Auch der VW Touareg ist in das Visier der US-Umweltbehörde EPA geraten. Doch Volkswagen dementiert weitere Manipulationen.
Auch der VW Touareg ist in das Visier der US-Umweltbehörde EPA geraten. Doch Volkswagen dementiert weitere Manipulationen. © Foto:Volkswagen

Manipulationsvorwürfe der EPA | | von Frauke Schobelt

Neuer Ärger für Volkswagen

Volkswagen hat im Oktober entgegen dem Trend weniger Autos in Deutschland verkauft. Zwar hat der Autohersteller mit einem Anteil von 22,1 Prozent nach wie vor die meisten Neuzulassungen vorzuweisen, doch die Zahl sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozent, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag mitteilte. Andere Autohersteller konnten dagegen mehr verkaufen: Ford (+11,6 Prozent), Smart (+256,9 Prozent), BMW (+7,1 Prozent), Porsche (+6,9 Prozent), Opel (+6,3 Prozent), Mini (+5,9 Prozent) und Mercedes (+1,5 Prozent). Insgesamt stiegen die Neuzulassungen im Oktober um 1,1 Prozent auf 278.372 Fahrzeuge. In den ersten zehn Monaten verkaufte die Autobranche 2,7 Millionen Neuwagen, ein Plus von 5,1 Prozent.

Eine Folge des Skandals um manipulierte Abgas-Werte, der Mitte September bekannt wurde, ist das Minus bei Volkswagen aber vermutlich noch nicht: Bei privaten Käufen liegen nach Branchenangaben rund zwei Monate zwischen Bestellung und Auslieferung. Sollte die Dieselaffäre Auswirkungen haben, wären diese erst im November oder Dezember sichtbar.

In dieser sensiblen Zeit droht dem Konzern nun neuer Ärger aus den USA - und der trifft auch die Oberklasse-Modelle von Audi und PorscheDenn die US-Umweltbehörde Epa wirft Volkswagen nun auch Manipulationen bei den größeren V6-TDI-Dieselmotoren in sechs weiteren Modellen vor: VW Touareg (Modell 2014), Porsche Cayenne (2015) sowie die Audi-Modelle A6 Quattro, A7 Quattro, A8 und Q5 (2016). Volkswagen weist die Vorwürfe entschieden zurück. In einer Stellungnahme heißt es: "Die Volkswagen AG betont, dass keine Software bei den 3-Liter V6-Diesel-Aggregaten installiert wurde, um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern. Volkswagen wird mit der EPA vollumfänglich kooperieren, um den Sachverhalt rückhaltlos aufzuklären."

Neuer Ärger für Volkswagen

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