Schlecky Silberstein hat der AfD ein Case-Video gebastelt - zum Einreichen bei ADC und in Cannes.
Schlecky Silberstein hat der AfD ein Case-Video gebastelt - zum Einreichen bei ADC und in Cannes. © Foto: Schlecky Silberstein

#Schießbefehl | | von Susanne Herrmann

Hat die AfD einen Kreativpreis verdient?

Achtung, Satire! Blogger Schlecky Silberstein sieht #Schießbefehl der AfD als heißen Anwärter auf ADC-Nägel und Cannes-Löwen. Dafür hat er sogar einen Case-Film angefertigt. Denn die Aktion gehöre, so Silberstein, der im wahren Leben Christian Brandes heißt und einst Texter bei S&F war, "zu den progressivsten Formen der politischen Kommunikation ..., die uns in letzter Zeit unter die Augen gekommen ist". Die übrigen Parteien dagegen würden anlässlich der so wichtigen Landtagswahlen mit Plakaten, Luftballons und Kugelschreibern werben - die keinen interessieren und viel Geld kosten.

Die AfD nun kontere das mit einer Idee, meint Schlecky Silberstein. Der Idee, an den Grenzen notfalls auch zu schießen. Denn das ging durch die Sozialen Medien wie ein Lauffeuer, die Medien sprangen auf. "Mediaspendings: 0 Euro", resümiert der Satireblogger trocken.

Bei aller Ironie, die man dem Film getrost attestieren darf, steckt natürlich leider ein Fünkchen Wahrheit drin. Denn mit drastischen und populistischen Aussagen gelingt es der "Alternative für Deutschland" tatsächlich, sich im Gespräch zu halten - und die etablierten Parteien zur Reaktion zu zwingen. Ob man das gutheißt, steht auf einem anderen Blatt. Hinsichtlich des Kommunikationsgeschicks ist das aber tatsächlich ein Fallbeispiel für Effizienz. Ob es zum Nagel und Löwen auch noch einen GWA-Effie geben wird?

Hat die AfD einen Kreativpreis verdient?

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