Der deutsche Google-Manager Lars Lehne traut dem hoch expansiven Onlinehändler Amazon mit all seinen Kundendaten eine Zukunft als Werbeplattform zu. Angesprochen von Thomas Koch auf die künftige Rolle im oben erwähnten Kräftedreieck versichert Lehne, dass der Konzern rund um die Suchmaschine weder Medienhaus noch Mediaagentur werden wolle. 

Nestlé-Managerin und OWM-Sprachrohr Tina Beuchler formuliert die von Koch gestellte Frage um: "Who owns data in future?" und stimmt der Macht der Daten zu. Apropos OWM: Die zur Messe aufgefrischten Forderungen, die Qualität der Onlinewerbung doch zu verbessern und oft kritisierte Schwächen wie die mangelnde Sichtbarkeit viele Netzkampagnen doch endlich im Sinne der Werbekunden zu beseitigen, sind von Beuchler eher kurz mit dem Argument gestreift worden: "Nur wenn die offenen Punkte gelöst werden, wird sich die Werbeindustrie weiterentwickeln." Onlinewerbung an sich würden die Unternehmen nicht ablehnen. Man nutze alle Wege, die zu den Geschäftsmodellen passen.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.