Diese Star-Wars-Montur dürfte mehr kosten als 34 Euro. Der dritte Trailer ist seit dem 19. Oktober online und wurde bereits millionenfach geklickt.
Diese Star-Wars-Montur dürfte mehr kosten als 34 Euro. Der dritte Trailer ist seit dem 19. Oktober online und wurde bereits millionenfach geklickt. © Foto:Star Wars

Star Wars 2015 | | von Frauke Schobelt

Die Merchandising-Macht ist mit euch

Deutschland ist Jedi-Land: Auch die Deutschen lieben die "Star Wars"-Saga, 59 Prozent haben mindestens einen der bisherigen Filme gesehen. Vier von zehn Männern (41 Prozent) und jede fünfte Frau (22 Prozent) kennen sogar alle sechs Episoden der Science-Fiction-Kultfilmserie. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Deals.com unter 1123 Verbrauchern. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den neuen Film, der am 17. Dezember startet und für den Disney mit einer gigantischen Marketingkampagne wirbt. Die Trommelei wirkt: Zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) wollen "Star Wars: Das Erwachen der Macht" sehen – drei von zehn (29 Prozent) gleich auf der großen Leinwand nach dem Kinostart.

Der dritte Trailer lief Montagabend in den USA im Werbeblock von ESPN "Monday Night Football" an. Seit dem 19. Oktober ist er auch online und kommt bereits auf Millionen Views.

Der Vorverkauf für die Tickets hat ebenfalls am 19. Oktober begonnen. Reservierungsseiten der großen Kinoketten und beim Kartenanbieter Fandango brachen unter den vielen Anfragen häufiger kurz zusammen. In Großbritannien verzeichnete die Kinokette Vue laut "Guardian" mit 10.000 Ticketverkäufen in den ersten 90 Minuten einen Vorverkaufsrekord.

Doch nicht nur Verleiher und Kinobetreiber können sich die Hände reiben, auch das Game "Star Wars Battlefront" und natürlich das Merchandising versprechen Rekordeinnahmen. Sony Playstation bewirbt das Spiel bereits pompös. Und seit Wochen haben große Ketten wie Toys'R'Us und Barnes & Noble in den USA ihre Spielzeugflächen für Werbeartikel zum Film freigeräumt. Preislich wird teils ordentlich zugelangt. Im Standardsortiment sind Produkte wie ein Laserschwert in rot oder grün für 173,99 Dollar (153 Euro) zu haben. Günstiger ist da das passend zu Halloween bereitgestellte Darth-Vader-Kostüm für Hunde zu 16,99 Dollar.

Auch bei den Deutschen stehen Fanartikel der Science-­Fiction-­Kultfilmreihe laut Deals.com hoch im Kurs. Denn obwohl bereits jeder fünfte Bundesbürger (18 Prozent) einen Fanartikel der Saga besitzt, darunter jeder vierte Mann (24 Prozent), könnte Star Wars­-Merchandise 2015 wieder zum Verkaufsschlager werden: 30 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, Star-Wars-Fanartikel für sich oder jemand anderen zu kaufen.

Die "Star Wars"-­Euphorie ist bei den Männern größer – jeder Zehnte würde sich selbst einen Fanartikel zulegen. Händler sollten jedoch Frauen in ihrer Marketingstrategie nicht vergessen, so der Rat von Deals.com: Jede vierte Frau (25 Prozent) kann sich nämlich vorstellen, Partner, Kinder oder Freunde mit "Star Wars"-­Merchandise zu beschenken.

Der Star Wars-­Fankult hat aber finanzielle Grenzen: Laserschwerter, Jedi-­Poster oder Darth-­Vader-­Masken dürfen insgesamt maximal 34 Euro kosten. Die Männer greifen dabei etwas tiefer in die Tasche und würden für Artikel der Filmsaga im Schnitt 38 Euro zahlen. Für die Millenium-Falcon-Drohne oder den per Bluetooth steuerbaren Druiden "BB 8" dürfte das jedoch nicht reichen. 

Hamburger und Berliner sind laut Umfrage die größten Star Wars-­Fans: Mehr als jeder vierte Hanseat (28 Prozent) und Hauptstädter (27 Prozent) besitzt Star Wars-­Fanartikel. Das größte Interesse an neuen Laserschwertern und Jedi-Bettwäsche zeigen jedoch die Hessen: Jeder Dritte (32 Prozent) würde Star Wars-­Merchandise verschenken. Gänzlich unbeeindruckt vom Sternenkrieg-­Universum sind hingegen die Sachsen: 65 Prozent besaßen nie Fanbedarf und haben auch nicht vor, das zu ändern.

Angeheizt durch die Trailer spekulieren Fans derweil weltweit über den Inhalt des neuen "Star Wars"-Films. Insbesondere treibt sie die Frage um: Was ist mit Luke Skywalker? Weder ist der von Mark Hamill (64) verkörperte Jedi-Ritter auf dem Filmplakat abgebildet, noch ist er im "Star Wars"-Clip explizit zu sehen. Doch es gibt Indizien. Eine Schlüsselrolle spielt eine Szene, die im Trailer nach rund eineinhalb Minuten zu sehen ist. Eine durch einen Umhang verborgene Gestalt greift dabei mit einer - künstlichen - rechten Hand nach Roboter R2-D2. Fans erinnerten daran, dass Darth Vader im Lichtschwertduell einst Luke Skywalker die rechte Hand abtrennte. Möglicherweise zeige der gesamte Film die Suche nach einem verschollenen Skywalker, mutmaßte die Webseite "The Nerdist".

Mehr Hinweise gibt die Vorschau auf neue Charaktere, etwa auf den von Adam Driver gespielten Darth-Vader-Vertrauten Kylo Ren. "Nichts wird uns im Weg stehen. Ich werde beenden, was du begonnen hast", raunt er und blickt dabei auf eine demolierte Darth-Vader-Maske. Prominenter eingeführt werden auch der neue weibliche Charakter Rey, dargestellt von der eher unbekannten Britin Daisy Ridley, und John Boyega, ein farbiger Schauspieler in der Rolle von Finn, einen Stormtrooper, der möglicherweise die Kämpfer verlassen hat.

Wirklich viel vom Inhalt des am 17. Dezember in Deutschland und einen Tag später in den USA startenden siebten Teils der Filmreihe wird noch nicht verraten. Sicher ist nur: Erzählt wird eine Geschichte, die zeitlich 30 Jahre nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" angesetzt ist, Details hält Regisseur J.J. Abrams geheim. (fs/dpa)

Die Merchandising-Macht ist mit euch

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