| | von Susanne Herrmann

Menschrechtskampagne: Mit "Hangman" gegen die Todesstrafe

EIn Mitspieler nennt den falschen Buchstaben, schon kommt ein weiterer Strich zur Zeichnung - wenn der Begriff schwer genug zu raten war, dann hing das Galgenmännchen am Ende am Strick. "Hangman" ist ein beliebtes Kinderspiel. Das BBDO Proximity, Düsseldorf, nun einsetzt, um gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte IGFM gegen die Todesstrafe zu kämpfen.

Einige Länder wie der Irak, Singapur, Kuwait, Japan oder Ägypten praktizieren noch immer die Todesstrafe durch Erhängen. Und nicht immer steht dahinter ein Gerichtsurteil, wie wir es im deutschen Justizsystem für angemessen halten.

Mit einer Anzeigen- und Plakatkampagne macht nun die IGFM auf diese Missstände aufmerksam und wirbt um Unterstützung im Kampf gegen die Todesstrafe. Die Schwarzweißmotive zeigen Porträts von Todeskandidaten kurz vor ihrer Hinrichtung. Die Headlines sind in Anlehnung an das Spiel Galgenmännchen wie Lückentexte aufgebaut. Die Leerstellen werden aber hier ergänzt, indem man die Währungszeichen €, $, £ oder ¥ einsetzt. "H€LP TO FR€€ DI€GO“, lautet dann beispielsweise eine der komplettierten Zeilen.

Wer so das Spiel beendet, soll dann eine Spenden-SMS mit "My Donation“ an die 81190 senden. Entwickelt wurden vier Motive, die in Tageszeitungen und auf Social-Media-Kanälen für Aufmerksamkeit sorgen sollen.

Verantwortlich bei der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IGFM ist der Sprecher des Vorstandes, Martin Lessenthin. Bei der Agentur BBDO Proximity in Düsseldorf stecken hinter der Kampagne Wolfgang Schneider, Christian Mommertz, Michael Plückhahn, Dominique Becker, Sven Knäbel (Kreation), Liselotte Schwenkert, Judith Hillebrand (Beratung), Birgit Paulat (Art Buying), Bernhard Burg (Agency Producer). Fotograf: Robert Eikelpoth. Casting: Sevens Management.

Menschrechtskampagne: Mit "Hangman" gegen die Todesstrafe

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