Größer, schärfer, vernetzter: Messe-Botschafterin "Miss IFA" präsentiert den Riesen-TV von Sharp
Größer, schärfer, vernetzter: Messe-Botschafterin "Miss IFA" präsentiert den Riesen-TV von Sharp © Foto:Ifa 2012

| | von Frauke Schobelt

Imagecheck zur IFA: Fernsehhersteller Sony und Samsung hängen Konkurrenz ab

Die Messe IFA, die am heutigen Freitag in Berlin startet, ist auch in diesem Jahr in erster Linie eine Leistungsschau der TV-Branche. Die Hersteller zeigen, was die Fernseher der Zukunft bieten - größer, schärfer, dreidimensional und internetfähig. Kein Wunder, denn die Nachfrage nach den Berieselungsapparaten ist groß: 98 Prozent der Bundesbürger zählen den TV-Konsum zu ihren beliebtesten Freizeit-Beschäftigungen, laut einer Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen.

Ein guter Anlass für die Online-Marktforscher von Mafo.de, um wie schon im Jahr zuvor zwölf Fernsehgerätemarken auf ihre Stärke und Marktposition hin zu testen und ein Markenranking zu erstellen. Ergebnis: Trotz der Verbesserung seines Mafoscores um einen Zehntelpunkt muss Sony den ersten Platz in diesem Jahr mit Samsung teilen und blickt nun gemeinsam mit dem koreanischen Elektronik-­Riesen auf die abgehängte Konkurrenz zurück.

Samsung, Sony: Samsung (Details siehe Scorecard) prescht nach Platz zwei im Vorjahr nun auf Rang eins neben Sony vor und überragt bei sehr hohem Bekanntheitsgrad und großer Differenzierungsstärke als hochinnovative und topmoderne Qualitätsmarke, die unkomplizierter und – gemeinsam mit Sony – relevanter als alle anderen Fernsehmarken im Feld wirkt. Einzig beim aktuellen Claim ("note, the new way") muss Samsung einige Mitstreiter passieren lassen. Sony wirkt zwar nicht ganz so natürlich und unkompliziert wie Samsung, dafür aber nicht minder sympathisch, innovativ und modern und sogar noch attraktiver und einen Hauch einzigartiger als Samsung. Sony ist zudem auch extrem bekannt, hinsichtlich Claim ("make.believe") einen Tick besser als Samsung und erscheint so traditionsreich und vertrauenswürdig wie keine andere Fernsehgerätemarke im Vergleich.

Panasonic, Philips: Panasonic zeigt ein gesteigertes Leistungsvermögen und stellt sich neben Philips auf Platz drei des Siegerpodests. Während der ohnehin schon enorme Bekanntheitsgrad und die große Differenzierungsstärke unverändert bleiben, haben sämtliche Claim-­("ideas for life") und Image-­Attribute zugelegt, am meisten jedoch Ehrlichkeit, Relevanz sowie Unkompliziertheit. Auch Philips legt beim Mafoscore zu und mutet mehr denn je traditionsreich an. Am auffälligsten sind überdies die Sprünge bei Dynamik, Ehrlichkeit, Modernität und Slogan ("sense and simplicity").

LG: Neben Grundig kann LG den höchsten Punktezuwachs verbuchen – ein Umstand, der in erster Linie einem signifikant verbesserten Image-­Score geschuldet ist. So werden Spitzenwerte bei Attraktivität, Innovation und Modernität abgeräumt. Ferner wirkt der Werbespruch "Life`s good" auf die befragten TV-Konsumenten mittlerweile deutlich glaubwürdiger und passgenauer.

Bang & Olufsen: Trotz eines leicht verbesserten Mafoscores rutscht die dänische Edelschmiede um zwei Plätze auf Rang sechs im Ranking ab. Eine bessere Position schenkt Bang & Olufsen aufgrund seines im Vorjahresvergleich besonders bei Prägnanz und Fitness hart abgestraften neuen Claims ("What Moves You") her. Da auch Bekanntheit und Uniqueness nicht zulegen konnten, zehrt dies die Image-­Gewinne fast komplett auf. Bang & Olufsen wirkt ämlich extrem attraktiv, innovativ und modern und hat am meisten bei Natürlichkeit und Unkompliziertheit gewonnen. Zudem ist Bang & Olufsen aus Befragtensicht viel besser als andere TV-­Marken und steht für eine besondere Qualität.

Grundig: Etwas überraschend verbucht Grundig das größte Image-­Plus  im Vergleich und verfügt über das nach Bang & Olufsen beste Markenbild. Grundig wird als vertrauenswürdige und traditionsreiche Qualitätsmarke gesehen, die außerdem ehrlich, natürlich, sympathisch und unkompliziert wirkt. Da auch der Slogan ("Aus gutem Grund Grundig") deutlich besser beurteilt wird, macht Grundig einen Platz gut.

Loewe: Der Kronacher TV-­Geräte-­Produzent verliert bei gleichem Mafoscore zwei Plätze im Ranking. Im Gegensatz zur Konkurrenz kann sich Loewe weder bei Bekanntheit noch Image oder Einzigartigkeit verbessern. In Bezug auf Qualität, Tradition und Vertrauenswürdigkeit müssen sogar herbe Einbußen hingenommen werden. Einzig der Claim "My Entertainment" schneidet dieses Jahr etwas positiver ab.

Sharp: "This is why" – der neue Claim kommt bei den Befragten viel schlechter an als der alte ("Man muss es sehen, um es zu verstehen") und ist der Grund dafür, dass Sharp es nicht weiter nach vorne schafft. Denn auch wenn der Bekanntheitsgrad  nicht gesteigert werden konnte, zeigen sich Einzigartigkeit und vor allem Image stark verbessert, am meisten hinsichtlich Dynamik, Innovation, Modernität, Natürlichkeit, Qualität und Sympathie.

JVC: Vier von fünf Befragten kennen JVC und bescheren dem japanischen Hersteller immerhin einen ordentlichen Bekanntheitsgrad. Weil aber Markenbild und Claim von den Befragten in der Wertung unter dem Durchschnitt angesiedelt werden, gleitet JVC sogar um einen Platz ab. Selbst die noch besten Einzelwerte bei Sympathie, Vertrauenswürdigkeit sowie Unkompliziertheit bewegen sich deutlich unter Benchmark-­Niveau. Schließlich bleibt auch der Slogan "The Perfect Experience" ein missglücktes Experiment, das den TV-­Konsumenten nicht gut gefällt.

Metz: Der deutsche Hersteller Metz erzielt zwar einen höheren Mafoscore, aber keinen besseren Ranking-­Platz.  Bekanntheitsgrad  und Uniqueness konnten zwar nicht gesteigert werden, dafür aber Image-­ und Claimstärkescore. Die Werte bei Ehrlichkeit, Natürlichkeit und Unkompliziertheit sind passabel, die Einzelnoten hinsichtlich Attraktivität, Dynamik, Modernität und Sympathie jedoch trotz Zugewinn nach wie vor klar unter Durchschnitt. Der unveränderte Slogan "Metz -­ immer erstklassig" wirkt schließlich überaus prägnant und liegt insgesamt auf Benchmark-­Level.

Hitachi: Von dem Claim „Inspire the next“ fühlt sich offenbar kaum jemand inspiriert – der Hitachi-­Slogan kassiert in jeder Claim-­Subkategorie die schlechteste Note und gefällt den Befragten von allen gemessenen Werbesprüchen am wenigsten. Die Image-­Performance bewegt sich auf durchweg magerem Niveau, die besten Werte finden sich noch bei Ehrlichkeit und Tradition. Da auch der Bekanntheitsgrad langsam in den Sinkflug übergeht, bleibt wie im Vorjahr bloß der letzte Platz.

Brandfeel

Weitere Markenrankings finden Sie in unserem Special und unter www.mafo.de.

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