| | von Anja Janotta

Ferrero muss wegen falscher Werbeaussagen blechen

Harte Nuss: Eine Amerikanerin störte sich an Ferreros Werbeaussagen Nutella sei gesund. Sie klagte - und hat Recht bekommen. Nun wird's teuer für die Italiener. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. In den USA hatten sie den Aufstruch als "gesundes und nahrhaftes Frühstück" beworben. Aber, so die klagende Mutter, sie enthalte ähnlich viel Fett und Zucker wie ein Schokoriegel. Auch der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren stieß auf Kritik. Jetzt wurde ein Vergleich geschlossen, der Ferrero teuer zu stehen kommen könnte: Rund drei Millionen Euro macht der Konzern für die Entschädigung der US-Nutella-Käufer locker. 

Jeder, der in den vergangenen drei bis vier Jahren in den USA Nutella gekauft habe, erhalte vier Dollar pro Glas - höchstens aber 20 Dollar. Ferrero USA hat laut den Gerichtsdokumenten zwar keine Fehler eingeräumt, aber angekündigt, "gewisse Aussagen" über Nutella "zu modifizieren".

In Deutschland wirbt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für Nutella, die ebenfalls das gesunde Image der Schokocreme unterstreichen sollen.

Das ist nicht der erste Food-Prozess in den USA, der Marken-Unternehemn in die Knie zwingt: Die Fast-Food-Kette Taco Bell sah sich im Vorjahr dem - letztlich haltlosen - Vorwurf ausgesetzt, dass die Fleischgerichte zu wenig Fleisch enthielten. Konkurrent McDonald's sollte einmal Millionen zahlen, weil heißer Kaffee einer Frau Verbrennungen zugefügt hatte. dpa/aj

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