Die Tourismusorganisation Promote Iceland beobachtete schon kurz nach Turnierbeginn deutlich steigende Google-Anfragen. "So oft wurde Island zuletzt 2010 gegoogelt, beim Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull", freut sich deren Chef Ingvar Ingvarsson

Perfektes Timing: Vom großen Interesse an Island dürfte die aktuelle Tourismuskampagne "Iceland Academy" kräftig profitieren. Die Akademie informiert in mehreren "Semestern" unterhaltsam über isländische Sitten und Gebräuche und wirbt dabei gleichzeitig für nachhaltiges Reisen.

Die "Kurse" leiten örtliche "Tutoren", die in Video-Tutorials unter anderem die Bade-Etikette erklären und wie man Peinlichkeiten in Hot Tubs vermeidet (dafür muss man sich nur ein lustiges Lied merken). Sie stellen die heimische nachhaltige Küche vor oder informieren über die Sicherheit auf dem Gletscher. Und sie erklären, warum Touristen niemals mit dem von den Einheimischen so behüteten isländischen Moos herumspielen sollten. Wer alle Kurse erfolgreich abschließt, kann eine "Klassenfahrt" nach Island gewinnen. 

Bereits im Februar startete der erste Teil der Kampagne, im Juli folgt die Fortsetzung mit der "Summer Driving School". Die Videos zeigen, wie man in Island Auto fährt und welche Verkehrsregeln beachtet werden sollten.

Anfang September startet das "Herbst-Semester", dann lernen Besucher alles über isländisches Essen, Sagen, Festivals und die optimale Packliste für das wechselhafte Wetter in Island. Und wie sie - mit der Kamera - Nordlichter einfangen können. 

Mit Humor reagieren die Isländer auch auf einen Spruch von US-Präsident Barack Obama beim Empfang des isländischen Botschafters. Er sagte, dass in Island wohl ausgesprochen viele Menschen mit dem Namen Gudmundur leben müssten. Prompt folgte die Kampagne #AskGudmundur, die dazu aufruft, den rund 4000 Isländern mit Namen Gudmundur Fragen über ihr Land zu stellen.  

PS: Auch die Tourismusbehörde in Portugal will vom Island-Kult profitieren - und vergleicht die Sonnenstunden beider Länder... 


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.