"Fraktus" is back: Und erklärt das Internet für Dummies.
"Fraktus" is back: Und erklärt das Internet für Dummies. © Foto:Fraktus

Musik-Satire | | von Frauke Schobelt

Last-Minute-Idee: Internet-Creme und Flötel von "Fraktus"

Noch auf der Suche nach einem Last-Minute-Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit der neuen CD von "Fraktus"? Die fiktive Band - eine Erfindung von Studio Braun - hat Ende November ihr ganz reales neues Werk auf den Markt gebracht. Und trommelt dafür gewohnt witzig. Alleine dafür ist es in Erwägung zu ziehen. Und wem die "Musik" nicht liegt, kann mit den herrlich sinnlosen Merchandising-Artikeln jede Weihnachtsfeier aufpeppen.  

"Welcome to the internet" heißt die Scheibe vom Indie-Label Staatsakt, mit der sich die selbsternannten Begründer der Elektro- und Techno-Musik zurückmelden. Und wieder wollen sie ihrer Zeit voraus sein - und erklären sich nun auch zu den Erfindern des Internets.

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Auch bei Jan Böhmermann, der mit seiner Musikvideo-Parodie gerade Viralrekorde bricht, durften sie schon auftreten:

Witzig ist auch ihr Merchandising. Neben dem Üblichen - T-Shirts, Mousepad, Fahrradhelm, Kaffeetasse - verkauft der ihnen freundschaftlich verbundene Plattenladen Hanseplatte auch Nonsens wie eine Internet-Creme. Denn: "Internet-Verbindungen sind besonders zart und empfindlich. Netzwerke, die zum Wundsein neigen, brauchen deshalb eine intensive Pflege. Fraktus Internet Creme streamt drahtlos in alle Schichten und verhindert speckige Verschlüsse und Schluckfalten aller Art." Auch eine Bananensäge , ein krümelfreier Autofahrerkeks (Geschmacksrichtungen Schaschlik, Aprikose und Croissant) sowie ein Flötel sind im Angebot. Das ist eine Blockflöte mit Rückspiegel. Praktisch beim Motorradfahren.

Angeblich ist die Band in den 80ern entstanden, dabei gibt es sie noch gar nicht lange. 2012 erzählt die fiktive Dokumentation "Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte" die Geschichte ihres angeblichen Comebacks. Die Story: 1983 hatte sich die einst wegweisende Band nach einem Bühnen-Desaster getrennt, Jahre später sucht der Musikproduzent Roger Dettner (gespielt von Devid Striesow) die ehemaligen Bandmitglieder, um sie zu einem Comeback zu überreden. Den ehemaligen Sänger Dickie spürt er in dessen Hamburger Internetcafé "Surf n’Schlurf" auf. Der hypochondrische Soundtüftler Bernd arbeitet in Brunsbüttel im Optikergeschäft der Eltern. Torsten Bage lebt auf Ibiza, als reicher Popmusik-Titan. Ihr Comeback gestaltet sich ziemlich chaotisch, aber schließlich schulden sie ihren Fans etwas. In dem Film schwärmen Musiker wie Westbam, Stefan Remmler, Dieter Meier von Yello, Blixa Bargeld, Scooter und Marusha, wie sehr "Fraktus" sie inspiriert hätte. Ein großer Spaß, der dem Musikbusiness den Spiegel vorhält.

In Wahrheit verbergen sich hinter "Fraktus" Jacques Palminger (alias Bernd Wand), Rocko Schamoni (alias Dickie Schubert, inzwischen Dickie Starshine) und Heinz Strunk (alias Thorsten Bage). Als "Fraktus" geben sie allerdings reale Konzerte und bringen eben auch reale Platten heraus. Aber eben mit dem gewissen Etwas. Ihre neue Tour beginnt am 19. Januar in Bremen.

Last-Minute-Idee: Internet-Creme und Flötel von "Fraktus"

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