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Sein Rekordbonus in Höhe von 23,4 Millionen Euro katapultiert ProsiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling an die Spitze des Gehaltsrankings 2014.
Sein Rekordbonus in Höhe von 23,4 Millionen Euro katapultiert ProsiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling an die Spitze des Gehaltsrankings 2014. © Foto:ProsiebenSat.1

Unternehmensberatung HKP | | von Frauke Schobelt

Gehaltsreport: Bonus katapultiert Thomas Ebeling an die Spitze

ProsiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling erhielt 2014 ein Jahresgehalt von knapp 29 Millionen Euro. Damit war der Medienmanager in dem Jahr der bestbezahlte Vorstandschef der größten börsennotierten deutschen Unternehmen. Die Unternehmensberatung HKP Group hat CEO-Gehälter von 160 Unternehmen im Dax, MDax, SDax und TecDax unter die Lupe genommen. Das Wirtschaftsmagazin "Capital" präsentiert den Gehaltsreport in seiner aktuellen Ausgabe.

Zu beachten ist dabei, dass in die Zahlen des Rankings neben dem fixen Grundgehalt auch variable Vergütungsbestandteile wie Aktienoptionen oder Sonderzahlungen einfließen. Und 2014 war für Ebeling und ProsiebenSat.1 ein Sonderjahr. Insgesamt 76,8 Millionen Euro hatten die früheren Mehrheitsgesellschafter KKR und Permira den Führungskräften des Fernsehkonzerns für ihre Leistung überwiesen. Vorstandschef Thomas Ebeling erhielt damals mit einem Rekordbonus von 23,4 Millionen Euro den größten Batzen. 2015 dürfte das schon wieder anders aussehen.

2014 übertrumpfte Thomas Ebeling damit sogar Ex-VW-Chef Martin Winterkorn. Der galt mit einem Jahresgehalt von zuletzt rund 16 Millionen Euro jahrelang als bestbezahlter Vorstandschef - bis er wegen des Abgasskandals im September 2015 zurücktrat. Im HKP-Ranking von 2014 kommt er auf Platz 3.

Auch Marion Helmes lässt Winterkorn hinter sich, die ehemalige Vorstandssprecherin des Pharmahändlers Celesio strich 2014 eine dicke Abfindung ein und erhielt ein Jahressalär von 18 Millionen Euro. Damit landet sie auf Platz zwei hinter Ebeling. Heute ist sie Vize-Aufsichtsratsvorsitzende bei ProsiebenSat.1. Auf ein zweistelliges Millionengehalt kommt mit 14 Millionen Euro nur noch noch Daimler-Chef Dieter Zetsche.  

Die Unternehmensberatung HKP Group betrachtete für das Geschäftsjahr 2014 neben den Vorstandssalären der 30 DAX-Konzerne und der 50 MDAX-Unternehmen erstmals auch die der 50 kleineren Firmen im SDAX und der 30 TECDAX-Vertreter. Ein Fazit: Bei den größten Unternehmen ließ sich nicht unbedingt am meisten verdienen. Die beiden Spitzenreiter kommen aus MDax-Unternehmen.

Unter den 30 Topverdienern sind weitere fünf MDAX-Vertreter, darunter auch Günther Fielmann (4,6 Mio. Euro), Gründer der gleichnamigen Optikerkette. Aber auch kleinere Unternehmen, die weniger als eine Milliarde Euro Umsatz machen, entlohnen ihre Vorstände zum Teil fürstlich. Joachim Kreuzburg, Chef des Göttinger Laborzulieferers Sartorius verdiente im vergangenen Jahr 6,7 Mio Euro. Dieter Holzer erhielt bei der Modefirma Tom Tailor ein Jahresgehalt von 4,6 Mio Euro. Damit verdienen beide mehr als etwa der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges (4,4 Millionen Euro).

Mit einem Jahresgehalt von 7,7 Millionen Euro landet Noch-Henkel-Chef Kasper Rorsted auf Platz 8 im Ranking. Der Däne hat seinen Vertrag vorzeitig beendet und wird im Oktober Nachfolger von Adidas-Chef Herbert Hainer. Der 61-Jährige verdiente laut Gehaltsreport im vergangenen Jahr 5,8 Millionen Euro.

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ProSiebenSat.1 steigt in den Dax auf

von Petra Schwegler

ProSiebenSat.1-CEO Thomas Ebeling darf sich ab 21. März Vorstand eines Dax-Unternehmens nennen. Die Deutsche Börse habe am Donnerstag auf Empfehlung des Arbeitskreises Aktienindizes entschieden, die ProSiebenSat.1 Media SE mit Wirkung zum 21. März in den deutschen Leitindex Dax aufzunehmen, teilen die Münchner in der Nacht zum Freitag mit. Die TV-AG zählt damit zum Kreis der 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland.

Ebeling wird in der Konzermitteilung so zitiert:

"

"Wir sehen den Aufstieg als Würdigung unserer Arbeit der vergangenen Jahre und als Ansporn, unsere diversifizierte Wachstumsstrategie in Zukunft erfolgreich weiter zu verfolgen."

"

Und dann liefert das Medienunternehmen noch einige Zahlen:

- 2015 steigerte der Konzern seinen Umsatz um 13,4 Prozent auf 3,261 Milliarden Euro, das Ebitda stieg um 9,2 Prozent auf 925,5 Millionen Euro.

- Die Senderfamilie um Sat.1, ProSieben, Kabel eins, Sixx, Sat.1 Gold und ProSieben Maxx bezeichnet sich als die "Nummer 1 im deutschen Zuschauer- und TV-Werbemarkt".

- Schon heute sei ProSiebenSat.1 auch im Internet Deutschlands führender Bewegtbild-Vermarkter, heißt es. "Mit dem Video-on-Demand-Portal Maxdome ist die Gruppe einer der erfolgreichsten Anbieter für digitales Entertainment“, so das künftige Dax-Unternehmen.

- Auch im Umfeld von Youtube ist der Konzern sehr aktiv: "Studio71 ist das größte Multi-Channel-Network in Deutschland und zählt weltweit zu den Top 5", heißt es im Konzernsprech.

- In den vergangenen Jahren habe ProSiebenSat.1 zudem ein erfolgreiches E-Commerce-Portfolio aufgebaut, das einer der wichtigsten Wachstumstreiber ist. Dazu gehören Reiseportale oder auch der Erotikversender Amorelie.

- Über sein internationales Produktionsnetzwerk Red Arrow Entertainment Group ist das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 15 Firmen in sechs Ländern vertreten.

- Auch die Zukunftspläne sind ehrgeizig: Bis 2018 will ProSiebenSat.1 seinen Umsatz im Vergleich zu 2012 um 1,85 auf rund 4,2 Milliarden Euro steigern.

- Die AG beschäftigt heute rund 4800 Mitarbeiter.

von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben