähnung in der Chronik der Besten. Einmal mit dem Hype um die verloste Weltraum-Odysee, dann die Kampagne mit "HIMYM"-Star Neil Patrick - oder ... oder eben die erwachsene Version Axe Mature, mit der ein ansonsten eher pickliger Zerstäuber-Junkie zum Partner auf Augenhöhe heranreift.

Media-Markt/Ogilvy & Mather

Lauter hätte man es nicht krachen lassen können. Media-Markt entrümpelt seine Filialen, schließt mal kurz die Pforten und macht das nicht leise, still und heimlich, sondern laut und krachig. Ein echter Coup! Ebenso beachtenswert auch die Facebook-Aktion, mit der Media-Markt raten ließ, wie viel Spielzeug-Transporter es brauche, um eine Million Cent-Stücke zu transportieren.

Heino/ProSieben/Starwatch Entertainment

Sicher, auf ersten Blick würde man in Heino nicht das Testimonial des Jahres sehen. Und wenn uns das Ende 2012 die Wahrsagerin prophezeit hätte, hätten wir milde gelacht. Aber: Die Comeback-Vermarktung als Rocker mit Sonnenbrille ist derart gelungen, dass wir fast schon Fans geworden sind. Junge, Junge!

Twix/Raider

Noch ein gelungenes Comeback: Für kurze Zeit heißt Twix wieder Raider. Vielleicht erinnern sich nur ein paar Altgediente der Branche an die große Kampagne, mit der der neue Name Twix ("Raider heißt jetzt Twix") eingeführt wurde, aber diese kleine nostalgische Retro-Show-Einlage hat durchaus Applaus verdient.

Coca Cola/Scholz & Volkmer

Nur eine Marke beherrscht das  Spiel mit dem eigenen Namen noch ein klein bisschen besser: Coke. Coca-Cola hat im Sommer seinen berühmten Schriftzug geopfert und die Flaschen mit Durchschnittsnamen etikettiert. Das kann natürlich auch nur ein Unternehmen mit dieser MarkensStärke wagen. Aber wer seine pseudo-individualisierte eigene Coke schon mal in Händen gehalten hat -  der weiß ganz genau um die neuerliche  Markenbindung.

McDonald's/Heye

Noch eine rote Marke. McDonald's verpflichtete Deutschlands aufstrebende Schauspielerriege, um die Kombi-Produkte besser zu vermarkten. Wahrscheinlich eine der aufmerksamkeitsstärksten Sommer-Kampagnen.

Vodafone/Jung von Matt/Alster

Der Titel für die besten und knalligsten Spezialeefekte geht dieses Jahr an - Vodafone. Das Ei, das zur Katze wird, die wiederum zum Roboter wird. Wow! Ein echter Technik-Schocker!

Hornbach/Heimat

Die Hammer-Kampagne des Jahres. Das ist in diesem Fall sogar wörtlich zu nehmen. Hornbachs Hammer aus echtem Panzerstahl war in Rekordzeit ausverkauft. Manchmal muss man eben für ausreichend Werbewirkung auch mal zu Brachial-Gewalt greifen.

Skype/Pereira O'Neill

Das war sicherlich die rührendste Kampagne des Jahres: Skype erzählt in den "Family"-Porträts, wie der Web-Dienst Freunde und Verwandte zusammenbringt. Bei dem ersten Treffens zweier bester Freundinnen, die sich noch nie gesehen hatten, kann man sich eine Träne kaum verkneifen.

Upwell

Die frechsten Werber kamen in diesem Jahr aus den USA: Die Design-Agentur Upwell schmuggelte eigene Erfindungen in einen Ikea-Markt. 

Newspaperswork/DuvalGuillaume

Frech, charmant, hintergründig und unvorhersehbar - die beste Gattungsmarketing-Kampagne für das notleidende Printmedium kam in diesem Jahr, sorry, nicht von der ZMG, sondern von den Kollegen aus Belgien.

 

Sixt/Jung von Matt

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zeigte auf dem Cover des "SZ-Magazin" den Stinkefinger. Grandios, wie Jung von Matt dieses aktuelle Steilvorlage aus dem Wahlkampf mit Sixt verknüpft.

VW/DDB Tribal

Allein der grimmige Gesichtsausdruck dieses Mädchens bleibt einer der bleibenden Eindrücke des Jahres.

 

Ergo direct/Aimaq von Lobenstein

Ok, einen Konkurrenten gibt es für das kleine Schmollmädchen: Adam. 6,2 Millionen wollten online sehen, wie der traurige und liebesglücklose Adam sein Lächeln wiederfindet. Denn bei dem Heilkostenplan seines Zahnarztes ist ihm das nämlich vergangen.

 

Edeka/Jung von Matt

Aber auch Dauergrinsen bis zur letzten Pointe hat seinen Charme. Mit einem gewagten Kiffer-Spot hat sich der eigentlich eher biedere Einkaufsmarkt in die Herzen der jungen Social-Media-Gemeinde katapultiert. Respekt.

Fiat/Leo Burnett

Es geht auch anders: Nicht jeder muss sich auf Teufel komm raus an die Social-Media-Gemeinde heranwanzen. Fiat hat den Fans mit voller Absicht vor den Kopf gestoßen: Twitter-Follower für den Abarth wurden einfach abgelehnt - der Abarth sei zu schnell: "You can't follow." Mutig und deswegen erst recht grandios.

 

Heineken

Praktikantengehälter, Mindestlohn, Einsteigergehalt - die Arbeitsbedingungen in den Agenturen wurden auch dieses Jahr wieder heiß diskutiert in der Branche. Dabei haben es Praktikanten wirklich, wirklich, wirklich schwer. Glauben Sie nicht? Dann belehrt uns Heineken eines besseren.

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