Interview | | von Christa Catharina Müller

Erotik am Valentinstag: Die Kampagne von Bloomy Days

Der Blumenhändler Bloomy Days wirbt zum Valentinstag nicht mit Rosen und Romantik, sondern mit einem erotischen Motiv. W&V Online hat mit Franziska von Hardenberg über die Kampagne gesprochen.

Wie ist die Idee zur Valentinskampagne entstanden?

Die Ursprungsidee war, die Männerwelt vor dem „Rote-Rosen-Dilemma“ zu retten. Wir haben über das Jahr etwa 85 Prozent weibliche Kunden und können nach nun fast drei Jahren wirklich sagen, dass wir wissen was Frauen wollen. Vertrauen Sie mir, liebe Männer – es sind keine roten Rosen.

Wir wollten auf einen Blick und unmissverständlich zeigen, dass es sich lohnt, seine Liebste mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu erfreuen – wichtig ist aber, dass diese stilsicher und schön ist. Die Männer und vor allem ihre Liebsten vor hässlichen Sträußen zu bewahren und vielleicht sogar Beziehungen zu retten, sehen wir als unsere ehrenwerte Aufgabe an. Unser Team wurde bei der Ausarbeitung der Kampagne von den Freelancern Tobias Geigenmüller (Text) und Björn Löper (Art) unterstützt.

Welche Blume ist auf dem Motiv zu sehen? Kann man diese bei Ihnen ebenfalls bestellen?

Das erotisch angehauchte Plakatmotiv zur Valentinstagskampagne zeigt eine sich gerade entfaltende Mohnblume, die mit einem Augenzwinkern an das weibliche Geschlechtsorgan erinnert. Der farbintensive Klatschmohn ist ein echter Eyecatcher. Auch im Abo haben wir ihn schon versendet.

Unser „Valentinsspecial“ besteht diesen Februar aber aus einem Bouquet aus weißen Tulpen und Eukalyptus – eine Kombination die alle Frauen lieben und mit der Männer mit Sicherheit alles richtig machen. Das versprechen wir.

Der Valentinstag symbolisiert – gerade in der Werbung – alles Romantische. Ihre Kampagne spielt aber nicht auf Romantik an, sondern auf Sex. Welche Überlegung steckt hinter dieser Idee?

Zu Valentins- und Muttertag holt die Blumenindustrie die Werbekeule raus und es hängen überall Plakate mit Sträußen in den Straßen, die meist relativ nichtssagend sind. Ich wollte, dass es knallt und dass wir auffallen. Es war von Anfang an eine unserer großen Stärken, flexibel zu sein und ohne Angst auch mal neue Wege gehen zu können.

Außerdem ist der Valentinstag nur einmal im Jahr und ermöglicht es uns, ein fast ausschließlich männliches Publikum anzusprechen. Das haben wir jetzt einfach mal gemacht. Trotz der klaren Botschaft aber immer noch in unserer eigenen Markenästhetik und, so glaube ich, auf eine intelligente, stilvolle Art.

Warum haben Sie sich für die Medien Out-of-Home und Radio entschieden?

Bei Bloomy Days geht es immer darum, den Kunden offline abzuholen, um ihn online zu konvertieren. Daher ist es sehr spannend für uns neue Offline-Kanäle zu testen. Besonders gut gelingt das natürlich mit einer integrierten Kampagne.
Jeder hat irgendwann einen Anlass unser Produkt zu nutzen. Wir müssen den Menschen aber davon erzählen, dass es uns gibt – ohne große TV-Budgets. Da hilft natürlich eine Kampagne, die polarisiert. 

Wir flankieren sie zudem noch mit Edgar Cards, um so viele Touchpoints wie möglich mit der Zielgruppe zu erreichen. Wenn die Kunden dann zu uns kommen, ist ihre Zufriedenheit so hoch, dass 12 Prozent unserer Kunden mehr als ein Abonnement haben, neun Prozent sogar mehr als zwei. Also lohnen sich auch größere Media-Spendings eigentlich immer.

Valentinstag ist einmal im Jahr. Das Konzept von Bloomy Days beruht doch aber auf einem Abonnement. Wie passt das zusammen?

Es gibt viele Anbieter für Blumen und besonders am Valentinstag boomt das Geschäft. Oftmals wird leider noch auf die Schnelle ein Strauß besorgt, der aber mehr für schlechte Stimmung als für große Freude sorgt. Dabei ist es eigentlich so einfach Frauen glücklich zu machen! Wir wollen da helfen und bieten deshalb nicht nur das Abo an, sondern auch ein Valentinstagsbouquet als Einzelbestellung.

Zudem ist unser Abo ja vollkommen flexibel und somit selbst für Männer, die sich vielleicht nicht lange binden wollen, das richtige Geschenk. P.S.: Liebe Männer, man kann bei uns auch mehrere Abos anlegen und diese getrennt voneinander verwalten, das heißt pausieren oder beenden. Ihr habt also stets die Zügel in der Hand und bestimmt, wann Schluss ist.

Und hier das Plakatmotiv (Fotograf: Patrick Wüstner):

 

Erotik am Valentinstag: Die Kampagne von Bloomy Days

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