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Im neuen TV-Spot hangelt sich der Held durch gängige Hollywood-Klischees.
Im neuen TV-Spot hangelt sich der Held durch gängige Hollywood-Klischees. © Foto:Watchever

Video on Demand | | von Frauke Schobelt

Kampf dem Déjà-Vu: So will Watchever neue Zuschauer gewinnen

Im umkämpften Markt der Video-Streaming-Dienste startet Watchever neu durch. Das Portal will sich mit einem neuen Content-Konzept von der starken Konkurrenz absetzen und so Kunden gewinnen. Neben Hollywood-Blockbustern und US-Serienhits finden die Zuschauer künftig auch Nischeninhalte wie Arthouse-Filme und europäische Serien- und Comedy-Formate in den rund 20 Kanälen. Zum Relaunch der Plattform startet eine neue TV-Kampagne.

Mehr Vielfalt - so lautet das Versprechen im Spot "Groundhog Day", in dem sich ein gelangweilter Zuschauer durch die gängigen Hollywood-Klischees kämpft: er erlebt die letzten Worte eines sterbenden Soldaten, die "Sie kriegt ihn doch"-Hochzeit, der in der letzten Sekunde gerettete Selbstmörder. Watchever bietet sich seinen Nutzern als "Erlöser" an - von den ewigen Déjà-Vus auf der heimischen Couch.

Für die neue Kampagne setzte das Unternehmen nicht auf einen Agentur-Pitch, sondern holte Kreativdirektor Tobias Feige ins Haus, er entwickelte die Kreativstrategie und das Skript. Tobias Feige arbeitete zuvor für BBDO und Jung von Matt und wurde mehrfach beim ADC und in Cannes ausgezeichnet. Regie führte Alex Eslam, Preisträger beim Young Director Showcase in Cannes und dem New York Film Festival. Er drehte unter anderem für Trivago. Produziert wurde der Film von Cloud Visual Brand Entertainment.

"Es gibt noch so viel zu entdecken" lautet der neue Markenclaim, den Watchever mit der neuen Kampagne einführt. "Jeder Kanal lässt den Zuschauer in eine einzigartige Welt eintauchen in der er Inhalte entdeckt, die ihm vorher entgangen wären oder an die er sich zuvor niemals herangetraut hätte", sagt Karim Ayari, seit Herbst 2014 CEO von Watchever. "Wir wollen den Zuschauern nicht nur die Spitze des Eisbergs bieten. Wir wollen die Spitze und den Eisberg zeigen", so Ayari.

Die Kampagne startet am 2. Oktober 2015 mit dem TV-Spot. Außerdem wirbt Watchever breit in den digitalen Medien mit einem 30-Sekünder als Pre-Roll, sowie Bannern und Facebook-Ads. Die zuständige Mediaagentur der Kampagne ist Havas Media. Im Unternehmen tragen Michael Reiner und Juliane Wendt für die Kampagnenplanung die Verantwortung.

Watchever war 2013 in Deutschland gestartet und kämpft seitdem um seinen Platz am Markt. Der ist deutlich wettbewerbsintensiver geworden, mittlerweile buhlen diverse andere Anbieter um deutsche Kunden, dazu gehören Amazon Prime Instant Video oder Maxdome sowie das US-Angebot Netflix. Watchever bietet eine monatliche Flatrate, die 8,99 Euro kostet. Das Portal ist ein Tochterunternehmen des europäischen Medienkonzerns Vivendi.

Laut einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Goldmedia zum Video-on-Demand-Markt war Amazon Prime Instant Video im Februar 2015 der meistgenutzte Dienst, gefolgt von iTunes, Maxdome, Google Play,und Netflix. Watchever landete auf Platz 9.

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Watchever wirbt Out of Home

von Petra Schwegler

Nach dem Neustart im Herbst setzt Watchever seine Werbeaktivitäten fort - und wirbt Out of Home: Unter dem seit Oktober geltenden neuen Markenclaim "Es gibt noch so viel zu entdecken" legt der Video-on-Demand-Service mit einer groß angelegten Public-Video-Kampagne nach.

In 160 deutschen Bahnhöfen werden ab sofort über einen Monat lang Zehn-Sekunden Spots mit dem Angebot von Watchever rund um Serien, Shows und Filme gezeigt. Ausgewählte Inhalte des Services scheinen zusätzlich auf Station Video und Infoscreen in hochfrequentierten U-, S- und Fernbahnhöfen in mehr als 20 deutschen Großstädten auf.

Michael Reiner, stellvertretender Watchever-Geschäftsführer und verantwortlich für die Kampagnenplanung, hat sich bewusst für die bewegte Außenwerbung entschieden:

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"Wir unterhalten unsere Nutzer täglich mit bewegten Bildern. Deswegen nutzen wir genau diese Assets für unsere neue Public-Video-Kampagne. Wir freuen uns sehr, mit der Kampagne besonders Menschen, die flexibel ihre Lieblingssendung genießen wollen, zum Beispiel Pendler, anzusprechen und ihnen auf dem Weg nach Hause, Inspirationen für ihren Feierabend zu geben."

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Bei der Planung setzte Watchever weiterhin auf die Agentur Havas Media, dieses Mal zusammen mit Außenwerber Ströer.

Das Portal will sich seit dem Relaunch im Herbst mit einem neuen Content-Konzept von der starken Konkurrenz absetzen und so Kunden gewinnen. Neben Hollywood-Blockbustern und US-Serienhits finden die Zuschauer seither auch Nischeninhalte wie Arthouse-Filme und europäische Serien- und Comedy-Formate in den rund 20 Kanälen. Gerade eben hat sich das Team ein Filmpaket von Paramount gesichert.

Watchever war 2013 in Deutschland gestartet und kämpft seitdem um seinen Platz am Markt. Der ist deutlich wettbewerbsintensiver geworden, wollen doch auch Amazon Prime oder das expansive US-Angebot Netflix deutsche Nutzer für sich gewinnen. Watchever bietet eine monatliche Flatrate, die 8,99 Euro kostet. Das Portal ist ein Tochterunternehmen des europäischen Medienkonzerns Vivendi.

Laut einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Goldmedia zum Video-on-Demand-Markt war Amazon Prime im Februar 2015 der meist genutzte Dienst, gefolgt von iTunes, Maxdome, Google Play und Netflix. Watchever landete damals auf Platz 9.

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