Iris Berben ist neue Markenbotschafterin von L'Oréal Paris in Deutschland.
Iris Berben ist neue Markenbotschafterin von L'Oréal Paris in Deutschland. © Foto:L'Oréal Paris

Geschäftsbilanz. | | von Deutsche Presse-Agentur

Luxuskosmetik kurbelt Geschäft von L'Oréal an

Eine starke Nachfrage nach Luxus-Make-Up und -Parfüm hat das Wachstum beim Kosmetikriesen L'Oréal angetrieben. Umsatz und Ergebnis stiegen 2015 zweistellig. Vor allem im vierten Quartal nahm der Konzern noch einmal Tempo auf. Das Schlussquartal sei ein Vorgeschmack auf das, was 2016 noch kommen werde, kündigte Konzernchef Jean-Paul Agon an. Im laufenden Jahr wolle L'Oréal erneut stärker wachsen als die Branche.

Konzernweit stieg der Umsatz 2015 um zwölf Prozent auf 25,3 Milliarden Euro, wie L'Oréal am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Rückenwind erhielt der Konzern von den Währungen. Der operative Gewinn legte im Gesamtjahr um 13 Prozent auf 4,39 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich verdiente L'Oréal mit 3,3 Milliarden Euro allerdings fast ein Drittel weniger als im Vorjahr.

2014 hatte L'Oreal einen Sondererlös von über zwei Milliarden Euro durch den Anteilsverkauf der Hautpflegemarke Galderma gehabt. Auf vergleichbarer Basis legte der Gewinn um rund zwölf Prozent zu. Die Aktionäre sollen daher mit 3,10 Euro je Aktie auch eine um fast 15 Prozent höhere Dividende als im Vorjahr erhalten.

An der Börse ging es für die L'Oréal-Papiere am Freitag um gute zwei Prozent nach oben. Analysten wie Andrew Wood von Bernstein Research zeigten sich beeindruckt von dem starken vierten Quartal, das die höchsten Wachstumsraten im ganzen Jahr aufweise. Eine der größten positiven Überraschungen sei für ihn das starke Abschneiden von L'Oréal in Nordamerika gewesen, sagte Jeff Stent von Exane BNP Paribas. Konkurrent Unilever hatte dort zuletzt einen Umsatzrückgang ausgewiesen.

Für L'Oréal lief es vor allem mit hochpreisiger Kosmetik gut. Für Verbraucher, die sich gerne einen Luxus leisten wollen, sei die entsprechende Kosmetik erschwinglicher als andere Luxusprodukte, sagte Agon. Das mache das Segment, zu dem Marken wie Yves Saint Laurent, Lancome oder Giorgio Armani gehören, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten widerstandsfähig. Auch bei Frisörprodukten (Keratase, Redken) und Apothekenkosmetik (Vichy, La Roche-Posay) nahm der Konzern Fahrt auf.

Allerdings blieb gerade das Hauptgeschäft mit eher günstigen Marken wie Garnier, Maybelline New York oder L'Oréal Paris, die man in jeder Drogerie kaufen kann, hinter den Erwartungen zurück. Die Konkurrenz lokaler Wettbewerber, die mitunter auch einen Tick schneller neue Trends erkannten, macht den Franzosen das Leben schwer. Hinzu kommt die Marktmacht der Händler in vielen westeuropäischen Märkten.

Ein weiterer Wermutstropfen war die rückläufige Entwicklung der 2006 übernommenen britischen Kette The Body Shop. Das Jahr habe für The Body Shop noch relativ gut angefangen und man habe auch viel gemacht mit neu gestalteten Läden und neuen Designs, sagte Agon. Bislang habe sich dies aber noch nicht ausgezahlt. Er gehe dennoch davon aus, dass die Marke 2016 wieder bessere Geschäfte mache.

Zum Start der Berlinale launchen in Deutschland L'Oréal Paris und Stammagentur McCann eine neue "Age Perfect"-Kampagne mit der neuen Markenbotschafterin und Schauspielerin Iris Berben. Auch Heike Makatsch, Lena Meyer-Landrut und Wotan Wilke Möhring werben in Deutschland für L'Oréal Paris.  

(dpa/fs)

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